Eredivisie-Wetten in der Schweiz: wer darf, was kostet, was bleibt
29. Oktober 2026 – geprüft gegen die Bewilligungsangaben von Swisslos und Loterie Romande sowie gegen die Gespa als Aufsichtsbehörde über Geldspiele.

Wer in der Schweiz auf die niederländische Liga setzen will, stösst zuerst nicht auf Quoten, sondern auf eine geschlossene Tür. Sportwetten sind hier ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes, und die Kantone haben die Zahl der Veranstalter auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Ein ausländischer Anbieter, der auf dem Handy in zehn Sekunden erreichbar ist, hat keine Schweizer Bewilligung und damit in der Schweiz keine Wirkung. Das ist keine Formalie, sondern der teuerste Umstand der ganzen Geschichte: kein Sperrregister, das den Zugang verschliesst, wenn das Spiel kippt, kein Schweizer Rechtsweg, wenn eine Auszahlung ausbleibt. Diese Seite handelt davon, was das für den einzelnen Wettschein bedeutet – bei welchem Veranstalter man tatsächlich landet, was Verlustlimiten und Einsatzgrenzen kosten, welcher Markt welche Marge trägt und wie viel von einem Gewinn nach Gebühren und Steuerfragen übrig bleibt.
Rechtslage: warum die Auswahl in der Schweiz aus zwei Namen besteht
Die Rechtslage zuerst, weil jede Quotendiskussion in der Schweiz an ihr hängt. Die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, in Kraft seit 2020, bildet den Rahmen; Swisslos mit Sitz in Basel veranstaltet Lotterien und Sportwetten auf dieser Grundlage, das Wettgeschäft läuft unter dem Namen Sporttip. Aufsicht führt die Gespa in Bern, die Interkantonale Geldspielaufsicht – nicht die ESBK, die ausschliesslich Casinos beaufsichtigt. Wer «Lizenz» sagt, meint umgangssprachlich das, was das Gesetz Bewilligung nennt: eine Veranstalterbewilligung, dazu eine Bewilligung je Spiel.

Diese Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Sie ist keine Eintrittskarte in einen grösseren Markt, sondern eine Erlaubnis für ein begrenztes Gebiet mit begrenzten Spielformen. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten bei zwei gedeckelt, und dabei ist es geblieben. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt. Die Gespa veröffentlicht in diesem Bereich nur die Sperrliste der ausländischen Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren.
Was auf der Erlaubnisliste steht, ist ebenfalls gedeckelt. Erlaubt sind Sportwetten und nur Sportwetten – Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen fallen weg. Der zugelassene Inhalt ist eine geschlossene Liste der Gespa mit den bewilligten Sportarten, Wettbewerben und Wettarten: Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einstieg in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet, niemals Wetten auf Trainingsläufe. Eckball- und Kartenmärkte sucht man auf dieser Liste vergeblich, eine Esport-Abteilung ebenfalls. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung besitzt; das Gesetz schränkt sie nicht auf bestimmte Live-Märkte ein. Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt und bleibt, was es ist: eine Funktion des jeweiligen Veranstalters.
Die Eredivisie steht oder fällt mit derselben Liste. Eine ausländische Liga ist in der Schweiz nur spielbar, wenn sie dort aufgeführt ist. Wer heute bei Sporttip nach den Niederlanden sucht, findet sie im Wettprogramm, sofern die Saison läuft – und genau diese Liste ist der Punkt, an dem der Schweizer Markt seine Grenze zieht. Kein ausländischer Wettbewerb wird allein dadurch spielbar, dass ein Anbieter ihn bewirbt.
Reklame, Rechtsschutz und die Frage, was eine Bewilligung wirklich einbringt
An der Bewilligung hängt mehr als ein Logo. Werbung darf nicht aufdringlich, nicht irreführend und nicht auf Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet sein. Werbung für ein Geldspiel, das in der Schweiz nicht erlaubt ist, ist strafbar und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet – deshalb beschreibt und beurteilt diese Seite ausländische Anbieter, statt für sie zu werben. Organisieren ohne Bewilligung ist eine Straftat: bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Bestraft wird der Anbieter, nicht die Person, die gesetzt hat. Das klingt beruhigend und ist es nur halb: Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.
