Wettquote-Rechner verstehen: Was am Ende wirklich auf dem Konto landet
Stand: 29. Oktober 2026 — die Bewilligungen und Spielregeln wurden gegen die Angaben der Gespa, des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51) und der veröffentlichten Spielregeln von Swisslos und Loterie Romande geprüft.

Wer zwei Zahlen in ein Feld tippt und eine dritte zurückbekommt, glaubt der dritten. Genau da beginnt das Problem. Ein Quotenrechner ist ein Multiplikationsgerät mit einer sauberen Oberfläche: Einsatz mal Quote, bei Kombinationen Einsatz mal dem Produkt der Einzelquoten. Er rechnet richtig. Er zahlt nur nichts aus, und in der Schweiz zahlt nicht der Rechner, sondern die Veranstalterin — nach ihren eigenen Regeln und ihrer eigenen Rundung.
Das ist keine Spitzfindigkeit. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf 5 Rappen genau abgerundet. Ein Rechner, der auf den Rappen genau arbeitet, liegt an dieser Stelle regelmässig ein paar Rappen daneben. Über einen einzelnen Wettschein ist das nichts. Über ein Jahr mit ein paar hundert Wetten ist es ein Betrag, den niemand zurückerstattet bekommt, weil die Spielregeln ihn decken.
Was die Rechtslage den Rechner kostet
In der Schweiz dürfen Sportwetten nur zwei Veranstalterinnen anbieten. Das ist keine Marktbeobachtung, sondern die Summe aus dem Geldspielgesetz und dem interkantonalen Rahmen: Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem BGS (SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019), beaufsichtigt von der Gespa in Bern. Nicht von der ESBK — die schaut den Casinos zu und sonst niemandem.

Für eine Bewilligung braucht es zwei Dinge: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel. Und beide gelten nur in der Schweiz. Weil die Kantone die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei gedeckelt haben, bleibt es bei Swisslos mit dem Produkt Sporttip und der Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Wer eine Liste weiterer bewilligter Anbieter sucht, findet keine, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.
Was das für den Rechner bedeutet, ist unspektakulär und wichtig. Er rechnet eine Quote, die eine dieser beiden Veranstalterinnen stellt. Es gibt keine dritte Quelle für eine Schweizer Quote. Und es gibt keinen Schweizer Anbieter, dessen Regeln der Rechner nicht irgendwo überstimmt.
Bewilligung ist nicht Lizenz — und was das für die Auszahlung heisst
Der rechtliche Begriff in der Schweiz ist Bewilligung, nicht Lizenz. In lockeren Sätzen sagen Leute Wettanbieter; in einer Regelfrage steht Veranstalterin. Der Unterschied ist nicht Kosmetik, sondern Zuständigkeit. Eine Veranstalterbewilligung nach dem BGS bindet die Veranstalterin an das Gesetz, an die Aufsicht, an das Sperrregister und an die Vorgaben zum Spielerschutz. Eine ausländische Lizenz — ob aus Curaçao, Malta oder Deutschland — hat in der Schweiz keine Kraft, und das steht ausdrücklich so im Gesetz.
Der zweite Punkt trifft den Rechner direkter. Das Servicegebiet entscheidet, wer überhaupt ein Spielerkonto eröffnen darf. Swisslos ist in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH präsent, dazu im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein — zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer ausserhalb wohnt, bekommt kein Konto, und wer kein Konto hat, hat keine Quote zum Rechnen. Der Rechner beantwortet also eine Frage, die für einen Teil der Leserschaft schon vor der ersten Eingabe beantwortet ist.
Dasselbe gilt für Alter und Identität. Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Bei der Online-Registrierung kommen Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Vertragsgebiet dazu, eine bestehende Spielsperre schliesst die Registrierung aus, und pro Person ist genau eine Registrierung möglich. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.
Das ist der Teil, den ein Quotenrechner nie anzeigt: die Zulassung. Ein Rechner, der CHF 200 auf Quote 2.10 in einen möglichen Gewinn von CHF 420 verwandelt, sagt nicht, ob die Person, die vor ihm sitzt, überhaupt wetten darf.
Was sich wetten lässt, und was die geschlossene Liste ausschliesst
Der Umfang der Schweizer Sportwetten steht nicht zur freien Verfügung. Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Fassung 10.09.2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS). Die Liste ist geschlossen, und sie ist strenger, als die Oberfläche eines Wettprogramms vermuten lässt: Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder aufs Podest entscheidet, Trainingsläufe nie. Weder Eckball- noch Kartenmärkte stehen darin, und eine Esport-Sektion gibt es nicht. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.
Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Nur Sportereignisse.
Das ist die stillste Kostenposition auf dieser Seite. Ein Rechner zeigt, was ein Wettmarkt zurückzahlt, aber nicht, ob dieser Markt in der Schweiz überhaupt angeboten werden darf. Wer die Kombination mit einem bestimmten Spezialmarkt zusammengestellt hat und beim Absenden merkt, dass es ihn hier nicht gibt, hat nichts über die Quote gelernt. Er hat über die Liste gelernt.
Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern die Veranstalterin über die entsprechende Bewilligung verfügt. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte gibt es nicht. Der Live-Teppich ist also breiter als der Prematch-Teppich.
Was die Rechtslage bei den Kosten wirklich verlangt {#rechtsla}
Art. 74 BGS verbietet Werbung, die aufdringlich oder irreführend ist oder sich an Minderjährige oder gesperrte Personen richtet. Art. 74 Abs. 3 untersagt Werbung für ein Geldspiel, das in der Schweiz nicht zugelassen ist, und Art. 131 BGS belegt den Verstoss mit einer Busse von bis zu CHF 500’000. Damit ist auch die Tonlage dieser Seite gesetzt: beschreiben und einordnen, nie empfehlen.
Der Artikel, der den Rechner am unmittelbarsten betrifft, steht weiter hinten im Gesetz. Ein Gratisspiel oder Gratisguthaben braucht die vorgängige Zustimmung der Gespa; 2025 erteilte sie deren 24 an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Bonusbeträge und Bonusbedingungen kommen ausschliesslich aus den Bedingungen der jeweiligen Veranstalterin. Es gibt keine Sperrstunde für Werbung, und es gibt keinen Promo-Code, der hier stehen dürfte.
Der Gewinn gehört nicht immer dem, der ihn ausgerechnet hat
Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden; die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.
Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Darüber, bei bekannter Zahlungsverbindung, geht der Betrag innert 3 Arbeitstagen auf das Konto des Teilnehmers.
Zwei weitere Regeln gehören in dieselbe Ecke, weil sie dem Rechnerergebnis die Selbstverständlichkeit nehmen. Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Und eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Der Rechner kennt keine Frist. Die Veranstalterin schon.
Bei Jouez Sport liegt die Obergrenze beim Höchstgewinn: CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Eine Kombiwette umfasst dort 2 bis 10 Voraussagen. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Diese Deckel sind der Grund, warum die Multiplikation manchmal nicht dasteht, was der Rechner anzeigt. Eine Kette aus zehn Aussagen mit anständigen Quoten kann auf dem Papier weit über die Million laufen. Ausgezahlt wird, was die Regel hergibt. Wer Kombiwetten ausrechnet, sollte den Höchstgewinn nicht als Fussnote lesen, sondern als Teil des Ergebnisses.
Für Sporttip gilt eine andere Grenze auf der Einsatzseite: CHF 1 Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten, CHF 1’000 Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei Jouez Sport sind es online CHF 2 Mindesteinsatz — in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2 — und CHF 500 Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Der Steuerfreibetrag, und warum die meisten ihn nie sehen
Gewinne aus einem in der Schweiz bewilligten Grossspiel sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesbetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Die kantonale Schwelle weicht davon ab — je nach Kanton, und deshalb steht hier kein einzelner Kantonsbetrag. Oberhalb der Schwelle behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird.
Für einen normalen Wettenden heisst das: kein Einkommenssteueranteil, keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn. Der Freibetrag ist so hoch angesetzt, dass die Frage akademisch bleibt.
Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz. Keine. Wer eine findet, hat eine Gebühr oder eine Kommission vor sich, nicht eine Steuer. Und Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen hierzulande nicht der Verrechnungssteuer — aber die kantonale Steuerpraxis kann sie anders behandeln. Die Praxis des Kantons Thurgau etwa betrachtet Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als vollständig steuerbares Einkommen. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung gewinnt, sollte das vorher mit der kantonalen Steuerverwaltung abklären, nicht danach. Allgemeine Informationen, kein Steuerrat.
Was eine ausländische Domain für den Wettenden bedeutet
Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist kein Graubereich mit Schweizer Netz darunter. Er ist ein Anbieter, der hier nichts darf. Das Organisieren von Sportwetten ohne Bewilligung ist strafbar — bis zu 3 Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu 5 Jahren. Der Spielende wird nicht bestraft. Sein Einsatz und sein Gewinn können in einem Verfahren gegen den Anbieter aber eingezogen werden. Einen Schutz oder eine Fair-Play-Kontrolle kennt er nicht.
Die Gespa führt eine Sperrliste der ausländischen Domains, die die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren. Die erste Liste datiert vom 3. September 2019, Ende 2025 standen 671 Domains darauf. Blockierte Adressen werden innert Stunden ersetzt — Domain-Hopping, für das die Gespa Interwetten und Bet-at-Home nennt und bet365 als auf der Liste stehend bezeichnet.
Was ein solcher Anbieter nicht hat: Schweizer Bewilligung, Anschluss ans Sperrregister, Schweizer Rechtsschutz. Der Rechner daneben funktioniert trotzdem, und genau das macht ihn an dieser Stelle gefährlich.
