Online EuroLeague wetten in der Schweiz: zwei bewilligte Veranstalter und der Blick auf die Quote

Updated Oktober 2026
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Stand: 29. Oktober 2026 — geprüft gegen die Bewilligungs- und Veranstalterangaben der Gespa sowie gegen die veröffentlichten Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos und Loterie Romande.

Ein Basketball liegt auf dem hellen Parkett einer leeren Halle, im Hintergrund steigen die Tribünenreihen im Halbdunkel an.
Ab der Saison 2025/26 wurde die EuroLeague von 18 auf 20 Mannschaften erweitert; die Hauptrunde umfasst 38 Spiele im Hin- und Rückspiel.

Wer in der Schweiz online auf ein EuroLeague-Spiel setzen will, hat nicht die Wahl zwischen zwanzig Buchmachern, sondern zwischen genau zwei Häusern — und dazwischen einer Handvoll ausländischer Adressen, die niemandem hier Rechenschaft schuldet. Das ist die ganze Landschaft, und sie ist enger, als die Werbung vermuten lässt. Swisslos betreibt Sporttip, die Loterie Romande betreibt Jouez Sport; beide halten eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz, beide dürfen nur Wettbewerbe anbieten, die auf der Liste der Gespa stehen, und ein Konto bei ihnen bekommt nur, wer im jeweiligen Vertragsgebiet wohnt. Wer im Kanton Zürich sitzt, kann bei Jouez Sport nicht mitspielen. Wer in Genf sitzt, nicht bei Sporttip. Diese Aufteilung ist keine Marotte, sondern das Ergebnis einer interkantonalen Vereinbarung, die die Zahl der Veranstalter bewusst klein hält.

Die EuroLeague selbst ist dagegen gross geworden. Zur Saison 2025/26 hat sie sich von 18 auf 20 Mannschaften erweitert, die Hauptrunde läuft über 38 Spiele im Hin- und Rückspiel, und der Titel ging an Olympiacos Piräus — als erster Hauptrunden-Erster der Geschichte, mit Evan Fournier als wertvollstem Spieler des Final Four. Ein Wettbewerb mit 38 Runden produziert reichlich Anlass zum Setzen: ein Spieltag alle zwei, drei Tage, dazu Live-Märkte während der Partien. Was daraus für den Geldbeutel folgt, ist die eigentliche Frage dieser Seite. Ein Veranstalter verdient an jeder Quote mit, ob das Spiel ausgeht wie erwartet oder nicht. Die Marge steckt im Preis, und wer sie einmal ausgerechnet hat, liest Wettprogramme anders.

Die folgende Übersicht klärt den Rahmen: Was die Liga ausmacht und was das Setzen auf Spiele bedeutet, wo die Grenze des Erlaubten in der Schweiz verläuft und welche Schutzmechanismen das Gesetz einfordert. Zudem zeigt sie, wie sich die zehn Anbieter, auf die Schweizer Spielende stossen, unterscheiden. Dabei trennt eine Linie die beiden bewilligten Veranstalter von acht ausländischen Adressen ohne Schweizer Bewilligung — ein Unterschied, der für die Sicherheit und den Rechtsweg entscheidender ist als jedes Detail in den Wettprogrammen.

Was die EuroLeague ist und was Wetten auf sie bedeuten

Die EuroLeague wurde im Jahr 2000 von grossen Klubs wie Real Madrid, dem FC Barcelona und Olympiakos Piräus unter dem Dach der ULEB gegründet; die erste Saison 2000/01 wurde mit 24 Teams gespielt. Heute ist der Wettbewerb ein Gemeinschaftsunternehmen von Euroleague Basketball und der International Management Group, die zur Endeavor Group gehört. Das erklärt, warum sich Format und Teilnehmerfeld in den vergangenen Jahren bewegt haben: die Liga ist kein gewachsener Verband, sondern ein Produkt, und Produkte werden umgebaut.

Eine Armbanduhr und ein Wasserglas stehen auf einem Nachttisch im ersten Morgenlicht, daneben ein zugeklapptes Buch.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

20 Mannschaften, 38 Runden, ein Final Four

Ab der Saison 2025/26 wurde die EuroLeague von 18 auf 20 Mannschaften erweitert; die Hauptrunde umfasst 38 Spiele im Hin- und Rückspiel. In der EuroLeague 2025/26 qualifizieren sich die ersten sechs Teams direkt für die Playoffs; die Plätze 7 bis 10 spielen in Play-ins um die letzten beiden Plätze, danach folgen Playoff-Serien im Modus «Best of five». Das Final Four der EuroLeague 2025/26 wurde im Telekom Center Athens in Athen ausgetragen; die Saison lief vom 30. September 2025 bis zum 24. Mai 2026.