Der Rechtsschutz endet dort, wo die Bewilligung endet. Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung hängt nicht am Sperrregister, kennt keine Schweizer Aufsicht und keinen Schweizer Rechtsweg; gegen eine verweigerte Auszahlung steht man einem Unternehmen gegenüber, das von einer Aufsicht ausserhalb der Schweiz beaufsichtigt wird, wenn überhaupt. Eine ausländische Bewilligung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder sonst woher entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Die Gespa führt ihre Sperrliste seit dem 3. September 2019 und zählte Ende 2025 671 Domains; geblockte Adressen werden innert Stunden ersetzt. Wer eine solche Seite heute erreicht, erreicht morgen eine andere.
Auf der Habenseite der Schweizer Bewilligung stehen Leistungen, die im Preis enthalten sind und selten auf der Rechnung auftauchen: geprüfte Identität, nur ein Konto pro Person, keine Kreditgewährung an Spielende, Auszahlungen ausschliesslich auf ein Zahlungskonto im Namen der kontoführenden Person. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen kennt das bewilligte Schweizer Wettgeschäft nicht. Das ist die Gegenleistung für eine Auswahl von zwei.
Die Westschweiz ist ein eigener Fall. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Das Swisslos-Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Für ein Online-Konto zählt der Wohnsitz: Ein Konto bei einem Veranstalter ausserhalb des eigenen Gebiets ist nicht vorgesehen, ein Wechsel zwischen den beiden schon gar nicht.
Steuer: was von einem Gewinn tatsächlich ankommt
Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei, solange sie den Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn nicht übersteigen. Der Bundesbetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Oberhalb dieser Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt. Der Freibetrag der Kantone weicht ab – hier gilt «je nach Kanton», und wer eine Zahl braucht, fragt die eigene kantonale Steuerverwaltung.
Für den normalen Wettschein ist die Debatte theoretisch. Ein Gewinn von ein paar hundert Franken liegt meilenweit unter jeder Schwelle; weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer fallen an. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Bei ausländischen Anbietern sieht es anders aus: Deren Gewinne unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis etwa im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer regelmässig bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung gewinnt, führt darüber also möglicherweise Buch – und zwar ohne den Schweizer Rechtsschutz, der die Buchführung erleichtern würde.
Ein letzter Punkt zur Werbung mit Gratisleistungen. Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa; 2025 gab sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Solche Guthaben existieren also, aber sie existieren nur mit Erlaubnis der Aufsicht, und ihre Bedingungen stehen ausschliesslich in den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Wer einen Code sucht, sucht auf dieser Seite vergeblich; hier steht nur, was eine Wette wert ist.
Spielerschutz: was Verlustlimiten, Sperren und die Registrierung kosten
Die Limiten setzen die Spielenden selbst. Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen, und bei Sporttip muss man vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite beträgt CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Für jeweils 30 Tage ist zusätzlich eine freiwillige Einzahlungslimite möglich. Wer die Zahl gesehen hat, rechnet mit einem Wocheneinsatz von ein paar hundert Franken und fragt sich, wozu eine Obergrenze von fünf Stellen gut sein soll – die Antwort liegt im Wort Limite: Sie soll die Erhöhung bremsen, nicht den Einsatz.
Dieses Fenster ist teurer, als es aussieht. Wer nach einem schlechten Abend die Grenze senkt, merkt das sofort; wer in einer guten Woche erhöhen will, wartet drei Tage. Eine Sperre lässt sich ohne Aufhebung vor Fristablauf gar nicht erst zurücknehmen. Der Schutzwall ist also asymmetrisch gebaut, und das ist eine gute Nachricht: Die Müdigkeit, die einen zum Spielen führt, wird langsamer bedient als die Vorsicht, die einen davon abbringt.
