Asiatische Wetten erklärt – wo die Linie sitzt und wann Geld zurückkommt
Asiatische Wetten haben eine Eigenschaft, die sie von jeder klassischen Wette unterscheidet: Es gibt Ergebnisse, bei denen der Einsatz ganz oder halb zurückkommt. Das ist kein Kulanzzug und kein Trostpreis, sondern der eingebaute Mechanismus einer Linie, die schief liegen darf. Wer das einmal begriffen hat, liest jeden Wettschein anders.

Stand: 29. Oktober 2026. Bewilligungen und Veranstalterangaben abgeglichen mit der Interkantonalen Geldspielaufsicht Gespa und der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).
Die Vorgehensweise bei asiatischen Wetten: addieren, vergleichen, abrechnen
Der ganze Mechanismus passt in drei Schritte, und keiner davon braucht ein Formelheft. Ein Wert wird auf den Endstand addiert. Das Ergebnis wird gegen die Linie gestellt. Aus diesem Vergleich folgt, ob der Einsatz gewinnt, halb gewinnt, zurückkommt, halb verliert oder ganz verloren geht.
Bei einem Handicap ist der addierte Wert eine Torzahl mit Vorzeichen. Liegt der Favorit bei minus 1.5 und gewinnt 3:1, dann lautet die Rechnung 3 minus 1.5 gleich 1.5 gegen 1 – die Linie ist gedeckt. Gewinnt derselbe Favorit nur 2:1, steht es 0.5 gegen 1, und die Wette ist verloren, obwohl das Spiel gewonnen wurde. Das ist der Moment, in dem ein Einsteiger zum ersten Mal begreift, dass er nicht auf eine Mannschaft gewettet hat, sondern auf einen Abstand.
Bei einer Torwette dagegen wird addiert, nicht abgezogen. Eine Linie von über 2.5 verlangt drei Tore oder mehr. Eine Linie von über 2.0 verlangt zwei Tore für die halbe Auszahlung und drei Tore für die ganze; bei genau zwei Toren kommt der halbe Einsatz zurück. Die Linie und die Torzahl reden über dieselbe Sache, nur mit unterschiedlicher Schärfe.
Der dritte Schritt ist die Abrechnung, und hier scheiden sich zwei Kulturen deutlicher, als Werbebroschüren zugeben. Bei Swisslos ergibt sich der Gewinnbetrag einer Wette aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Dieser Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf 5 Rappen genau abgerundet. Wer CHF 10 auf eine Quote von 1.87 setzt, rechnet mit CHF 18.70 und bekommt CHF 18.70 – die zweite Rundungsstufe greift erst bei krummen Beträgen. Bei ausgefallenen Linien und zurückgezahlten Einsätzen hängt es davon ab, wie der Veranstalter die Linie zerlegt: halbe Einsätze werden als eigene Position abgerechnet, und eine Rückzahlung ist ein Rückzahlungsbetrag, kein Gewinn.
Was die Linie praktisch bedeutet, hängt davon ab, wann man sie kauft.
Was sich ändert, wenn die Linie erst live steht
Live steht die Linie nicht fest, sie wandert. Nach dem ersten Tor rückt ein Handicap von minus 0.5 gern auf minus 1.5, und wer vorher gekauft hat, hat einen anderen Vertrag als der, der jetzt klickt. Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Entscheid des Videoschiedsrichters – kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten.
Diese Regel ist der wichtigste Satz auf der ganzen Seite für jeden, der live auf Handicaps spielt. Sie bedeutet: Wer klickt, während der Ball schon im Netz liegt, hat nicht gewonnen, sondern seinen Einsatz zurück. Die Verzögerung zwischen Ereignis und Klick ist kein Detail, sie entscheidet über die Auszahlung. Wer live auf asiatische Linien setzt, sollte das annehmen, wie es ist, und trotzdem danach handeln: erst beobachten, dann klicken, nie andersherum.
Bei Jouez Sport sind die Einsätze enger gefasst als bei vielen Gelegenheitswettern vermutet: online beträgt der Mindesteinsatz CHF 2, in den Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2, der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Für asiatische Wetten heisst das etwas Konkretes. Wer eine Linie in halbe Einsätze teilen will, um sein Risiko zu staffeln, kann das innerhalb dieser Grenzen tun – aber nicht beliebig fein, weil CHF 2 der kleinste online setzbare Betrag ist. Eine Aufteilung auf vier Linien kostet dann mindestens CHF 8, und das ist bereits ein Fünftel des Höchsteinsatzes. Die Aufteilung ist damit kein Werkzeug zum Sparen, sondern eines zum Verteilen derselben Summe.