Diese Zahlen sind nicht Dekoration. 38 Hauptrundenspiele pro Team bedeuten, dass die Formkurve eines Klubs über Wochen kippen kann — und dass die Quote eines Spiels, das man in Runde 20 sieht, wenig mit der Quote desselben Spiels in Runde 3 zu tun hat. Wer mitten in der Saison einsteigt, sieht eine Lage, die sich seit dem Herbst verändert hat. Der Kampf um die Plätze 7 bis 10 ist dabei der wettfreundlichste Teil des Kalenders: hier spielen Mannschaften, die noch etwas zu verlieren haben, gegen Mannschaften, deren Saison gelaufen ist. Solche Konstellationen sind der Grund, weshalb Basketballmärkte in der entscheidenden Saisonphase mehr Bewegung zeigen als im Oktober.

Was die Liga selbst erzählt — und was es für den Wettschein heisst

Der millionste Punkt der EuroLeague-Geschichte fiel am 18. Dezember 2025 durch Théo Maledon von Real Madrid beim 95:90 gegen Paris Basketball; den ersten Punkt hatte Dino Rađa für Olympiakos am 16. Oktober 2000 erzielt. Ein Vierteljahrhundert zwischen zwei Körben. Wenn eine Liga so viel Historie hat, wächst der Appetit auf Langzeit- und Saisonmärkte — und genau dort wird es für den Spielenden unübersichtlich, weil sich eine Saisonprognose nicht mit derselben Sorgfalt prüfen lässt wie ein Spielabend.

Ein Ausgangspunkt, der oft übersehen wird: im Schweizer Bewilligungssystem hängt die Frage, welcher Markt zulässig ist, an einer Liste und nicht an der Fantasie des Veranstalters. Dazu kommt später mehr. Wichtig ist zunächst die Grösse des Angebots: 20 Teams, zwei Spiele pro Paarung, Play-ins und Playoffs sorgen für eine Frequenz, die deutlich über dem liegt, was Tennis oder Football in derselben Zeit abwerfen. Mehr Anlässe bedeuten mehr Möglichkeiten, aber auch mehr Gelegenheiten, im Wochenrhythmus zu setzen, wo ein Feierabend genügt hätte.

Was die Quote wirklich verrät — und was die Marge aus ihr herausschneidet

Zwei Zahlen genügen, um sich die Mechanik klarzumachen: die Quote und die Rückzahlungsquote des Marktes. Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote (bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten) und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. So steht es in den Spielregeln, und es lohnt, sich das zweimal durchzulesen, weil es die Erwartung an jeden Wettschein korrigiert: aus CHF 10 auf Quote 2.10 werden keine CHF 21.00, sondern ein gerundeter Betrag knapp darunter.

Ein Rechenbeispiel mit einem Markt zu 1.90 / 1.90

Nehmen wir einen Markt, der nur zwei Ausgänge kennt und beiden dieselbe Quote gibt — 1.90 auf die eine, 1.90 auf die andere Seite. Das ist kein abgeschriebener Preis, sondern eine Hilfskonstruktion, um die Marge sichtbar zu machen. Rechnet man 1 durch jede dieser Quoten und addiert die beiden Kehrwerte, kommt man auf etwa 1,053. Der Kehrwert davon liegt bei rund 0,95: der Markt zahlt also ungefähr 95 % aller Einsätze an die Gewinner zurück, und die restlichen, grob 5 % sind der Anteil, den der Veranstalter in jedem Fall behält. Das ist der Quotenschlüssel als Zahl — die Marge ist seine Kehrseite, 100 % minus Rückzahlungsquote.

Die genaue Bandbreite hängt am gerundeten Preis. Bei identischen Quoten von 1.90 landet der Schlüssel rechnerisch bei 95,1 %, in der Praxis also um 95 %; legt der Veranstalter 1.91/1.90 an, rutscht er um ein paar Zehntel darüber, bei 1.89/1.89 darunter. Die Zahl, die hier zählt, ist keine auf zwei Stellen genau, sondern die Grössenordnung: um die 95 % Rückzahlung, also ungefähr 5 % Abschlag. Und sie gilt für diesen einen Markt zu diesen beiden Quoten — nicht für jeden Basketballmarkt, nicht für Kombiwetten, nicht für einen Anbieter im Vergleich.

Warum die Kombiwette den Abschlag mehrfach einzieht

Wer zwei Einzelwetten hintereinander spielt, zahlt die Marge zweimal, und jede einzelne muss gewinnen. In der Kombinationswette steckt derselbe Abschlag, und die Quoten werden zum Produkt: eine Viererkombi mit vier Voraussagen zu je 2.00 ergibt eine Gesamtquote von 16. Der verführerische vierstellige Betrag liegt dann auf dem Tisch — und er ist genau der falsche Massstab, weil die Marge jedes einzelnen Beins bereits in jedem der vier Faktoren steckt. Der Veranstalter behält an jedem Bein seinen Anteil, und der Kombinierende hat alle vier Risiken übernommen, statt eines zu wählen.