Deutlich schärfer als bei den Wetten ist die Sperre selbst. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren, eine unbefristete Spielsperre wird dagegen in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann stattdessen erst nach drei Monaten wieder aufgehoben werden, unter Beteiligung einer Fachstelle. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss das Angebot ohnehin offenhalten. Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn.
Wer hinter der Sperre steht, ist die Frage; wie gut sie greift, eine andere. Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt: Bei 200 Fällen an Verkaufsstellen wurde eine Sportwette in 47,5 % der Fälle an eine minderjährige Person verkauft. Diese Zahl gehört hier hin, weil sie die Grenze des Schutzes markiert – an der Theke offenbar wirksamer als am Schalter, und garantiert nirgends. Wer sich auf die Kontrolle anderer verlässt, verlässt sich auf zu wenig.
Zur Registrierung gehört eine Identitätsprüfung, und die kostet Zeit. Bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und pro Person ist nur eine Registrierung möglich. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Der bequeme Teil des Marktes sieht anders aus, und das ist der Preis der geschlossenen Liste: Ein Konto ist hier kein Formular, sondern ein Nachweis.
Für alle, die im bewilligten Bereich spielen, sind Auszahlungen auf ein Konto im eigenen Namen der einzige Weg. Das schliesst die anonyme Auszahlung aus, die manche Anbieter bewerben, und es schliesst ein, dass ein Gewinn nicht in einem Wallet verschwindet, das niemand mehr nachvollziehen kann. Fürsorge und Bürokratie liegen hier dicht beieinander, und das eine lässt sich nicht behalten und das andere wegwünschen.
Spielplan der Eredivisie: 34 Runden, 22 Mann und ein verkürzter Titelkampf
Der Wettgegenstand soll sich lohnen, also lohnt ein Blick auf die Liga. Die Eredivisie wurde 1956 gegründet, wird vom niederländischen Fussballverband KNVB organisiert, und 18 Vereine spielen im Hin- und Rückspiel gegeneinander – 34 Spieltage. Das ist ein kompakter Kalender ohne Winterpause, der sich über neun Monate spannt und jedes Wochenende Programm liefert.
Die Saison 2025/26 lief vom 8. August 2025 bis zum 17. Mai 2026 und umfasste 306 Spiele. Meister wurde PSV Eindhoven mit 84 Punkten aus 27 Siegen, 3 Unentschieden und 4 Niederlagen. PSV stand am 29. Spieltag als Meister fest, so früh wie noch nie in der Ligageschichte. Aus einer Wettsicht ist das eine unangenehme Zahl: Wer auf den Titel gesetzt hat, hatte ab dem 29. Spieltag eine Wette ohne Spannung, und wer in den letzten fünf Runden auf die Verfolger setzte, fand einen Markt vor, in dem die Mannschaften nichts mehr für die Tabelle taten.
Der Kampf unten lief länger. Seit der Saison 2019/20 steigt der 17. direkt ab, der 16. spielt in Play-offs gegen acht Vereine der Eerste Divisie um einen Platz. Aus der Saison 2025/26 stiegen Heracles Almelo mit 19 Punkten und NAC Breda mit 29 Punkten ab. Die 19 Punkte einer Mannschaft sind ein eigenes Argument: Vereine, die so früh abgeschlagen sind, werden zu einem Markt, in dem die Quote zwar lang wird, die Spannung aber aus dem Umfeld kommt und nicht aus der Klasse. Torschützenkönig wurde Ayase Ueda von Feyenoord Rotterdam mit 25 Toren. Unter dem Strich bleibt eine Liga mit viel Raum zwischen oben und unten und einer statistischen Zweiteilung, die sich in den Quoten niederschlägt.