Asiatische Wetten im Vergleich: zwei Organisatoren mit Bewilligung, acht Marken ohne
In der Schweiz gibt es keine Rangliste unter vielen zugelassenen Buchmachern, weil es nur zwei zugelassene Veranstalter gibt. Swisslos und die Loterie Romande sind die zwei, die das interkantonale Recht vorsieht. Alles andere, was ein Schweizer Wettender im Netz antrifft, ist eine Marke ohne Schweizer Bewilligung.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalterin / gemeldete Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS) | Loterie Romande, Lausanne |
| Boomerang Bet | ohne Schweizer Bewilligung | keine feststellbare Lizenz |
| BDMBet | ohne Schweizer Bewilligung | keine feststellbare Lizenz |
| 22Bet | ohne Schweizer Bewilligung | keine feststellbare Lizenz |
| X3Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Tobique, gemeldet von Drittquellen |
| IviBet | ohne Schweizer Bewilligung | keine feststellbare Lizenz |
| Bettilt | ohne Schweizer Bewilligung | keine feststellbare Lizenz |
| FortuneJack | ohne Schweizer Bewilligung | keine feststellbare Lizenz |
| Betclic | ohne Schweizer Bewilligung | keine feststellbare Lizenz |
Die Spalte mit der Veranstalterin ist bei acht Zeilen dünn, und das ist kein Zufall. Eine Marke, die keine Bewilligung in der Schweiz hat, hat hier auch keine Veranstalterin: Was im Ausland als Lizenz gemeldet wird, hat in der Schweiz keine Wirkung. Ein Anbieter nennt dann eine Lizenz aus einem anderen Land; ob sie existiert und was sie deckt, lässt sich von hier aus nicht belegen. X3Bet ist der einzige Fall, bei dem Drittquellen überhaupt ein Land nennen, nämlich Tobique. Auch das ist für einen Schweizer Wettschein ohne Bedeutung.
Die beiden bewilligten Häuser bedienen dagegen getrennte Gebiete, und das ist für asiatische Wetten unmittelbar relevant, weil das Konto an den Wohnsitz gebunden ist. Swisslos führt Sporttip im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durch. Zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Für die Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet; eine bestehende Spielsperre schliesst aus, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.
Wer in Zürich sitzt, kann also nicht auf die Westschweizer Seite ausweichen, und wer in Genf wohnt, nicht auf Sporttip. Das ist keine Wahl, die der Geschmack trifft.
Die Einsätze der beiden Häuser unterscheiden sich, und daran zeigt sich, wie unterschiedlich die Zielgruppen sind. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Jouez Sport beginnt online bei CHF 2, geht bei Einzel- und Kombiwetten bis CHF 500 und erlaubt auf einem Multiple-Wettschein insgesamt höchstens CHF 7’500.
Und dann die Bedingung, die bei Jouez Sport nichts mit asiatischen Linien zu tun hat und trotzdem jede Kombination betrifft: Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Für einen Spieler, der zwei Handicaps derselben Partie kombiniert, ist die Untergrenze von 1.10 irrelevant; wer aber eine asiatische Linie mit einer sehr kurzen Quote zu einer Kombi zusammensetzt, merkt erst am Wettschein, dass daraus nichts wird.
Die Quote über 100’000 ist keine Grenze, an die ein normaler Spieler stösst, und sie steht hier nicht, weil sie droht, sondern weil sie zeigt, wie das Reglement denkt: vom Extrem her. Asiatische Linien liegen üblicherweise dort, wo auch klassische Quoten liegen, und damit weit unter jeder dieser Schranken.
vorgehensweise unter zwei Häusern und acht Fremdmarken
Zwischen den beiden Gruppen zu wählen heisst, zwei verschiedene Dinge zu wählen. Beim bewilligten Haus bekommt der Wettende einen klaren Rahmen: Limiten, die im Reglement stehen, eine Auszahlung auf ein Konto auf seinen eigenen Namen, ein Sperrsystem, das ihn im Zweifel aussperrt, und eine Rechtslage, die ihm bei Streit einen Weg offen lässt. Nicht bewilligt heisst das Gegenteil: keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS-Sperre umsetzen.
Was niemand behaupten sollte, ist, dass eine dieser Gruppen automatisch die vernünftige ist. Die bewilligten Häuser haben das engste Wettprogramm der ganzen Liste, weil die Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten geschlossen ist. Die Fremdmarken haben ein breiteres Programm und dafür nichts von dem, was den Schweizer Rahmen ausmacht. Wer abwägt, wägt nicht Sicherheit gegen Unsicherheit ab, sondern Programmbreite gegen Durchsetzbarkeit.
Für asiatische Wetten ist diese Abwägung schärfer als für klassische Wetten, aus einem mechanischen Grund: Eine asiatische Linie erzeugt mehr Abrechnungsfälle als eine glatte Wette. Halbe Gewinne, Rückzahlungen, geteilte Einsätze – jeder dieser Fälle ist eine Position, über die man streiten kann. Genau dort zählt, ob es eine Stelle gibt, an die man sich wenden kann.
Die acht Marken werden im weiteren Verlauf einzeln behandelt, in der Reihenfolge dieser Übersicht. Keine von ihnen erhält hier eine Bewilligung zugesprochen, die sie nicht hat.
Was asiatische Wetten sind: Linien auf Abstände statt auf Sieger
Eine klassische 1X2-Wette stellt eine Frage: Wer gewinnt, wer spielt unentschieden, wer verliert. Eine asiatische Wette stellt eine andere: Mit wie vielen Toren Vorsprung, oder wie vielen Toren insgesamt. Der Unterschied klingt klein und ist gross.