Hier gehört die Gegenprobe hin, weil dieses Thema gern einseitig erzählt wird. Die bewilligte Seite hat vollen Schweizer Schutz, aber sie hat zwei Veranstalterinnen, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzvoraussetzung und eine Identitätsprüfung. Die ausländische Seite hat nichts davon. Keine der beiden ist automatisch die sichere Wahl, und die Schweizer Seite ist nicht die bequeme.
Kostenkontrolle: was ein Rechner zeigt, obwohl er es nicht soll {#grundlag}
Ein Quotenrechner ist ein Kostenrechner, ob er will oder nicht. Er gibt den möglichen Gewinn zurück und daneben, in der Eingabe, die Summe, die aus dem Konto geht. Wer ihn benutzt, hat den Einsatz schon getippt. Das ist der Moment, in dem die Limitenfrage nicht mehr abstrakt ist.

Die Schweiz setzt die Grenzen nicht für den Wettenden. Eine staatliche Deckelung des Einzahlungsbetrags gibt es nicht. Das Gesetz verlangt von der Veranstalterin, dass sie einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangt. Die Zahl kommt also von der Person, nicht vom Gesetzgeber. Wer sie nicht setzt, bekommt die Standardwerte der Veranstalterin, und die sind grosszügiger als die eigene Vernunft.
Bei Swisslos müssen Spielende vor der ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Das Gesetz verlangt für die Erhöhung 24 Stunden; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Der unangenehme Teil dieser 72 Stunden ist der wirksame Teil. Wer nach einem schlechten Abend erhöhen will, hat drei Tage Zeit, darüber nachzudenken. Das ist keine Schikane, sondern die einzige Bremse im System, die in die richtige Richtung wirkt. Die Aufwärtsbewegung ist blockiert, die Abwärtsbewegung nicht.
Spielguthaben, Einsätze und die Grenzen dazwischen
Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart an; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt.
Wichtig für die Einordnung: Diese Limits begrenzen den Geldeingang, nicht das Wettergebnis. Ein Konto kann tausend Wetten über CHF 1 ausführen, ohne dass eine einzige Limite anschlägt. Wer seinen Sportkonsum im Griff behalten will, kommt mit einer Einzahlungsdeckelung allein nicht weit. Die Verlustlimite pro 1, 7 und 30 Tage ist die Zahl, die zählt.
Auszahlungen gehen ausschliesslich auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwetten nicht. Ein Kredit an Spielende ist nicht zulässig. Welche Zahlungsmarken eine Veranstalterin akzeptiert, steht in ihren Bedingungen.
Und die unbequemste Zahl dieses Abschnitts: Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer den Schutz an der Verkaufsstelle als streng beschreibt, beschreibt ihn falsch.
Selbstsperre: die eine Limite, die niemand erhöhen kann
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, und diese Sperre wird vor Ablauf der Frist nicht aufgehoben. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Wer über die Verhältnisse hinaus spielt, kann nach Art. 80 bis 82 BGS als überschuldet oder spielsuchtgefährdet ausgeschlossen werden, und die Selbstsperre steht daneben. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben, unter Beteiligung einer Fachstelle. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.
Das ist die Stelle, an der die Limitenlogik aufhört, eine Frage der Selbstdisziplin zu sein. Eine Sperre funktioniert, weil sie nicht verhandelbar ist. Die Erhöhung einer Verlustlimite wartet 72 Stunden. Eine Sperre wartet drei Monate.
Wer merkt, dass er den Rechner häufiger öffnet als das Wettprogramm, sollte ihn schliessen und mit einer Fachstelle sprechen. Das ist keine Floskel am Ende eines Abschnitts. Bei einem Thema, in dem 47.5 % der jugendbezogenen Testkäufe schiefgehen, ist der Hinweis auf Hilfe die einzige Zeile, die wirklich zählt.
Was der Rechner rechnet: Einzel-, Kombi- und Systemwetten
Der Kern ist eine Multiplikation. Bei einer Einzelwette ist der mögliche Gewinn der Einsatz mal der Quote; der Reingewinn ist der Einsatz mal Quote minus eins. Bei einer Kombiwette multiplizieren die Quoten der einzelnen Voraussagen zu einer Gesamtquote, und diese Gesamtquote mal Einsatz ergibt den möglichen Gewinn.
Zwei Beispiele, weil sie den Mechanismus schneller zeigen als eine Formel. Ein Einsatz von CHF 20 auf Quote 1.90 ergibt CHF 38 zurück, also CHF 18 Reingewinn. Derselbe Einsatz auf drei Voraussagen mit den Quoten 1.80, 2.10 und 1.65 ergibt eine Gesamtquote von 6’237 und damit rund CHF 124.70 zurück, also etwa CHF 104.70 Reingewinn. Der Rechner hat in beiden Fällen recht. Was er nicht mitteilt, ist die Wahrscheinlichkeit, mit der er recht behält.