Hier zeigt sich auch, wozu der Kombiboost bei Sporttip gut ist. Er gilt nur online, bei Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Anschaulich: vier Voraussagen mit Quote 2.00 ergeben ohne Bonus einen Gewinn von CHF 150 aus CHF 10 — und mit 5 % Bonus CHF 157,50. Die Angebotsseite bleibt also so offen wie die Mindestquote. Wer eine Fussnote sucht: die Mindestquote von 1.50 ist sie.

Die Rechtslage in der Schweiz: zwei Veranstalter, eine Liste, keine Ausnahmen

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e) und werden von der Gespa beaufsichtigt — der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat, das seit dem 1. Januar 2021 in Kraft ist. Nicht die ESBK, die nur die Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung verlangt eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS) und «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Eine ausländische Bewilligung — ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder sonst woher — entfaltet hier keine Wirkung. Das ist der Kern, um den sich alles andere dreht.

Ein breiter Fluss fliesst unter einer Steinbrücke im Nebel, am Ufer stehen Platanen mit nassen Blättern.
Ab der Saison 2025/26 wurde die EuroLeague von 18 auf 20 Mannschaften erweitert.

Bewilligung heisst nicht Konzession für alles

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos (SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft) hat ihren Sitz in Basel, veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Nettoerlöse fliessen gemeinnützigen Zwecken in den Kantonen zu (Art. 125 BGS). Das erklärt, warum hier nicht mehr Anbieter zugelassen sind: die Zahl ist politisch gewollt, nicht technisch bedingt.

Wichtiger für den Alltag ist die geografische Aufteilung. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus (Art. 47 Abs. 3 VGS) und faktisch im Gebiet des jeweiligen Veranstalters. Die Westschweizer Veranstalterin nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Zwei Häuser, zwei Landesteile, eine klare Grenze dazwischen.

Wo die Bewilligung eine Liste statt eines Blatts Papier ist

Was gesetzt werden darf, ist nicht dem Veranstalter überlassen. Der zulässige Markt ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS) — Qualifikationsrunden nur, wo sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wo sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet, nie Wetten auf Trainingsläufe; die Liste zeigt keine Corner- oder Kartenmärkte und keinen Esport-Abschnitt. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS). Wetten sind nur auf Sportereignisse möglich — auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen nicht. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit der Veranstalter über eine entsprechende Entscheidung verfügt; das Gesetz beschränkt sie nicht auf bestimmte Live-Märkte.

Das ist die Stelle, an der sich die Schweizer Lage am deutlichsten von einem ausländischen Angebot unterscheidet. Wer bei einem ausländischen Anbieter ein Wetterwetten- oder Esport-Angebot sieht, sieht keinen Zugewinn an Freiheit, sondern den Wegfall der Liste — und mit ihr den Wegfall der Kontrolle darüber, worauf überhaupt gewettet wird. Cash-Out dagegen ist nicht reguliert und bleibt reine Veranstaltersache: bei Sporttip gibt es ihn für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.

Der ausländische Weg: beschrieben, nicht empfohlen

Acht der zehn Adressen in dieser Übersicht haben keine Schweizer Bewilligung. Wer dort spielt, organisiert ein Geschäft mit einer Firma, die in der Schweiz nichts darf: die Bewilligung ist «nicht feststellbar», und daraus folgt für den Spielenden mehr als ein Formfehler. Keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Rechtsweg. Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar — bis zu drei Jahren oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Die Spielenden werden nicht bestraft (BJ), aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, wenn das Verfahren gegen den Anbieter läuft.

Dazu kommt die Sperrliste. Die Gespa veröffentlicht eine Liste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS; erste Liste vom 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025). Blockierte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt — ein Domain-Hopping, das die Gespa selbst benennt. Ein Zahlungsverbot gibt es in der Schweiz dagegen nicht: keine Stelle blockiert Einzahlungen an unzulässige Wettseiten. Und ohne Mehrwertsteuer-, ohne Register- und ohne Zulassungsgebühr kann ein Betreiber mehr Geld in sein Marketing stecken — das Finanzamt zahlt der Spielende trotzdem, nur später und ohne Werbeversprechen. Der einzige Ort, an dem sich diese Frage klärt, ist das eigene Konto: wer dort einzahlt, sollte wissen, dass Schweizer Spielerschutzregeln ausserhalb der Schweiz nicht greifen.

Steuern: Freibeträge je nach Kanton

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen (die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich) sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert; der Bundesfreibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Die kantonale Schwelle weicht davon ab — «je nach Kanton». Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration in der Steuererklärung zurückgeholt wird. Für einen typischen Wetter liegt der Gewinn weit unter dieser Schwelle: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn.