Wer auf Sieg Heim bei einer Quote von 1.50 setzt, gewinnt bei jedem Heimsieg, egal ob 1:0 oder 5:0. Wer dieselbe Partie mit Handicap minus 0.5 nimmt, muss auf einen Heimsieg setzen, der nicht unentschieden ausgehen kann – der Unterschied in der Auszahlung ist der Preis für die zusätzliche Präzision. Bei minus 0.5 liegt fast dieselbe Wette vor wie bei Sieg Heim, und die Quoten liegen entsprechend nah beieinander. Bei minus 2.5 hat der Wettende eine völlig andere Wette in der Hand, und die Quote sagt das deutlich.
Der Name täuscht in einem Punkt. «Asiatisch» beschreibt keine Sportart und keine Region, sondern eine Ableitungsart von Linien, die sich in asiatischen Buchmachermärkten durchgesetzt hat – vermutlich, weil dort früh mit geteilten Linien gearbeitet wurde. Mit einem bestimmten Wettbewerb hat das nichts zu tun.
Zwei Familien deckt der Begriff ab. Das Handicap verschiebt den Torabstand einer Seite. Die Torlinie – über oder unter – zählt beide Seiten zusammen. Beide arbeiten mit demselben Werkzeug, dem Viertelschritt, und beide erzeugen dieselben Möglichkeiten: ganzer Gewinn, halber Gewinn, Rückzahlung, halber Verlust, ganzer Verlust.
Der dritte Begriff, der in diesem Umfeld immer wieder auftaucht, ist die AHC-Wette. Er steht für das asiatische Handicap in der englischen Schreibweise und meint dasselbe, was im deutschen Sprachraum unter asiatische Handicap-Wette läuft. Wer im Netz über Anbieter stolpert, die ihre Märkte auf Englisch beschriften, findet dort die Kürzel statt der ausgeschriebenen Linie. Der Inhalt ändert sich nicht.
Was ein Wettender mit asiatischen Wetten tatsächlich bekommt, ist eine feinere Skala. Statt drei Ausgänge gibt es fünf, und statt festen Richtungen gibt es Abstufungen. Diese Feinheit ist der Vorteil und die Falle zugleich: Sie erlaubt eine Meinung, die genauer ist als «Sieg oder Niederlage» – und sie erlaubt es, diese Meinung in vier Wetten zu verpacken, wo eine genügt hätte.
Warum Grundlagen hier zuerst Rechnen bedeuten
Wer sich das Verfahren erklären lässt, stösst schnell auf einen Satz, den er in einem Buchmacherbüro nie hört: Ein Teil des Einsatzes kann zurückkommen. Das klingt nach Sicherheit und ist keine. Eine Rückzahlung neutralisiert nur eine bestimmte Konstellation auf dem Spielfeld; sie ist kein Schutz gegen eine falsche Meinung.

Der häufigste Denkfehler bei asiatischen Linien folgt aus der Viertellinie. Wer minus 0.75 spielt, hat nicht «drei Viertel gewonnen». Er hat zwei halbe Wetten auf einer Position, und die zweite Hälfte braucht mehr als ein Tor Unterschied. Die Anzeige «halbe Auszahlung» trifft es nicht; richtig ist: ein Teil des Einsatzes ist mit der einen Linie abgerechnet, der andere Teil mit der anderen, und nur einer davon steht noch im Spiel.
Diese Zerlegung ist der Kern der ganzen Erklärung, und nichts an ihr ist kompliziert – sie ist nur nirgends so aufgeschrieben, wie ein Wettender sie braucht. Wer sie einmal auf einem Blatt nachgerechnet hat, sieht sie danach in jeder Anzeige.
Die Rechtslage: was die Liste der Aufsicht erlaubt und was nicht
Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und werden von der Gespa beaufsichtigt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Nicht zuständig ist die ESBK, die ausschliesslich Casinos beaufsichtigt. Das ist der erste Punkt, an dem viele Beschreibungen aus dem Ausland falsch zielen.

Eine Bewilligung braucht beides: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel. Und sie gilt nur in der Schweiz. Daraus folgt das, was die ganze Anbieterlandschaft bestimmt: Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Es gibt deshalb keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher – nicht, weil niemand sich beworben hätte, sondern weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste blockierter ausländischer Domains.
Asiatische Wetten sind in dieser Ordnung kein Sonderfall mit eigenen Regeln. Sie sind eine Wettart unter vielen, und ob sie angeboten werden darf, entscheidet die Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, nicht ihre Beliebtheit im Ausland. Der Nettogewinn der bewilligten Spiele geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen.
Was in dieser Liste steht, ist enger, als es die Werbung vermuten lässt. Gewettet wird nur auf Sportereignisse; Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Die Liste führt keine Eckball- und keine Kartenmärkte und keine Esport-Sektion. Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder das Podest entscheidet, und Wetten auf Trainingsläufe nie. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.
Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hält. Das Gesetz beschränkt Livewetten nicht auf bestimmte Märkte. Die Kespa-Liste selbst ist der Grund, warum das Angebot der beiden Häuser überschaubar bleibt: Sie legt fest, was überhaupt auf dem Wettschein stehen darf.