Für die Plätze 5 bis 8 gibt es seit 2008/09 ebenfalls Play-offs, in Hin- und Rückspiel, um einen europäischen Startplatz; seit 2020/21 führt der Sieger in die UEFA Europa Conference League. Dieser Block ist der interessanteste Teil des Kalenders für Wetten, weil die Form der Mannschaften im Mai nicht mehr viel mit der Form im Herbst zu tun hat: Ein Verein, der mit neun Punkten Rückstand auf einen Europaplatz in die Play-offs kommt, spielt eine ganz andere Liga als im Oktober.
Wie eine Quote zustande kommt und was in ihr steckt
Ein 1X2-Markt ist die Verteilung eines Ergebnisses auf drei Ausgänge, und der Buchmacher zählt sich in jedem dieser Ausgänge mit. Nehmen wir einen Rechenweg als Beispiel, nicht als Kurspreis: Bei Quoten von 2.10 auf Sieg, 3.40 auf Unentschieden und 3.60 auf Niederlage ergibt 1 geteilt durch 2.10 plus 1 geteilt durch 3.40 plus 1 geteilt durch 3.60 eine Auszahlungsquote von rund 97,0 % und damit eine Marge von etwa 3,0 % des Gesamteinsatzes auf diesen Markt. Wer CHF 100 gleichmässig auf alle drei Ausgänge setzt, bekommt zwischen CHF 210 und CHF 360 zurück und hat CHF 100 gezahlt: Der Unterschied zwischen Einsatz und Rückfluss über die drei Linien ist die Marge, und sie liegt bei diesem Beispiel knapp ausserhalb von drei Franken Pro Hunderter. Diese 3,0 % beschreiben den Markt unter der Annahme, dass alle drei Linien so stehen – bei Summen- und Handicap-Märkten kann die Marge deutlich anders liegen.
Das ist die Zahl, die man im Kopf behalten sollte, wenn ein Anbieter mit einer langen Quote auf einen Aussenseiter wirbt: Eine lange Quote auf der einen Seite zieht in der Regel eine kürzere auf den anderen Seiten nach, und die Marge wird nicht kleiner, weil eine beliebte Mannschaft auf dem Plakat steht.
Die Liga hat auch einen Katalog an Bestwerten, der nichts über die Gegenwart sagt. Rekordspieler ist Jan Jongbloed mit 717 Einsätzen, Rekordtorschütze Willy van der Kuijlen mit 311 Toren. Solche Zahlen füllen im Programm eine Infobox und helfen bei der Auswahl des Marktes keinen Schritt weiter. Wer die Form eines Vereins beurteilen will, öffnet die Tabelle dieser Saison, nicht die Rekordliste ihrer Grossväter.
Was die reguläre Spielzeit umfasst – und was nicht
Die harmloseste Regel eines Wettscheins entscheidet am Ende über die Auszahlung. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer – im Fussball rund 90 Minuten – plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie selbst Gegenstand der Wette sind. Wer in der 89. Minute eine Wette auf den Sieger nach regulärer Zeit abschliesst und in der 92. Minute fällt der Ausgleich, hat verloren, obwohl die Mannschaft das Spiel in der Verlängerung gewinnt. Die Regel ist nicht unfair, sie ist nur ungelesen. Genau deshalb steht sie hier.
Im Livewettgeschäft hängt eine Wette ausserdem nicht davon ab, ob das Ereignis übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Entscheid des Videoschiedsrichters – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Die Quote eins ist das höfliche Wort für «zurückgegeben». Wer live auf ein Tor setzt und tippt, während der Ball über die Linie geht, hat nicht gewonnen, sondern seinen Einsatz wiedergefunden.
Dasselbe Prinzip gilt für die Kombination. Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Eine Kombiwette aus «Sieg und beide Teams treffen» im selben Spiel ist damit kein Trick, sondern ein Fall für die Funktion – oder für die Ungültigkeit.