Bei ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an — dafür ist die kantonale Praxis eine andere. Die Steuerpraxis des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer diesen Weg wählt, sollte das einkalkulieren, am besten mit einem Steuerberater oder der kantonalen Steuerverwaltung, und sich keine Illusion machen, dass Boni aus dem Ausland netto mehr wert sind als Schweizer Gewinne. Bei einer Schweizer Sportwette auf einen Steuerfreibetrag zu hoffen, ist keine Strategie — man wetten kann man nur auf das Ergebnis, nicht auf das Finanzamt.

Der passende Vorbehalt für alles in diesem Abschnitt: Das ist allgemeine Information, keine Steuerberatung. Für den eigenen Fall ist die kantonale Steuerverwaltung die zuständige Stelle.

Was der eigene Kontostand vor der ersten Wette verlangt

Vor der ersten Teilnahme bei Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen — mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Das ist keine Empfehlung, sondern eine Bedingung: ohne gesetzte Limiten gibt es keinen Wettschein. Wer sich die Limiten nicht überlegt, bekommt sie nicht einfach nicht — er kommt nicht an den Wettschein.

Die Limiten setzt der Spielende selbst, nicht der Staat. Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen (Art. 87 VGS); eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung nach Gesetz nach 24 Stunden, während Swisslos und Loterie Romande in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden anwenden. Einen gesetzlich festgelegten Einzahlungsdeckel gibt es in der Schweiz nicht. Wer eine Einzahlungslimite will, muss sie also selbst einrichten — ein System, das den disziplinierten Spielenden belohnt und den impulsiven allein lässt.

Die Sperre, die man selbst auslöst — und die Folgen davon

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Der Hintergrund ist gross: Spielsperren nach Art. 80–82 BGS umfassen die Ausschliessung überschuldeter oder suchtgefährdeter Personen und die Selbstsperre, erfasst in einem gemeinsamen Register; eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Beteiligung einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Ein selbst gewählter Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Ausgeschlossene oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS). Wer sich sperren lässt, verliert also nicht nur den Zugang, sondern auch das Geld, das noch auf dem Konto liegt.

Es gibt bei Swisslos keine Kleinigkeit, die man nur schnell erledigen muss: das Prozedere ist ein Vorhaben für Tage. Die Registrierung eines Online-Kontos verlangt mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Wessen Ausweis nicht zur Adresse passt, kommt nicht durch.

Wer mitspielen darf — und wer nicht

Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Das ist die schmale Formulierung eines grossen Prinzips: wer das Ergebnis beeinflussen kann, setzt nicht darauf. Eine Ausnahme gibt es nicht — der Spieler auf dem Feld, der auf sein eigenes Spiel setzt, ist genau der Fall, den die Regel meint.

Die Gespa hat mit Testkäufen auch die Verkaufsstellen geprüft: bei Verkaufspunkten wurde in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Man soll das nicht als Beleg dafür lesen, dass Sporttip die Kontrolle ernst nimmt — das Gegenbeispiel. Der Befund zeigt, wie viel in der Praxis an der Person am Schalter hängt und wie wenig an der blossen Existenz einer Regel. Der Grundsatz bleibt trotzdem klar: Wetten sind nichts für Minderjährige, und der Schutzweg in der Schweiz führt über Registrierung, Sperrregister und Limiten — nicht über Durchschnitt. Wer heute 18 wird, klickt sich durch denselben Prozess wie alle anderen.

Die zehn Anbieter der Übersicht nach klaren Kriterien

Der Vergleich prüft jeden Anbieter an denselben Punkten: an der Veranstalterstellung und ihrer Bewilligung, an der Reichweite des Kontos, an den Preis- und Einsatzbedingungen und am Ausgang eines Auszahlungsfalls. Die Bewertung bleibt an jedem Platz dieselbe; die Ausgangslage ist es nicht, weil zwei Anbieter in der Schweiz veranstalten dürfen und acht nicht. Das ist die wichtigste Zeile der ganzen Tabelle und die einzige, die man nicht übersehen sollte.

Die Liste beginnt mit den beiden bewilligten und führt danach die acht ausländischen Adressen. Die Reihenfolge ist keine Rangfolge im Sinne einer Empfehlung — sie trennt zwei Rechtsräume, und innerhalb der zweiten Gruppe ist die Bewilligungslage bei allen gleich: keine. Ein Leser, der nur die letzte Spalte liest, versteht den Vergleich bereits.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung Einsatz- und Kontogrenzen
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Grossspiel; Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel CHF 1 Mindesteinsatz; CHF 1’000 je Einzel- oder Kombiwette, CHF 10’000 je Systemwette; Limiten jederzeit änderbar
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Grossspiel; Aufsicht Gespa Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne —
PowBet Ohne Schweizer Bewilligung Nicht feststellbar; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) —
Cloudbet Ohne Schweizer Bewilligung Nicht feststellbar; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) —
MrXbet Ohne Schweizer Bewilligung Nicht feststellbar; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) —
Rabona Ohne Schweizer Bewilligung Nicht feststellbar; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) —
Betovo Ohne Schweizer Bewilligung Nicht feststellbar; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) —
DirectionBet Ohne Schweizer Bewilligung Nicht feststellbar; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) —
1Bet Ohne Schweizer Bewilligung Nicht feststellbar; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) —
N1 Bet Ohne Schweizer Bewilligung Nicht feststellbar; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) —