Beim Cash-Out ist die Sache anders gelagert: Er ist gesetzlich nicht geregelt, also beschreibt man ihn als das, was er ist – eine Funktion des jeweiligen Veranstalters. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.
Für einen Spieler asiatischer Linien ist der letzte Punkt der teure. Wer eine Viertellinie hält, weiss nie genau, welchen Teil seiner Position ein Cash-Out bewertet – und eine Teilauszahlung gibt es nicht. Wer seine Linie in einem Zug loswerden will, muss sie ganz loswerden.
Warum ein ausländischer Wettschein keine Bewilligung ersetzt
Eine Bewilligung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Wirkung. Das ist keine Auslegungsfrage, sondern steht so im Gesetz. Wer Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung veranstaltet, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre.
Der Spieler selbst wird nicht bestraft. Das ist die gute Nachricht, und sie ist die einzige. Denn wenn gegen den Anbieter verfahren wird, können Einsätze und Gewinne eingezogen werden, und es existiert kein Schutz und keine Fair-Play-Kontrolle. Der Spieler trägt also das Risiko eines Verfahrens, das er weder beeinflussen noch einsehen kann.
Die Sperrliste ist das sichtbare Ende dieser Politik. Die Gespa veröffentlicht ausländische Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS-Sperre blockieren; die erste Liste erschien am 3. September 2019, am Ende des Jahres 2025 standen 671 Domains darauf. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt. Dieses Domain-Hopping ist keine Theorie: Die Aufsicht nennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele und führt bet365 auf der Liste.
Man kann daraus zwei Schlüsse ziehen, und nur einer ist richtig. Der falsche lautet: Wenn ohnehin so vieles blockiert wird, findet man die Seiten ja trotzdem. Der richtige lautet: Die Liste zeigt, dass ein Anbieter ohne Bewilligung hier keine Infrastruktur hat – keine Sperrregister-Verbindung, keinen Schweizer Rechtsweg, keine hiesige Aufsicht. Was er anbietet, unterliegt seinen eigenen Hausregeln.
Ob dieser Unterschied für einen einzelnen Wettschein ins Gewicht fällt, hängt an der Höhe des Gewinns und daran, wie streitig die Abrechnung ist. Bei einer asiatischen Linie ist Streit programmiert, weil die Abrechnung mehr Fälle kennt als jede andere Wettart. Genau dort ist die Bewilligung kein Papier.
Verlustlimiten und Pausen: der Teil, den niemand gerne liest
Die Schweiz schreibt keine feste Einzahlungsobergrenze vor. Sie schreibt etwas vor, das in der Praxis strenger ist: Der Veranstalter muss den Spielenden verpflichten, einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste zu setzen. Der Rahmen kommt nicht vom Staat, er kommt vom Spielverhalten des Einzelnen.
Bei Swisslos heisst das konkret: Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und unter 21 Jahren von CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Die Statutory verlangt bei einer Erhöhung 24 Stunden; die beiden Häuser wenden in ihren eigenen Reglementen 72 Stunden an.
Asiatische Wetten sind der Grund, warum diese 72 Stunden mehr sind als eine Formalität. Eine Verlustlimite greift auf das, was ein Konto verliert. Eine Viertellinie verliert nichts, wenn der halbe Einsatz zurückkommt, und verliert alles, wenn die andere Hälfte schiefgeht. Der Limitrechner merkt davon nur das Endergebnis der Abrechnung. Wer seine Linien gedanklich in Einzelwetten zerlegt und denkt, jede davon sei «nur ein halber Einsatz», zählt am Monatsende mehr, als die Limite vermuten liess.
Dazu kommt ein zweites Problem. Wer eine Meinung hat und sie in vier Linien derselben Partie ausdrückt, hat nicht vier Meinungen, sondern eine Meinung mit vierfachem Volumen. Die Limite bemerkt das, der Spielende oft nicht – bis sie erreicht ist. Limiten sind ein Schutz gegen genau diese Form der Selbstüberschätzung, und die Richtung des Fehlers ist immer dieselbe: Man unterschätzt die eigene Aktivität, nicht die Limite.
Sperren, Rückzahlungen und der Umgang mit komplexen Einsätzen
Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben, und es ist eine Fachstelle beteiligt.
Ein Punkt, der in der Werbung nie auftaucht: Ausgeschlossene und minderjährige Spieler haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Wer gesperrt ist und trotzdem gewinnt, gewinnt nicht. Die Gespa führte 2025 Testkäufe durch, und bei diesen wurde an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Die Kontrolle am Schalter ist also alles andere als dicht.
Wer asiatische Linien spielt, sollte daraus eine praktische Konsequenz ziehen. Die eigene Limite gehört an einen Ort, an dem sie nicht verhandelbar ist – im Konto, nicht im Kopf. Und der Verzicht auf die Zerlegung einer Linie in mehrere Wetten ist selbst eine Verlustbremse: Eine Position, eine Meinung, ein Verlustrisiko.
Bei Jouez Sport kam ein Wettschein mit einem Gewinn oder einer Einsatz-Rückerstattung bis CHF 200 in jeder Jouez-Sport-Verkaufsstelle eingelöst werden; bei genügend Bargeld darf eine Verkaufsstelle bis höchstens CHF 2’000 auszahlen. Wer noch am Schalter abrechnet, sollte das wissen, bevor er mit einem Schein über dieser Grenze ansteht.