Die Gesamtquote ist ein Produkt, und sie wächst schneller, als sie sollte
Die Multiplikation hat eine Eigenschaft, die in der Anzeige eines Wettprogramms untergeht. Jede zusätzliche Voraussage senkt die Trefferwahrscheinlichkeit, während sie die Quote erhöht. Die Gesamtquote einer Kombi ist das Produkt der Einzelquoten; die implizite Wahrscheinlichkeit des Ergebnisses ist das Produkt der impliziten Wahrscheinlichkeiten der einzelnen Voraussagen. Beide bewegen sich nach entgegengesetzten Seiten, und der Rechner zeigt nur die eine.
Bei Sporttip gilt für den Kombiboost eine Bedingung, die manche Kombi ganz anders aussehen lässt als auf dem Wettschein. Der Boost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und er verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Vier Voraussagen ab Quote 1.50 sind keine Auswahl aus drei Sportarten, sondern eine Auswahl aus einem Programm — und genau hier wird der Boost schwerer, als die Prozentzahl wirkt.
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Ein Sicherheitsnetz mit zwei Haken
Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live — aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.
Der Betrag, den ein Cash-Out einbringt, ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.
Beide Haken zusammen erklären, warum Cash-Out kein Gewinnschutz ist. Er ist eine Option, die die Veranstalterin hat, nicht der Wettende. Wer eine Wette in der Annahme abschliesst, sie jederzeit auflösen zu können, hat eine Bedingung überlesen, die in den Regeln steht und nicht im Wettprogramm.
Wenn eine Wette in der Kette verschwindet
Kombiwetten haben ein Regelwerk, das man erst merkt, wenn etwas schiefgeht. Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt — oder im Rahmen eines Turniers —, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Aus einer Kombi aus fünf Aussagen wird damit eine aus vier. Die Gesamtquote sinkt, der Einsatz bleibt gleich.
Dasselbe passiert bei abhängigen Ereignissen. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Und eine Regel, die Live-Wettende betrifft: Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Der Rechner kennt diese Situation nicht. Er rechnet, während nebenan das Tor fällt.
Eine Kleinigkeit, die häufiger wirkt, als man denkt: Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer — im Fussball etwa 90 Minuten — plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf ein Unentschieden nach 90 Minuten wettet, bekommt es nach 90 Minuten. Wer es verpasst, hat eine falsche Wette abgeschlossen, nicht eine verlorene.
Die Marge: der Anteil, der nie im Rechner steht
Jeder Quotenrechner zeigt den möglichen Gewinn und keiner die Marge. Dabei sitzt sie in jeder Quote, die er multipliziert.
Die Rechnung ist einfach. Man nimmt die Kehrwerte aller Quoten eines Marktes zusammen, und der Kehrwert dieser Summe ist der Quotenschlüssel — die Auszahlungsquote, also der Anteil aller Einsätze dieses Marktes, der an die Wettenden zurückfliesst. Die Marge ist 100 % minus diesem Wert.
Nehmen wir einen illustrativen Zwei-Weg-Markt mit Quoten von 1.90 und 1.90. Das ist ein Rechenbeispiel, kein gestellter Preis: zwei identisch bewertete Ausgänge, wie man sie in der Praxis selten sauber antrifft. Die Kehrwerte sind 0.5263 und 0.5263, zusammen 1.0526. Der Quotenschlüssel liegt damit bei rund 95 %, die Marge bei rund 5 %. Von jedem Franken, der auf diesen Markt fliesst, behält die Veranstalterin also etwas mehr als 5 Rappen.
Bei einem breiteren Markt, etwa einem Drei-Weg-Markt mit Favoriten, Aussenseiter und Unentschieden, verteilen sich die Kehrwerte anders, und die Marge fällt je nach Buchmacher anders aus — bei manchen Anbietern deutlich unter 5 %, bei anderen deutlich darüber. Der Bereich, in dem sich Schweizer Quoten bewegen, ist eng, aber er ist nicht null. Wo research keine konkrete Marge für einen konkreten Markt nennt, steht hier deshalb keine Zahl, sondern ein Hinweis: Der Quotenschlüssel hängt vom Markt und von der Veranstalterin ab.
Der Quotenschlüssel ist das, was von einem Einsatz nach unendlich vielen Wetten übrig bleibt. Eine Marge von 5 % bedeutet nicht, dass fünf von hundert Wetten verloren gehen, sondern dass ein statistischer Verlust von etwa CHF 5 auf jedes CHF 100 Einsätze entsteht, bevor irgendeine Quote gut oder schlecht gelaufen ist. Über eine Saison ist das der zuverlässigste Wert auf dem Wettschein. Über einen einzelnen Wettschein sagt er nichts — der ist entweder gewonnen oder verloren.
Wer also eine Quote 1.90 sieht, sollte wissen: Der faire Preis für eine 50-Prozent-Chance wäre 2.00. Die Differenz ist die Marge, und der Rechner schweigt dazu.