Bei den ausländischen Anbietern steht in der letzten Spalte ein Strich, und das ist keine Recherchelücke, sondern die Aussage selbst: über Einsätze, Auszahlungen und Kontoregeln eines Anbieters ohne Schweizer Spielbetriebsbewilligung ist nichts feststellbar. Wer dort spielt, handelt unter dessen Hausrecht, nicht nach einem schweizerischen Reglement. Die Bandbreite der ersten Zeile dagegen ist der Preis der Bewilligung — der regulierte Weg ist nicht der grosszügige.

Wie die zehn Anbieter im Einzelnen abschneiden

Swisslos Sporttip: der Veranstalter mit Bewilligung, Reichweite und Preisflexibilität

Swisslos veranstaltet Sporttip auf der Grundlage einer Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS und ist einer der zwei Veranstalter, die die interkantonale Regelung zulässt. Der Sitz der Genossenschaft liegt in Basel, das Produkt heisst Sporttip, die Aufsicht führt die Gespa. Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet möglich — in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein.

Die Mechanik im Programm von Sporttip hält echte Nischen für den, der sie liest. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Die Bandbreite zwischen CHF 1 und CHF 10’000 ist gross — aber sie gilt nicht in Kombinationen, und wer eine Serie von zwanzig Systemwetten plant, merkt den Deckel schnell. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Kleinigkeiten mit Folgen: Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn (oder im Rahmen eines Turniers) nachgeholt, ist die Wette ungültig — Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid) kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Das ist die Regel, die über Sieg und Niederlage auf dem Wettschein entscheidet — und in einer Liga mit Playoff-Serien im Modus «Best of five» wird sie schnell zum Unterschied zwischen einem Treffer und einer zurückerstatteten Wette.

Dazu die Zusatzfunktionen: Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost gilt nur online, verlangt vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 Quote und staffelt den Bonus auf den Nettogewinn mit 5 %, 20 %, 40 % oder 100 %.

Das Gesamtbild: hier greifen alle Schweizer Schutzmechanismen, und das Konto ist der Eintritt in eine geschlossene Welt mit klaren Regeln — nur im Vertragsgebiet, nur mit gesetzten Verlustlimiten, nur mit den erlaubten Märkten. Wer Sporttip wählt, wählt nicht die günstigsten Bedingungen, sondern die, an die er sich im Streitfall halten kann. Wer sein Konto vor allem für die EuroLeague öffnet — 38 Runden, ein Spieltag alle zwei, drei Tage —, zahlt die Marge auf jedem dieser Abende und bekommt dafür die Adresse, an die er sich wenden kann. Für Fans der EuroLeague bedeutet Sporttip den direkten Zugang zu einem Programm, das mit 38 Runden eine hohe Schlagzahl vorgibt. Wer die Abendstunden für Live-Märkte nutzt, findet hier das gesamte Angebot, das durch die Schweizer Aufsicht und die Rückseite des Sperrregisters abgesichert ist.

Loterie Romande Jouez Sport: derselbe Rahmen, anderes Gebiet

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura — ebenfalls auf einer Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS und unter der Aufsicht der Gespa. Die Zahlen des Hauses sind gross: 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz, 221 Mitarbeitende, Sitz an der Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne. Ein Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz im Gebiet der sechs Kantone möglich.

Die Schwellen unterscheiden sich in der Grösse, nicht in der Art: die Verlustlimiten und die Sperrregeln folgen demselben Regime wie bei Swisslos, und die Westschweizer Veranstalterin wendet, wie Swisslos, die 72-Stunden-Frist für eine Erhöhung an. Die eingangs geschilderte Limitenlogik — selbst gesetzte Obergrenzen, sofortige Senkung, verzögerte Erhöhung — gilt hier ohne Abstriche. Wer den Riegel vorschiebt, merkt es erst 72 Stunden später; wer ihn anzieht, sofort.

Für den Vergleich heisst das: wer in Genf oder Lausanne wohnt, hat eine zweite bewilligte Wahl, wer in Zürich oder St. Gallen wohnt, nicht. Die Bewertung unterscheidet sich insofern, als die Westschweiz bei der Akzeptanz der Verkaufsstellenzahl dominiert — 2’350 Punkte in sechs Kantonen bedeuten eine Dichte, die den Gang zum Schalter kurz hält. Für einen Wettenden im Kanton Waadt heisst das: die Strecke zum nächsten Verkaufspunkt tendiert gegen null, was die Hürde zwischen einer Idee und einem Schein klein hält. Für Westschweizer bietet Jouez Sport ein vertrautes Netz, das in jedem Kanton präsent ist. Für alle anderen bleibt es ein bewilligter Partner, der auf das eigene Vertragsgebiet beschränkt ist und die geografische Trennung der Schweizer Geldspielarchitektur klar verdeutlicht.