Wettarten und Quoten: Handicap, Gesamttore und der Viertelschritt
Im Kern gibt es zwei Wettarten, und alles andere ist eine Spielart davon. Das asiatische Handicap verschiebt den Abstand. Die asiatische Torlinie verschiebt die Summe. Beide gibt es in drei Schritten: ganz, halb und geviertelt.
Die ganze Linie kennt drei Ergebnisse. Bei einem Handicap von minus 1 siegt der Favorit mit zwei Toren Unterschied – volle Auszahlung; siegt er mit genau einem – Rückzahlung; spielt er unentschieden oder verliert – Einsatz weg. Bei einer Torlinie von über 2 gilt: drei Tore oder mehr – gewonnen; genau zwei – Rückzahlung; weniger – verloren.
Die halbe Linie kennt nur zwei Ergebnisse, und deshalb ist sie die einfachste Form: minus 1.5, über 2.5. Ein halbes Tor kann nicht eintreten, also gibt es keine Rückzahlung. Das ist der Grund, warum halbe Linien dort dominieren, wo Tore selten sind, etwa im Eishockey.
Die Viertellinie ist die eigentliche asiatische Konstruktion. Bei minus 0.75 wird der Einsatz geteilt: eine Hälfte auf minus 0.5, die andere auf minus 1.0. Bei einer Torlinie von über 2.25 wird ebenfalls geteilt, nämlich in über 2.0 und über 2.5. Der Wettende merkt erst beim Auswerten, dass er zwei Wetten hält.
Wie sich Übergänge verhalten, zeigt die Torlinie über 2.25 am klarsten. Bei drei oder mehr Toren gewinnen beide Hälften. Bei genau zwei Toren wird die Hälfte auf über 2.0 zurückgezahlt und die Hälfte auf über 2.5 verloren – unter dem Strich geht ein Viertel des Einsatzes verloren. Bei einem Tor verlieren beide Hälften. Dasselbe Muster gilt beim Handicap, nur mit umgekehrtem Vorzeichen.
Die Regel lässt sich in einem Satz sagen, und dieser Satz ist die ganze Erklärung: Die Viertellinie liegt zwischen zwei ganzen Linien, und die Abrechnung folgt beiden. Genau daraus entstehen die Ergebnisse, die sonst niemand kennt: halber Gewinn und halber Verlust.
Wie die Quoten dieser Wettarten aufgebaut sind, folgt keiner anderen Logik als die einer klassischen Wette. Die Buchmacherin setzt eine Quote, die den Ausgang nach ihrer Einschätzung bepreist, und in jede Quote ist eine Marge eingebaut. An einem Beispiel lässt sich das zeigen, ohne dass dabei ein echter Preis behauptet wird: Setzt man eine illustrative Zwei-Weg-Wette mit je 1.90 auf beide Seiten, beträgt der Auszahlungsquotient 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte der beiden Quoten, also rund 95 %, und die Marge – 100 % minus diesem Quotienten – liegt damit bei etwa 5 %. Das ist der Anteil, den die Buchmacherin von jedem gesetzten Franken einbehält, unabhängig davon, wie das Spiel ausgeht. Mit anderen Quoten verschiebt sich der Wert innerhalb eines Bandes von etwa 4 bis 6 % bei einer Zwei-Weg-Wette um 1.90 zu 1.90; das ist der Bereich, in dem sich solche Märkte üblicherweise bewegen.
Die Zahl trifft jeden gleich, und sie trifft eine Viertellinie doppelt. Eine Position aus zwei Hälften ist zwei Mal Marge, verteilt auf dasselbe Ergebnis. Wer eine Meinung hat, zahlt weniger Marge, wenn er sie in einer Position ausdrückt statt in zweien – und wenn er sie in einer Viertellinie ausdrückt, zahlt er den vollen Satz auf jede Hälfte. Die Bequemlichkeit der abgestuften Linie hat einen Preis, und er steht nicht auf dem Wettschein.
Warum es sich lohnt, zwei Quoten zu vergleichen
Für asiatische Linien ist der Quotenvergleich schwerer als für eine 1X2-Wette, weil die Linie selbst Teil des Preises ist. Minus 0.75 bei 1.85 ist nicht dasselbe wie minus 1.0 bei 2.10, auch wenn die zweite Zahl grösser aussieht. Wer vergleicht, vergleicht nicht Zahlen, sondern Kombinationen aus Linie und Preis, und muss deshalb wissen, welche Linie er eigentlich bepreisen will.
Quotenschlüssel oder Auszahlungsquote ist der Fachbegriff für den Anteil aller Einsätze, den ein Markt zurückzahlt – 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten. Die Marge ist 100 % minus dieser Wert. Beide Begriffe sind Marktbegriffe, keine gesetzlichen, und das ist wichtig, wenn jemand sie in einem Reglement sucht: Dort stehen sie nicht.