Was die Quoten der beiden Schweizer Rechner taugen
Die Gegenüberstellung der Rechner prüft drei Dinge: welche Wettarten sie abdecken, wie sie runden und wie sie sich bedienen. Der zweite Punkt entscheidet mehr, als der erste vermuten lässt.
Bei Sporttip rechnet die Anzeige, die Regeln runden. Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten — und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.
Das ist zweistufig, und die erste Stufe ist für den Wettenden günstiger als erwartet: Aufrunden auf zwei Nachkommastellen heisst, dass ein theoretischer Betrag von CHF 12’341 auf CHF 12.35 steigt. Danach fällt er auf das nächste Vielfache von fünf Rappen — hier CHF 12.35. Bei einem Betrag von CHF 12.36 wäre das CHF 12.35. Die Rundung geht also nie unter das nächste 5-Rappen-Vielfache und liegt pro Wettschein in der Grössenordnung von höchstens vier Rappen.
Über einen einzelnen Wettschein ist das kein Streit wert. Über einen längeren Zeitraum summiert sich die Differenz zwischen Rechneranzeige und Auszahlung, und sie summiert sich immer in dieselbe Richtung, weil die Regeln sie so vorsehen. Wer den Rechner für eine exakte Prognose hält, wird um einige Rappen pro Wette enttäuscht. Wer versteht, dass die Regeln das Ergebnis bestimmen, kann sie einkalkulieren.
Ein weiterer Unterschied zwischen den beiden Veranstalterinnen liegt in der Obergrenze. CHf 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette bei Jouez Sport, CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen — bei Sporttip greift daneben vor allem die Einsatzlimite von CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette. Wer hohe Kombiwetten rechnet, stösst bei Swisslos früher an die Einsatzgrenze, bei der Loterie Romande früher an die Gewinngrenze. Welche der beiden Grenzen im Einzelfall bindet, hängt davon ab, wie die Person wetten will.
Welche Quoten die beiden Anbieter auf einen bestimmten Markt stellen, steht nicht in ihren Spielregeln und auch nicht auf dieser Seite. Wer vergleichen will, öffnet beide Wettprogramme nebeneinander und sucht dieselbe Begegnung. Der Vergleich lohnt sich, weil beide Anbieter ihre eigenen Quoten stellen und kein gemeinsamer Preisführer existiert.
Die zehn Plattformen im Vergleich {#wettmärk}
Die folgende Gegenüberstellung ordnet die Anbieter nach ihrem Bewilligungsstatus ein. Zuerst die beiden Schweizer Veranstalterinnen, danach acht ausländische Plattformen ohne Schweizer Bewilligung. Die Reihenfolge ist keine Empfehlung und keine Rangfolge der Qualität; sie trennt die zwei Gruppen, die rechtlich nicht zusammengehören.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalterin bzw. berichtete Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51; Aufsicht Gespa) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51; Aufsicht Gespa) | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande) |
| WirWetten | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Lizenz nicht belegt, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| BillyBets | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Lizenz nicht belegt, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| Bahigo | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Lizenz nicht belegt, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| Boomerang Bet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Lizenz nicht belegt, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| Interwetten | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Lizenz nicht belegt, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| HighFlyBet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Lizenz nicht belegt, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| Rabona | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Lizenz nicht belegt, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| Rollbit | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Lizenz nicht belegt, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
Was die Tabelle zeigt, ist eine Zweiteilung, die keine Zwischenstufe kennt. Es gibt zwei Anbieter mit Schweizer Bewilligung und acht ohne. Wer in der zweiten Gruppe spielt, spielt nicht auf einem Markt mit anderem Zuschnitt, sondern ohne den Rahmen, den die erste Gruppe trägt. Das ist nicht eine Frage des Geschmacks.
Was die Tabelle nicht zeigt, ist die Zahl der Märkte, die Quotenhöhe oder die Bedienung. Für die acht ausländischen Plattformen liegt dazu nichts vor, und ein Vergleich auf Verdacht wäre wertlos. Interwetten ist bekannt dafür, dass seine Domains auf der Sperrliste auftauchen können; die Gespa nennt den Anbieter in diesem Zusammenhang.
Übrigens: Wer die beiden Schweizer Anbieter vergleichen will, muss die Kantonsgrenze beachten. Es gibt keinen Wohnkanton, in dem beide Konten offenstehen. Das Servicegebiet entscheidet, welche der beiden Zeilen der Tabelle für eine konkrete Person überhaupt erreichbar ist.
Swisslos Sporttip: die Rechenmaschine mit den strengsten Fesseln
Swisslos ist in Basel zu Hause und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung ist eine Veranstalterbewilligung für ein Grossspiel, dazu eine Spielbewilligung, alles nach dem BGS und unter Aufsicht der Gespa.