Vergleich: Wer Eredivisie-Wetten in der Schweiz überhaupt anbieten darf
Die folgenden zehn Namen sind keine gleichartige Auswahl. Zwei davon sind Veranstalter mit Schweizer Bewilligung, die ihrer Aufgabe nach Schritt für Schritt bewertet werden können; die acht weiteren gehören in die Kategorie «ohne Schweizer Bewilligung» und werden hier aufgeführt, weil Spielerinnen und Spieler ihnen begegnen. Eine Vermischung wäre irreführend, deshalb bleibt die Trennlinie sichtbar.
| Anbieter | Bewilligungsstatus | Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Schweizer Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa) | Swisslos, Sitz Basel, für die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein |
| Loterie Romande Jouez Sport | Schweizer Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa) | Loterie Romande für FR, GE, JU, NE, VD und VS |
| Betovo | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz |
| Unibet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz |
| BetAlright | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz |
| Rabona | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz |
| WirWetten | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz |
| Wettigo | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz |
| AmunRa | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz |
| 20Bet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz |
Der Grund für dieses Ungleichgewicht ist kein Rechercheergebnis, sondern Gesetz. Die Kantone haben zwei Veranstalter zugelassen, und für die übrigen gibt es keine Bewilligung, weil es sie nicht geben kann. Wer im Ausland nach einem Veranstalter mit Schweizer Bewilligung sucht, sucht etwas, das nicht existiert: Die Bewilligung gilt nur in der Schweiz, und die Domains nicht bewilligter Anbieter können auf der Sperrliste landen. Der Vergleich der beiden Gruppen ist damit weniger ein Preisvergleich als ein Vergleich zweier Rechtsordnungen.
Und trotzdem ist der Auslandsteil kein Kapitel über Bösewichte. Er ist ein Kapitel über Reibung. Der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist in der Regel schneller, breiter im Programm und in der Registrierung weniger neugierig. Was fehlt, ist das, was eine Aufsicht ausmacht: Eine Anlaufstelle in Bern, ein Sperrregister, an dem das eigene Konto hängt, ein Rechtsweg. Man tauscht Schutz gegen Bequemlichkeit, und niemand muss dabei moralisch werden, nur informiert.
Swisslos Sporttip: die Bewilligung, die am nächsten liegt
Swisslos ist eine interkantonale Landeslotterie-Genossenschaft mit Sitz in Basel und eine der beiden Veranstalter, die das interkantonale Recht zulässt; das Wettgeschäft läuft unter dem Namen Sporttip. Ein Online-Konto öffnet sich nur für Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet – die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer in Genf wohnt, kommt hier nicht durch die Tür; das ist keine Härte gegen Einzelne, sondern die Gebietslogik zweier Veranstalter.
Im Programm ist Sporttip kein Sprinter. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Die Limiten kann Swisslos jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Für kleine Einsätze bedeutet das nichts; für jemanden, der CHF 2’000 auf ein Eredivisie-Spiel setzen will, bedeutet es die Rückkehr zum gebotenen Rahmen.
Der Kombiboost lohnt sich für manche mehr, als das Wort verspricht. Er gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Die Staffelung verrät die Absicht: Vier richtige Voraussagen bringen kaum mehr als ein Trinkgeld, und erst die Kombination mit fünfzehn Linien erreicht das Maximum, das dann auch die Wirkung einer grossen Kombination hat. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Cash-Out verdient ein eigenes Wort, weil hier die Erwartung und die Bedingungen auseinanderlaufen. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; ein Anbieter muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Wer den Knopf drückt, verkauft einen möglichen Gewinn zu einem Preis, den die Gegenseite festlegt.
Und dann die Zahl, die alles einordnet. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die damit Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und die Sporthilfe unterstützt. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Jahr 2024. Der Rückgang um 13 Millionen Franken erzählt mehr über den Markt als jede Marketingzeile: Das bewilligte Angebot verliert Boden, während ausländische Seiten weiter erreichbar sind.