Bei den zwei bewilligten Häusern kommt ein weiteres Vergleichskriterium hinzu, das nichts mit der Quote zu tun hat. Bei Sporttip gibt es den Kombiboost nur online – Prematch, Live und Systemwetten –, und er verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Für einen Spieler asiatischer Handicaps ist das eine interessante Nebenbedingung: Die Mindestquote von 1.50 schliesst sehr kurze Linien aus, aber eine Handicap-Linie liegt häufig oberhalb davon.
Bei Quotenboosts ist die Bedingung noch enger: Sie gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer einen Boost hält und dann live aussteigt, hat beides verloren – den Boost und die Position.
Dazu die Regeln, die bei Kombinationen greifen und für asiatische Linien unmittelbar gelten. Reguläre Spielzeit umfasst bei Sporttip die reguläre Spieldauer, etwa 90 Minuten im Fussball, plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Zwei Handicaps desselben Spiels sind genau so ein Fall.
Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00. Für einen Spieler, der auf ein Handicap gesetzt hat, ist das die Rückzahlung – ohne Gewinn, aber ohne Verlust. Bei einer Viertellinie betrifft das beide Hälften gleichzeitig, weil beide am selben Ereignis hängen.
Eine Frist, die man kennen sollte, weil sie still abläuft: Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Zwei Fristen, beide knapp, beide ohne Erinnerung.
Die zehn Anbieter im Einzelnen
Swisslos Sporttip: die einzige bewilligte Plattform für die Deutschschweiz
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung ist eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, beaufsichtigt von der Gespa. Ein Online-Konto steht nur Personen offen, die im Vertragsgebiet wohnhaft sind – also in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein.
Für asiatische Linien ist Sporttip die zentrale Adresse in der Deutschschweiz, aus einem einfachen Grund: Sie ist für die meisten Leser die einzige Adresse mit Bewilligung. Das engt die Wahl ein und es sagt etwas über die Limiten aus, die hier gelten. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Dass der Mindesteinsatz bei CHF 1 liegt und nicht bei CHF 2, ist für die Zerlegung einer Linie in Hälften kein Detail. Es erlaubt eine feinere Staffelung als beim Westschweizer Pendant, und wer seine Positionen in kleinen Schritten staffeln will, merkt den Unterschied bei der vierten Linie.
Was Sporttip bei der Abrechnung macht, ist unspektakulär und deshalb angenehm: Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, aufgerundet auf zwei Nachkommastellen und danach auf 5 Rappen abgerundet. Keine versteckte Gebühr, kein Verrechnungskunststück. Wer eine Viertellinie spielt, rechnet die zwei Hälften einzeln und addiert – genau so, wie das Reglement es vorsieht.
Zwei weitere Punkte betreffen jeden asiatischen Wettschein. Erstens: Die Wettenden müssen vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit Oberlimite CHF 9’999 und unter 21 Jahren CHF 1’000; eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zweitens: Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteinische Bank- oder Postkonto überwiesen. Spielguthaben lässt sich innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auszahlen; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.
Das ist ein Rahmen, der zu asiatischen Wetten passt. Die Limiten sind so gesetzt, dass ein einzelner Wettschein nicht zum Ereignis wird, und die Abrechnung ist transparent genug, dass halbe Einsätze nicht im Rundungsnebel verschwinden. Der Preis dafür ist Programmbreite: Was auf der Liste der bewilligten Wettarten fehlt, fehlt auch bei Sporttip.
Loterie Romande Jouez Sport: dasselbe Recht, andere Einsätze
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Die Bewilligung entspricht der von Swisslos: Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter Aufsicht der Gespa.
Der Zugang ist auf das Westschweizer Gebiet beschränkt, und wer dort wohnt, hat für asiatische Linien genau dieses eine bewilligte Haus. Die Einsätze sind höher angesetzt: online CHF 2 Mindesteinsatz, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2; Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500; ein Multiple-Wettschein darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Für eine gestaffelte Handicap-Strategie ist das die engere Decke. Wer vier Linien zu je CHF 2 setzt, ist bei CHF 8 von CHF 500 – und wer die Position verdoppeln will, tut das in Schritten von CHF 2, nicht von CHF 1. Die Staffelung ist hier gröber, und das ist bei einem Haus mit 2’350 Verkaufstellen und einer starken Schalterkultur auch folgerichtig.
Zwei Regeln fallen auf, weil sie Kombinationen betreffen. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Bei einem Multiple-Wettschein mit einem Gewinn oder einer Einsatz-Rückerstattung bis CHF 200 zahlt jede Verkaufsstelle aus; bei genügend Bargeld darf eine Verkaufsstelle bis höchstens CHF 2’000 auszahlen.
Die Untergrenze von 1.10 ist für asiatische Linien ohne Belang, weil eine Handicap-Quote praktisch nie darunter liegt. Interessanter ist die Obergrenze von 100’000: Sie zeigt, dass das Reglement vom theoretischen Maximum her denkt. Wer zehn Handicaps zu einer Kombi zusammenfasst, kommt dieser Grenze mathematisch näher als jedem anderen Spieler – und der Höchstgewinn von CHF 1’000’000 für ein Multiple ist genau die Decke, die dann greift. Das ist keine Gefahr für den normalen Wettschein. Es ist der Hinweis, dass eine sehr breite Kombination aus asiatischen Linien ein Produkt mit einer Decke ist.