Für den Rechner relevant sind vier Dinge. Erstens die Rundung: zwei Nachkommastellen auf, dann 5 Rappen ab. Zweitens die Einsatzspanne von CHF 1 bis CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswetten und bis CHF 10’000 für Systemwetten, mit dem Vorbehalt, dass Swisslos die Limiten jederzeit ändern kann und eine Wette über der Limite nicht angenommen wird. Drittens der Kombiboost, der vier Voraussagen ab Quote 1.50 verlangt und nur online gilt. Viertens Cash-Out, der nur online, nur vollständig und ohne Garantie für jeden Markt existiert.
Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, kommt an Sporttip nur vorbei, wenn er auf die Schweizer Seite verzichtet. Das ist die schärfste Einschränkung dieses Anbieters, und sie ist nicht seine Entscheidung, sondern die Architektur des Systems.
Das Argument, das für Sporttip spricht, ist unspektakulär: Das Konto hängt am Sperrregister, es gibt Schweizer Rechtsschutz, und die Auszahlung geht auf ein Konto im eigenen Namen. Nichts davon ist glamourös. Alles davon fehlt bei jedem Anbieter, der danach kommt.
Loterie Romande Jouez Sport: breite Obergrenze, kleine Einsätze
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne; sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Bewilligungslage ist dieselbe wie bei Swisslos.
Der Mindesteinsatz liegt online bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples bei CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn beträgt CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen; die Einzelquote oder Gesamtquote muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht überschreiten.
Die Einsatzspanne ist damit deutlich kleiner als bei Swisslos. Wer hohe Einzelwetten rechnet, stösst bei CHF 500 an. Wer dagegen ein Multiple über mehrere Wetten plant, hat mit CHF 7’500 pro Wettschein mehr Spielraum als bei Sporttip, dessen Einzel- und Kombilimite bei CHF 1’000 liegt.
Reizvoll an Jouez Sport ist die Kombination aus niedriger Mindestquote und hoher Gewinnobergrenze. Verlangt wird nur Quote 1.10 — auch eine sehr kurze Wette zählt also in einer Kombi. Die Millionengrenze für Multiples ist dagegen eine Grenze, die in der Praxis selten bindet. Wer sie erreicht, hat vorher schon sehr viel richtig gemacht.
WirWetten: Schweizer Domain, keine Schweizer Bewilligung
WirWetten führt eine Domain, die nach Schweizer Anbieter klingt. Eine Schweizer Bewilligung hat das Unternehmen nicht. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen hier Sportwetten annehmen; die berichtete Lizenz von WirWetten ist nicht belegt und hat nach Art. 4 BGS in der Schweiz keine Wirkung.
Was das konkret kostet: kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, und die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden. Für Daten zum Marktangebot, zu Auszahlungszeiten oder zu Gebühren liefert die vorliegende Grundlage nichts. Wer sich für die Plattform interessiert, prüft die Bedingungen des Anbieters selbst — und das Wichtigste, was er dort prüfen sollte, ist nicht die Quote, sondern die Frage, an welche Aufsicht er sich im Streitfall wenden kann. Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist die Antwort: an keine schweizerische.
Das ist die schlichte Rechnung dieses Anbieters. Er steht in der Liste, weil Leser ihm begegnen, nicht weil er eine Alternative zu den beiden Veranstalterinnen wäre.
BillyBets: gestellte Quoten ohne Schweizer Rückhalt
BillyBets operiert ohne Schweizer Bewilligung. Da eine solche Lizenz in der Schweiz keine rechtliche Grundlage hat, ist das Angebot hier nicht zulässig und die Domain kann per Sperrliste blockiert werden.
Wer ein Konto dort führt, wetten mit denselben Quotenmechaniken, aber ohne die Rückversicherungen, die bei Swisslos und der Loterie Romande am Konto hängen. Einzahlungen, Auszahlungen und Streitfälle laufen nach den Regeln des Anbieters, nicht nach Schweizer Recht. Konkrete Angaben zu Einsätzen, Limiten oder Bearbeitungszeiten liegen nicht vor; sie stehen in den Bedingungen des Anbieters, und dort nachzusehen ist bei dieser Gruppe die eigentliche Arbeit.
Für einen Wettenden mit Wohnsitz in der Schweiz bleibt der Vergleich ungünstig. Er tauscht Schweizer Rechtsschutz gegen Marktzugang, den er bei einem Schweizer Anbieter auch bekommt — nur mit weniger Märkten.
Bahigo: Bewilligung als Fussnote
Bahigo arbeitet ohne Schweizer Bewilligung; die berichtete Lizenz ist nicht belegt und in der Schweiz ohne Kraft. Die Domain kann über die Sperrliste blockiert werden, und ein Schweizer Anschluss an das Sperrregister besteht nicht.
Bemerkenswert an diesem Anbieter ist für Schweizer Leser weniger das Angebot als die Mechanik dahinter. Ein Anbieter, der über DNS-Sperren erreichbar bleibt, arbeitet mit wechselnden Adressen; die Gespa nennt dieses Muster Domain-Hopping und hat 2019 mit der ersten Liste begonnen, die Ende 2025 671 Domains umfasste. Für einen Wettenden heisst das: Die Adresse, unter der er heute spielt, ist möglicherweise nicht die Adresse, unter der er morgen sein Guthaben abruft.