Man kann die beiden Dinge zusammenhalten. Ein Wettschein, der CHF 1 kostet, ist hier kein Notnagel, sondern das Design: Das Geschäft ist so gebaut, dass es über viele kleine Einsätze läuft und der Ertrag über die Marge und die Gemeinnützigkeit zurückfliesst. Der Abschlag für diese Konstruktion ist der Umfang – ein Katalog voller Grenzen, eine Registrierung mit Ausweis, eine Gebietsbindung. Wer das nicht braucht, findet draussen Bequemlichkeit und nichts von alledem. Wer es braucht, findet es nur hier.
Und die Regel, die den Ausschlag geben dürfte, betrifft nicht die Quote, sondern den Auszahlungsweg. Bei aller Bequemlichkeit gilt: Jeder Franken, der zurückkommt, kommt nur auf ein Konto im eigenen Namen an. Wer seine Sicherheit genau dort sehen möchte, hat die Kriterien dieses Vergleichs eigentlich schon gesetzt.
Loterie Romande Jouez Sport: dasselbe Recht, ein anderes Publikum
Die Loterie Romande ist die zweite der beiden Bewilligungen, und ihre Form unterscheidet sich nur in der Adresse. Sie veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; die Kontaktadresse liegt an der Avenue de Provence 14 in Lausanne. Sie nennt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Ein Online-Konto steht nur Personen aus diesem Gebiet offen. Die Bewilligungsstruktur entspricht jener von Swisslos: eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung unter dem Geldspielgesetz, Aufsicht durch die Gespa.
Für die Eredivisie ist das die entscheidende Zusatzinformation: Ein Wettender mit Wohnsitz in Zürich kann hier nicht teilnehmen, einer in Lausanne nicht bei Sporttip. Die Wahl zwischen den beiden Schweizer Angeboten ist damit für die meisten gar keine Wahl, sondern eine Frage des Wohnkantons. Das ist ein schwacher Trost für alle, die sich mehr Wettbewerb auf den Quoten erhofft hatten.
Über die konkreten Limiten und Bedingungen des Wettenangebots entscheidet die Loterie Romande in ihren eigenen Bedingungen; Massstab bleibt derselbe gesetzliche Rahmen – Verlustlimiten nach Wahl, Einzahlungslimite, Sperre über das Register, geprüfte Identität, Auszahlung nur auf das eigene Konto. Der Massstab, an dem sich der Westschweizer Veranstalter messen lassen muss, ist deshalb kein anderer: Es ist derselbe geschlossene Katalog, dasselbe Verbot der Werbung für nicht erlaubte Angebote und dieselbe Aufsicht.
Bemerkenswert ist die Vertriebsform. 2’350 Verkaufsstellen sind in einem Land mit 26 Kantonen eine Zahl, die sich nicht in Reichweite, sondern in Präsenz übersetzt: Der Wettschein wird hier nicht nur am Bildschirm erworben, sondern auch an der Theke, und für viele Spielende dürfte die Theke die nähere Bekanntschaft sein. Wer die Anonymität des Bildschirms sucht, findet sie in der Westschweiz ebenso wenig wie in der Deutschschweiz. Wer eine persönliche Anlaufstelle schätzt, findet hier mehr davon als bei jedem Online-Anbieter im Ausland.
Über das konkrete Wettprogramm für niederländische Spiele entscheidet der Veranstalter im Rahmen des bewilligten Katalogs. Für einen Westschweizer Wettenden bleibt damit dasselbe Ergebnis wie für einen Deutschschweizer: genau ein inländisches Angebot, ein Ausweis als Eintrittskarte, und eine Quote, die man nicht gegen einen zweiten Schweizer Anbieter aufrechnen kann.
Betovo, Unibet, BetAlright: die Gruppe ohne Bewilligung
Die folgenden acht Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung – und damit zunächst nur diese eine, aber entscheidende Eigenschaft gemeinsam. Was ein Konto bei ihnen kostet, lässt sich nicht in Franken ausdrücken, sondern in den drei Dingen, die der Bewilligungsrahmen mitbringt und die hier fehlen: Der Zugang hängt nicht am schweizerischen Sperrregister, es besteht kein Schweizer Rechtsweg, und die gemeldete ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Diese Feststellung gilt für jeden der acht und wird unten nicht wiederholt.