Das Haus ist damit das Spiegelbild von Sporttip: gleicher Rechtsrahmen, andere Einsatzkultur, anderer Mindestschritt. Die Wahl stellt sich für Westschweizer nicht, weil das Konto am Wohnsitz hängt.
Boomerang Bet: ohne Schweizer Bewilligung
Boomerang Bet ist eine Marke ohne Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten; eine im Ausland gemeldete Lizenz hat hier keine Wirkung. Es besteht keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden.
Mehr ist über diese Marke auf dieser Seite nicht zu sagen, und das ist selbst eine Information. Für asiatische Linien heisst es: Wer hier spielt, spielt unter Hausregeln, deren Abrechnung im Streitfall nicht von einer Schweizer Stelle geprüft wird. Bei einer Wettart mit halben Einsätzen und Rückzahlungen ist das die denkbar schlechteste Konstellation.
BDMBet: ohne Schweizer Bewilligung
Auch BDMBet führt keine Schweizer Bewilligung. Was im Ausland als Lizenz gemeldet wird, hat in der Schweiz keine Wirkung; eine solche Lizenz lässt sich von hier aus nicht belegen und entfaltet hier keinen Schutz. Kein Zugang zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Aufnahme in die Sperrliste.
Die Marke steht in dieser Übersicht aus einem einzigen Grund: Schweizer Wettende begegnen ihr, und der Vergleich gehört auf die Seite. Eine Bewertung nach Quotenniveau und Limiten setzt voraus, dass es belastbare Angaben gibt. Wer asiatische Wetten spielt, sollte das Angebot nicht nach der Startseite beurteilen, sondern nach der Abrechnung im Streitfall – und dort ist diese Marke ohne Schweizer Bewilligung strukturell im Nachteil.
22Bet: ohne Schweizer Bewilligung
22Bet ist eine Marke ohne Schweizer Bewilligung. Es gilt derselbe Rahmen: keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrliste als Möglichkeit. Eine im Ausland gemeldete Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung.
Für einen Spieler, der asiatische Linien als Instrument und nicht als Unterhaltung nutzt, ist die Frage nach der Bewilligung wichtiger als die Frage nach der Quote. Der Grund ist die Abrechnung: Eine Viertellinie erzeugt mehr Positionen als jede andere Wettart, und jede Position ist eine Gelegenheit für eine Meinungsverschiedenheit. Ohne eine Stelle, die diese Meinungsverschiedenheit entscheidet, bleibt der Spieler mit seiner Version allein.
X3Bet: ohne Schweizer Bewilligung, gemeldete Lizenz in Tobique
X3Bet ist eine Marke ohne Schweizer Bewilligung. Als einzige der acht Fremdmarken trägt sie eine von Drittquellen gemeldete Lizenz, nämlich Tobique. Diese Angabe kommt nicht von einer Schweizer Stelle, sie hat in der Schweiz keine Wirkung, und was sie in ihrem Herkunftsland deckt, lässt sich von hier aus nicht überprüfen.
Dass überhaupt ein Land genannt wird, ändert an der Einordnung nichts. Eine Bewilligung gilt nur in der Schweiz und nur für die beiden Veranstalter mit Bewilligung. Wer hier spielt, spielt ohne Schweizer Schutz. Bei asiatischen Linien heisst das konkret: Der Teil des Einsatzes, der nach Schweizer Lesart zurückgezahlt würde, wird nach den Regeln der Marke behandelt – und die kennt der Spieler erst, wenn er sie liest.
IviBet: ohne Schweizer Bewilligung
IviBet führt keine Schweizer Bewilligung. Es gilt der Rahmen, der für alle Fremdmarken dieser Übersicht gilt: keine Sperrregister-Verbindung, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Aufnahme in die Sperrliste, keine Wirkung einer im Ausland gemeldeten Lizenz in der Schweiz.
Die Marke hat auf dieser Seite keinen Eintrag, der sie über die anderen erhöbe, und keinen, der sie unter sie stellte – verglichen wird nach den Merkmalen, die belegt sind, und das wichtigste davon ist die Bewilligung. Wer asiatische Wetten überhaupt erst verstehen will, findet die Erklärung im Abschnitt «Was asiatische Wetten sind»; wer sie spielen will, sollte zuerst prüfen, wer den Wettschein ausstellt.
Bettilt: ohne Schweizer Bewilligung
Bettilt ist eine Marke ohne Schweizer Bewilligung. Dasselbe Bild: keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrliste als Möglichkeit, keine Wirkung einer ausländischen Lizenz.
Der Vergleich unter den Fremdmarken fällt auf dieser Seite deshalb dünn aus, weil die Angaben dünn sind. Das ist kein Versäumnis der Darstellung, sondern das Ergebnis der Ausgangslage: Wer keine Bewilligung hat, hat hier auch keine Veranstalterin, keine Limiten im Reglement und keine Aufsicht. Ein Vergleich nach Quotenniveau ersetzt das nicht, und er sollte es auch nicht.
FortuneJack: ohne Schweizer Bewilligung
FortuneJack führt keine Schweizer Bewilligung. Es gilt der bekannte Rahmen: kein Zugang zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrliste möglich, ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz.