Zu Einsatzgrenzen, Quotenrundung oder Auszahlungsfristen bei Bahigo sagt keine der vorliegenden Quellen etwas. Wer dort spielen will, liest die Bedingungen — und wer die Bedingungen liest, sollte dort zuerst nach der zuständigen Aufsichtsbehörde suchen.
Boomerang Bet: kein Konto im Sperrregister
Boomerang Bet hat keine Schweizer Bewilligung, und seine berichtete Lizenz ist nicht belegt. In der Schweiz bedeutet das: keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Verfahrensweg, und die Domain kann auf der Sperrliste landen.
Der Punkt, der bei diesem Anbieter am meisten wiegt, ist der Spielerschutz. Alle Limiten, die auf dieser Seite für Swisslos genannt sind — Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, die 72-Stunden-Regel für Erhöhungen, die produktbezogene Selbstsperre, der Eintrag ins schweizweite Register — hängen an der Schweizer Bewilligung. Bei einem Anbieter ohne diese Bewilligung gibt es sie nicht, und keine Selbstverpflichtung ersetzt ein Register, das auch für andere Anbieter und für Casinos gilt.
Zahlen zu Mindest- und Höchsteinsätzen oder zu Auszahlungen liefert die Grundlage für Boomerang Bet nicht. Was bleibt, ist die Bewertung: Wer aus einem Land ohne Sperrregister-Logik auf eine Plattform ohne Register-Anschluss wechselt, verliert genau das Werkzeug, das ihn im Ernstfall schützt.
Interwetten: der Name, der auf der Sperrliste auftaucht
Interwetten besitzt keine Schweizer Bewilligung. Die von dem Anbieter angeführte Lizenz ist in der Schweiz wirkungslos. Die Gespa führt Interwetten zudem als Beispiel für Domain-Hopping und setzt dessen Domains auf die Sperrliste.
Interwetten ist damit der Anbieter in dieser Liste, bei dem die Schweizer Aufsicht den Anbieter selbst namentlich mit dem Blockiermechanismus verbindet. Wer dort spielt, spielt nicht auf einer unbekannten Seite, sondern auf einer Seite, die der Schweizer Aufsicht bekannt ist — und das ist keine Beruhigung, sondern das Gegenteil.
Angaben zu Einsätzen, Quoten oder Auszahlungen bei Interwetten macht die Grundlage nicht. Bei diesem Anbieter ist die entscheidende Frage ohnehin nicht die Quote, sondern die Steuerfolge: Die Praxis des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen. Wer in einem Kanton mit dieser Praxis wohnt, sollte die Quote nicht ohne diesen Faktor rechnen.
HighFlyBet: Name mit Flughöhe, Status ohne
HighFlyBet verfügt über keine Schweizer Bewilligung, weshalb die dort genannte Lizenz hier keine Gültigkeit besitzt. Eine Aufnahme in das Sperrregister besteht nicht, allerdings kann die Domain durch die Behörden blockiert werden.
Der Name verspricht Höhe. Der Status liefert davon nichts: kein Schweizer Rechtsschutz, kein Schweizer Aufsichtsweg, keine Schweizer Schranken. Wer die Plattform nutzt, stimmt den Bedingungen eines Unternehmens zu, dessen Zuständigkeiten er aus den Bedingungen selbst herauslesen muss.
Mindest- und Höchsteinsätze oder Auszahlungsfristen sind für HighFlyBet nicht belegt. Für Schweizer Wettende bleibt die Bewertung dieselbe wie bei den anderen Anbietern dieser Gruppe, und sie ist nüchtern: Wer schon einmal eine Auszahlung streitig stellen musste, weiss, dass die Frage nach der Aufsicht nicht theoretisch ist.
Rabona: ein Angebot, das die Schweiz nicht anerkennt
Für Rabona liegt keine Schweizer Bewilligung vor. Eine ausländische Lizenz ist gemäss Art. 4 BGS in der Schweiz nicht anerkennungsfähig, weshalb der Zugang zur Domain über die Sperrliste unterbunden werden kann.
Bei Rabona fällt die Grundlage besonders dünn aus: Ausser dem Bewilligungsstatus liefert sie nichts über den Anbieter — nichts zu Limiten, nichts zu Quotenrundung, nichts zu Auszahlungszeiten. Das ist ungewöhnlich für eine Plattform, die in einer Liste auftaucht, und es ist ein eigenes Argument.
Wer dort spielen möchte, geht mit einem Nachteil hinein, der bei den Schweizer Anbietern gar nicht entstehen kann: Es gibt keine Instanz, bei der eine Beschwerde über eine abgelehnte Auszahlung landen würde. Das ist die Rechnung dieses Anbieters, und sie ist vollständig in dieser Feststellung enthalten.