PowBet: keine Schweizer Bewilligung, Marge als einziger Anker

PowBet hat keine Schweizer Bewilligung; in der Schweiz dürfen nur Swisslos und Loterie Romande Sportwetten veranstalten. Die gemeldete Bewilligung ist nicht feststellbar, und eine solche hätte hier keine Wirkung (Art. 4 BGS). Keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, kein Schutz durch die Gespa — die Domains können auf der Sperrliste der Gespa landen und per DNS blockiert werden.

Was bleibt, ist das Angebot selbst, und dort ist der Massstab die Marge. Bei einer Zwei-Weg-Quote von 1.90/1.90 liegt die Rückzahlungsquote bei rund 95 %; je breiter ein Anbieter gerade bei kleineren Ligen aufschlägt, desto weniger davon kommt beim Setzenden an. Wer die Marge eines Anbieters auf einen bestimmten Markt wissen will, addiert die Kehrwerte der Quoten aller Ausgänge dieses einen Marktes und zieht das Ergebnis von 1 ab. Das ist in zwei Minuten gemacht und sagt mehr über die Preisgestaltung als jede Werbebotschaft.

Für Schweizer Spielende ist PowBet deshalb vor allem eine Adresse, an der man EuroLeague-Basketball zu anderen Zeiten und in anderer Aufmachung findet. Was fehlt, ist die Rückseite: das Sperrregister, das bei Swisslos greift, verläuft hier ins Leere. Ohne einen Schweizer Anker bleibt das Angebot ein Blick auf ausländische Quoten, denen jedoch das Rückgrat einer staatlichen Regulierung im eigenen Land fehlt.

Cloudbet: keine Schweizer Bewilligung, kein Rechtsweg

Auch Cloudbet tritt ohne Schweizer Bewilligung an. Eine Bewilligung aus einem anderen Land entfaltet hier keine Wirkung (Art. 4 BGS); eine solche ist für Cloudbet nicht feststellbar. Das Haus ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, untersteht keiner Schweizer Aufsicht, und es gibt keinen Schweizer Rechtsweg. Die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und von den Telekom-Anbietern per DNS blockiert werden.

Damit ist die Bewertung an jedem der Kriterien dieses Vergleichs negativ, und das ist keine Frage des Geschmacks. Wer sein Konto dennoch dort führen will, sollte zumindest wissen, was fehlt: ein Ansprechpartner in der Schweiz, ein Streitweg, eine Sperre. Die Verkaufsstellendichte, die bei Swisslos den Gang zum Schalter in Minuten misst, hat hier kein Gegenstück. Was bleibt, ist eine Entscheidung für ein Geschäft ohne Schweizer Rahmen.

MrXbet: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Kontakt

MrXbet zählt zu den acht ausländischen Adressen ohne Schweizer Bewilligung. Wie bei allen Anbietern dieser Gruppe ist die gemeldete Lizenzierung hier ohne Kraft, da sie im Schweizer Rechtssystem nicht existiert.

Für den Vergleich ist damit an jedem Kriterium eine Null gesetzt — nicht weil über Märkte und Quoten nichts zu sagen wäre, sondern weil keines davon etwas an der Zuständigkeit ändert. Ein Schweizer Spielender, der ein EuroLeague-Spiel live verfolgt und im selben Moment setzt, findet bei Swisslos die Live-Märkte, auf die er sich am Ende berufen kann. Bei MrXbet fehlt dieser letzte Schritt: die Einsätze laufen, der Weg zur Schlichtung nicht.

Rabona: keine Schweizer Bewilligung, Marge bleibt Marge

Rabona gehört ebenfalls zu dieser Gruppe ohne Schweizer Zulassung. Auch hier gilt: Die gemeldete Bewilligung entfaltet keine Wirkung und schützt nicht vor einer Sperrung durch die Gespa.

Ohne Schweizer Bewilligung trägt der Spielende die Erwartung des Hauses allein — und die Erwartung ist, dass die Marge an jedem Schein hängen bleibt. Bei einem Markt zu 1.90/1.90 sind es rund 5 %, bei einer Viererkombi mit vier Beinen entsprechend mehr, weil der Abschlag jedes Beins mitgezogen wird. Wer dort trotzdem spielt, sollte sich den Quotenschlüssel selbst ausrechnen und nicht dem Gefühl folgen, das ein höherer Zahlenwert auf dem Schirm auslöst. Im Vergleich schlägt jede einzelne Preisentscheidung des Hauses ohne Schweizer Rückhalt anders durch.