Wer asiatische Linien spielt, tut das mit einer Meinung über einen Torabstand. Diese Meinung ist so gut wie die Regeln, unter denen sie abgerechnet wird. Bei einer Marke ohne Bewilligung sind diese Regeln ihre eigenen, und im Streitfall entscheidet kein Schweizer Verfahren.
Betclic: ohne Schweizer Bewilligung
Betclic ist eine Marke ohne Schweizer Bewilligung. Auch hier: keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Aufnahme in die Sperrliste, keine Wirkung einer ausländischen Lizenz.
Der Name ist in der Schweiz bekannt, und Bekanntheit ist kein Merkmal dieses Vergleichs. Was zählt, ist die Bewilligung, und die fehlt. Für asiatische Wetten ist dieser Punkt deshalb praktisch, weil die Abrechnung einer geteilten Linie eine auslegbare Sache ist – und Auslegung braucht eine Instanz.
Was ein geteilter Einsatz kostet
Wer asiatische Wetten als Werkzeug nutzt, kommt an zwei Rechnungen nicht vorbei, und beide verlaufen entgegen der Intuition.
Die erste betrifft die Marge. Eine Position, die aus zwei Hälften besteht, trägt zweimal die Marge der Buchmacherin auf denselben Ausgang. Wer eine Meinung hat, kann sie in einer Position ausdrücken oder in zwei – die zwei kostet mehr, ohne mehr Meinung zu enthalten. Die Viertellinie macht das elegant und teuer.
Die zweite betrifft den Einsatz, und sie ist die unangenehmere. Eine Limite wird am Kontostand gemessen, nicht am Bauchgefühl. Wer vier Linien derselben Partie hält, hat eine Meinung und vier Einsätze. Dass jede davon «nur eine halbe» ist, steht im Kopf und nicht in der Abrechnung.
Daraus folgt eine Reihenfolge, die sich in der Praxis bewährt. Zuerst die Linie festlegen, dann den Preis prüfen, dann die Höhe. Wer in umgekehrter Reihenfolge arbeitet, wählt die Linie nach dem Betrag, den er setzen will, und nicht nach dem Torabstand, den er erwartet. Die Viertellinie ist ein Werkzeug für eine abgestufte Meinung, nicht für einen abgestuften Mut.
Am Ende bleibt es dabei: Asiatische Wetten sind genauer als klassische, und Genauigkeit wird bezahlt. Wer die Linie liest, bevor er klickt, zahlt weniger für dieselbe Meinung. Wer sie erst im Nachhinein liest, zahlt für eine, die er so nicht hatte.
Häufige Fragen zu asiatischen Wetten
Was sind asiatische Wetten?
Es sind Wetten, deren Linie um halbe und viertel Schritte verschoben ist – beim Handicap auf den Torabstand, bei der Torwette auf die Gesamtzahl der Tore. Der Viertelschritt teilt den Einsatz auf zwei benachbarte Linien. Dadurch können neben vollem Gewinn und vollem Verlust auch halbe Auszahlungen und Rückzahlungen entstehen.
Was bedeutet eine asiatische Wette bei Torwetten?
Bei einer Torwette wird die Linie auf die Summe beider Mannschaften gelegt. Steht die Linie bei über 2.25, ist der Einsatz geteilt: eine Hälfte auf über 2.0, eine auf über 2.5. Fallen drei Tore oder mehr, gewinnen beide. Fallen genau zwei, kommt eine Hälfte zurück und die andere ist verloren.
Wie unterscheiden sich asiatische Torwetten von der klassischen Über-Unter-Wette?
Die klassische Linie liegt glatt, etwa bei 2.5, und kennt nur zwei Ausgänge. Die asiatische Linie kann zusätzlich ganz oder geviertelt gesetzt werden. Eine ganze Linie von über 2 zahlt bei genau zwei Toren den Einsatz zurück; eine Viertellinie von über 2.25 teilt diesen Fall in Rückzahlung und Verlust.
Wie wird der Spielstand bei Live-Wetten mit Handicap gewertet?
Gewertet wird der Stand zum Zeitpunkt der Platzierung, und die Linie wandert mit dem Spiel. Bei Sporttip-Livewetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoentscheid kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten.
Welche Anbieter dürfen solche Wetten in der Schweiz anbieten?
Nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport dürfen Sportwetten in der Schweiz veranstalten; beide halten eine Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz unter Aufsicht der Gespa. Ob eine einzelne Wettart dabei ist, entscheidet die Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten.
Welche Rolle spielen Verlustlimiten, wenn der Einsatz auf mehrere Handicaps aufgeteilt wird?
Die Limite greift auf den Kontostand, nicht auf die Zahl der Positionen. Aufgeteilte Einsätze erhöhen das Gesamtvolumen, ohne dass sich der Betrag einer einzelnen Wette ändert. Wer eine Meinung in mehreren Linien ausdrückt, erreicht seine Limite deshalb schneller, als er erwartet, und merkt es erst beim Erreichen.
Wettarten – freiwettench.com
Inhalt erstellt vom Team «freiwettench.com»