Rollbit: Krypto-nahe Plattform im Graubereich
Rollbit arbeitet ohne Schweizer Bewilligung. Da die angegebene Lizenz keine rechtliche Relevanz im Land hat, ist ein Schweizer Anschluss an das Sperrregister nicht gegeben und der Anbieter kann von der Sperrliste der Gespa betroffen sein.
Zu Rollbit liefert die Grundlage ausser dem Bewilligungsstatus nichts. Für einen Leser, der bei einem Schweizer Anbieter gewohnt ist, dass Auszahlungen auf ein Konto auf den eigenen Namen gehen, ist das der Punkt: Diese Voraussetzung ist in der Schweiz gesetzlich verankert und gilt ausschliesslich für die bewilligten Anbieter. Wer auf einer Plattform ohne Schweizer Bewilligung spielt, kann nicht davon ausgehen, dass sein Geld über einen Weg zurückkommt, der an seinen Namen gebunden ist.
Der Rechner macht auch hier keinen Unterschied. Er rechnet dieselbe Quote. Er zahlt nur nichts anderes aus, als die Bedingungen des Anbieters hergeben.
Was der Rechner wirklich leistet
Ein Quotenrechner rechnet die richtige Zahl für die falsche Frage. Er beantwortet, was ein Wettschein einbringt, wenn alle Voraussagen richtig sind. Er beantwortet nicht, wie wahrscheinlich das ist, was die Veranstalterin regelt, was der Markt an Marge einbehält und was am Ende ausbezahlt wird.
Wer ihn trotzdem klug nutzt, kombiniert ihn mit drei anderen Rechnungen. Der Quotenschlüssel — die Kehrwerte der Quoten zusammengezählt, davon der Kehrwert — sagt, was der Markt im Schnitt zurückfliessen lässt. Ein illustrativer Zwei-Weg-Markt mit 1.90 und 1.90 ergibt einen Quotenschlüssel von rund 95 % und eine Marge von rund 5 %; beim Drei-Weg-Markt liegt die Marge je nach Buchmacher spürbar anders, bei manchen unter, bei anderen über dieser Grössenordnung. Die Verlustlimite setzt die absolute Obergrenze für das, was der nächste Monat kosten darf. Und der Blick in die Spielregeln klärt, wie die Veranstalterin rundet — bei Sporttip zwei Nachkommastellen auf, dann 5 Rappen ab.
Diese vier Zahlen zusammen ergeben ein Bild. Der Rechner allein ist nur die erste davon.
Häufige Fragen zum Wettquote-Rechner
Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote?
Der mögliche Gewinn ist der Einsatz mal der Quote; der Reingewinn ist der Einsatz mal Quote minus eins. CHF 20 auf Quote 1.90 ergeben CHF 38 zurück und CHF 18 Gewinn. Bei den Schweizer Veranstalterinnen kommt die Rundung dazu: Bei Sporttip wird der Betrag auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.
Wie wird die Gesamtquote einer Kombiwette aus den Einzelquoten berechnet?
Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Drei Voraussagen mit 1.80, 2.10 und 1.65 ergeben 6’237, ein Einsatz von CHF 20 also rund CHF 124.70. Jede zusätzliche Voraussage hebt die Quote und senkt die Trefferwahrscheinlichkeit gleichzeitig — der Rechner zeigt nur die eine Bewegung.
Wie rundet Sporttip den Gewinnbetrag, und warum weicht er vom Rechner ab?
Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote beziehungsweise Gesamtquote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, danach auf 5 Rappen genau abgerundet. Ein Rechner, der auf den Rappen genau arbeitet, weicht deshalb regelmässig um ein paar Rappen ab. Über viele Wetten summiert sich die Differenz.
Wie berechnen sich die implizite Wahrscheinlichkeit und die Marge aus den Quoten eines Spiels?
Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Quote ist ihr Kehrwert. Zählt man die Kehrwerte aller Ausgänge eines Marktes zusammen, ergibt der Kehrwert dieser Summe den Quotenschlüssel. Die Marge ist 100 % minus diesem Wert. Ein Zwei-Weg-Markt mit 1.90 und 1.90 ergibt rund 95 % Quotenschlüssel und rund 5 % Marge.
Wie rechnet sich eine Systemwette im Rechner, und welche Angaben sind nötig?
Eine Systemwette setzt sich aus Teilwetten zusammen: Der Rechner bildet aus der gewählten Anzahl von Voraussagen alle Kombinationen der gewählten Breite und multipliziert jede mit dem Einsatz pro Teilwette. Nötig sind die Anzahl der Voraussagen, die Breite des Systems, der Einsatz pro Teilwette und die Einzelquoten. Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Systemwette bei CHF 10’000.
Welche Mindest- und Höchsteinsätze setzen Sporttip und Jouez Sport?
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000, für Systemwetten CHF 10’000. Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3 und für Multiples bei CHF 2; der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500.
Quoten – freiwettench.com
Inhalt erstellt vom Team «freiwettench.com»