Betovo: keine Schweizer Bewilligung, Registrierung ohne Schweizer Prüfung

Betovo führt keine Schweizer Bewilligung; nur Swisslos und Loterie Romande dürfen hier Sportwetten veranstalten. Die gemeldete Bewilligung ist nicht feststellbar, sie hätte in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS); es besteht keine Verbindung zum Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht und kein Schweizer Rechtsweg. Die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt und blockiert werden.

Der Vergleichspunkt, an dem dieser Anbieter auffällt, liegt in der Eröffnung eines Kontos: keine Schweizer Identitätsprüfung, kein Abgleich mit dem Sperrregister, keine Wohnsitzkontrolle über die Schweizer Datenbanken. Im Haus selbst ist die Registrierung damit schneller — und im Fall einer Selbstsperre schützt sie nicht, weil das Schweizer Register hier keine Geltung hat. Diese Schnelligkeit ist der Vorteil, den man teuer bezahlt, denn schneller heisst hier: ohne Netz. Aus Sicht des Vergleichs ist das Haus für einen Spielenden ohne Schweizer Wohnsitz die pragmatische Variante — für alle anderen eine Entscheidung, die sie irgendwann erklären müssen.

DirectionBet: keine Schweizer Bewilligung, kein Weg von der Sperre zurück

DirectionBet wird in der gleichen Kategorie der nicht bewilligten Anbieter geführt. Eine behördliche Aufsicht oder ein Anschluss an das Sperrsystem existieren nicht.

Interessant ist der Aspekt, den das Schweizer System anders regelt — die Selbstsperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren, und eine unbefristete Sperre trägt sich in ein schweizweites Register ein, das auch Casinos und das Fürstentum Liechtenstein erfasst. Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung existiert dieser Automatismus nicht: was dort gesperrt wird, sperrt nur dort, und was dort weiterläuft, meldet sich bei keinem Register. Wer aus einer Selbstsperre heraus in eines der acht ausländischen Häuser wechselt, umgeht den Schutz, den er selbst gesucht hat. Genau deshalb bleibt die Schweizer Aufsicht ein Kriterium des Vergleichs und nicht eine Formalie.

1Bet: keine Schweizer Bewilligung, EuroLeague ohne Rückhalt

1Bet tritt ohne Schweizer Bewilligung an. Die gemeldete Bewilligung ist nicht feststellbar und entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Kein Schweizer Sperrregister, keine Aufsicht, kein Rechtsweg; die Domains können auf der Sperrliste erscheinen.

Was bleibt, ist ein EuroLeague-Angebot, das zu einer anderen Zeit und in einer anderen Aufmachung kommt als das der bewilligten Häuser. Wettende, die spät am Abend noch einen Live-Markt suchen, finden dort womöglich mehr Bewegung als bei Swisslos — der Preis ist der Verzicht auf all das, was die Aufsicht und das Sperrregister leisten. Über Einsätze, Auszahlungen und Kontoregeln eines Hauses ohne Schweizer Bewilligung ist nichts feststellbar, und das ist der Punkt selbst. Für den Vergleich steht die eine Frage im Vordergrund: ob der Verzicht ein Bedürfnis deckt, das die bewilligten Häuser offen lassen.

N1 Bet: keine Schweizer Bewilligung, der Vergleich als reine Preisprüfung

N1 Bet vervollständigt die Reihe dieser acht Adressen. Die behördliche Einordnung ist dieselbe: keine Schweizer Basis, keine Aufsicht und die ständige Möglichkeit einer DNS-Sperre.

Damit bleibt als Prüfmassstab das Angebot selbst. Bei einem Zweitwegemarkt zu 1.90/1.90 liegt die Auszahlung bei rund 95 %; wer diesen Wert für einen konkreten Markt bei einem konkreten Anbieter wissen will, bildet den Kehrwert jeder Quote, addiert sie und rechnet 1 minus die Summe. Diese Zahl lässt sich ohne jede Hilfe berechnen und ist der ehrlichste Vergleich zwischen zwei Häusern. Was bei einem Haus ohne Schweizer Bewilligung fehlt, ist ohnehin nicht die Quote, sondern das, was daneben steht: der Schutz. Wer dort spielt, hat es selbst in der Hand — beim Prüfen der Bedingungen, beim Setzen der eigenen Grenzen und bei der Frage, ob es diesen Weg braucht.

Die Begriffe, die in einem Wettprogramm auftauchen

Die Wettschein-Sprache ist ihre eigene Sprache. Ein Einzelwette setzt auf einen Ausgang; eine Kombiwette verbindet mehrere Voraussagen zu einem Schein, und die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten; eine Systemwette kombiniert mehrere Voraussagen in mehreren Unterstufen; eine Livewette läuft, während das Spiel läuft. Bei Swisslos umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit, während Verlängerung und Penaltyschiessen nur zählen, wenn das Wettprogramm sie ausweist oder sie Gegenstand der Wette sind.

Bei Sporttip stehen Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten zur Verfügung, die Live-Märkte eingeschlossen; Cash-Out ist bei Swisslos ein vollständiges Angebot ohne Teilauszahlung, und ein ausgeführter Cash-Out ist endgültig. Der Kombiboost und die Boosts für Einzelwetten sind Zusatzfunktionen, die den Nettogewinn erhöhen, aber an Bedingungen und Höchstgrenzen gebunden sind. Wer die Einzelheiten wissen will, liest die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos — sie liegen dort, wo auch die Mindestquote von 1.50 für den Kombiboost steht.

Fazit

Die Schweiz hat für Online-Sportwetten eine klare Architektur: zwei Veranstalter mit Bewilligung, eine geschlossene Liste erlaubter Wettbewerbe und Märkte, ein Vertragsgebiet pro Haus und ein Schutzkonzept aus selbst gesetzten Verlustlimiten, Sperrregister und Auszahlung auf das eigene Zahlungskonto. Das ist wenig Auswahl und viel Rahmen — und dieser Rahmen ist der eigentliche Vergleichspreis.

Wer in der Deutschschweiz oder im Tessin wohnt und die EuroLeague verfolgt, findet bei Swisslos Sporttip den bequemsten Einstieg: Konto im Vertragsgebiet, 38 Hauptrundenspiele pro Team, Live-Märkte und die Gewissheit, dass im Streitfall eine Schweizer Adresse zuständig ist. Wer in der Westschweiz wohnt, hat in Jouez Sport dasselbe Sicherheitsniveau mit einer Verkaufsstellendichte von 2’350 Punkten in sechs Kantonen. Wer in der Schweiz mit einem ausländischen Anbieter liebäugelt, sollte den Preis kennen, den er zahlt: keine Aufsicht durch die Gespa, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, eine Domain, die auf die Sperrliste geraten kann, und ausserhalb der Schweiz Steuerfolgen, die je nach Kanton bis zur vollen Besteuerung reichen.

Die Quote aber ist an jedem Ort dieselbe Rechnung. Wer die Kehrwerte der Quoten eines Marktes addiert, die Summe von 1 abzieht und das Ergebnis als Prozentsatz liest, kennt den Abschlag, den jedes Haus auf diesen Markt legt. Das sind bei 1.90/1.90 ungefähr 5 %, und diese Zahl ist der Massstab, an dem jede Werbebotschaft scheitert.

Häufige Fragen

Dürfen Schweizer Veranstalter Wetten auf die EuroLeague anbieten?

Nur wenn der Wettbewerb auf der Liste der Gespa steht. Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, und die Beaufsichtigung prüft den zulässigen Rahmen (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS): erlaubte Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Qualifikationsrunden, Frauenwettbewerbe und Ranglistenwetten nur, wo die Liste sie aufführt. Corner- und Kartenmärkte fehlen dort, ebenso ein Esport-Abschnitt.

Wer darf in der Schweiz überhaupt Sportwetten veranstalten?

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide halten eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel nach dem BGS unter der Aufsicht der Gespa. Diese Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Ausländische Bewilligungen entfalten hier keine Wirkung.

Wie viele Teams und Spiele umfasst die EuroLeague-Hauptrunde?

Ab der Saison 2025/26 spielen 20 Mannschaften die Hauptrunde, die 38 Spiele im Hin- und Rückspiel umfasst. Zwei Spiele pro Paarung bedeuten über die Saison hinweg reichlich Anlass, und der Kalender läuft vom 30. September bis Mitte Mai. Der Ausgang eines Spiels im Februar sagt über die Form eines Klubs im Oktober nichts aus.

Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette, und was ist die Marge?

Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten; Swisslos rundet zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf 5 Rappen ab. Bei 1.90/1.90 liegt die Rückzahlungsquote des Marktes bei rund 95 %; die Marge ist der Rest und steckt in jedem einzelnen Preis.

Welche Verlustlimiten muss ich vor der ersten Wette setzen?

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen — Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Einen gesetzlich festgelegten Einzahlungsdeckel gibt es in der Schweiz nicht.

Wie werden Gewinne steuerlich behandelt?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei; der Bundesfreibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, der kantonale weicht ab — «je nach Kanton». Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein. Für Gewinne ausländischer Anbieter gilt eine andere Praxis, für den Kanton Thurgau vollständig steuerbar.

Wie hoch ist der Mindesteinsatz bei einer Wette auf ein EuroLeague-Spiel?

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1; der Höchsteinsatz liegt bei CHF 1’000 je Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 je Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Ein höherer Gewinn verlangt also eine höhere Quote, nicht einen höheren Einsatz.

Was passiert, wenn ein EuroLeague-Spiel abgesagt wird?

Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt, wird die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die betroffene Voraussage die Quote 1.00. Der Einsatz ist dann nicht verloren, aber die Kombination verliert regelmässig einen erheblichen Teil ihres Gesamtgewinns.

Inhalt erstellt vom Team «freiwettench.com»