Betovo gehört in diese Gruppe, und mehr lässt sich über ihn im Rahmen dieses Vergleichs nicht sagen: Für das Schweizer Geschäft gibt es keinen Bewilligungsstatus, und eine gemeldete Bewilligung hat hier keine Kraft. Wer die Seite trotzdem besucht, findet ausländische Rechtsordnung, ausländische Aufsicht, ausländischen Gerichtsstand. Die Entscheidung, dort zu setzen, ist eine Entscheidung darüber, wem man bei einer Streitigkeit gegenübersitzt.
Das ist kein Grund, Betovo als Witz zu behandeln. Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung kann ein vollwertiges Wettprodukt führen; er kann auch, und in dieser Gruppe gilt das für alle, auf der Sperrliste landen, weil die Gespa die Domains nicht bewilligter Anbieter sperren lässt. Das Ergebnis dieser Sperre ist ein Porträt aus der Ferne: Der Anbieter ist erreichbar wie eh und je, nur nicht auf dem Schweiz gewohnten Weg.
Unibet gehört zu den Namen, die der Gespa im Zusammenhang mit der Sperrliste begegnen – dort fallen Namen von Anbietern, die blockiert werden. Auch hier gilt: kein Bewilligungsstatus, keine Schweizer Aufsicht, kein Sperrregister, keine Anlaufstelle in der Schweiz. Der Unterschied zu den anderen Namen dieser Gruppe liegt in der Bekanntheit, nicht im Bewilligungsstatus.
Die Bekanntheit hat ihre eigene Funktion. Wer eine Marke schon lange kennt, hält sie für bewährt – und eine Marke kann auch bewährt sein, ohne in der Schweiz bewilligt zu sein. Nur ist das keine Aussage über den Streitfall, sondern über das Marketing. Eine Streitigkeit vor einem Gericht ausserhalb der Schweiz zu führen, ist der teure Teil des Geschäfts.
BetAlright steht im gleichen Register: keine Schweizer Bewilligung, eine gemeldete ausländische Bewilligung ohne Wirkung, keine Verbindung zum Schweizer Register, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Sperrung durch DNS. Wer diesen Anbieter wählt, wählt ein Konto ausserhalb des Rahmens, in dem Schweizer Spielerschutz und Schweizer Steuerfragen geregelt sind.
Der pragmatische Blick auf diese drei Namen beginnt bei der Frage der Quotenmarge – und bleibt bei der Frage der Marge, weil mehr sich über sie nicht sagen lässt. Was bleibt, ist die klare Trennung: Über die Art des Produkts sagt sie nichts, über die Art des Rechtswegs alles.
Rabona, WirWetten und Wettigo: drei Namen, ein Status
Rabona hat keine Schweizer Bewilligung. Das ist im Sinne des Geldspielgesetzes kein Mangel des Anbieters, sondern eine Tatsache des Marktes: In der Schweiz darf Sportwetten nur veranstalten, wer eine Bewilligung des Kantonsverbunds besitzt, und diese Bewilligung wird nicht an ausländische Anbieter vergeben. Was bleibt, ist die Aufzählung der Folgen: kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, keine Schweizer Aufsicht, und eine gemeldete ausländische Bewilligung, die in der Schweiz nicht gilt.
Der Name Rabona ist eine Fussballvokabel, und Rabona ist damit einer von mehreren Anbietern, die mit der Sprache der Sportart werben. Was ein Name über die Bewilligung sagt, ist nichts. Wer den Vergleich nach Markenklang entscheiden wollte, würde einen Vergleich nach Aussehen führen.
WirWetten trägt einen deutschen Namen und einen Schweizer Anspruch im Klang. Die Bewilligungslage ändert das nicht: keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zum hiesigen Sperrregister, keine Schweizer Aufsichtsstelle, keine Klagemöglichkeit im Land. Der Rechtsweg, den ein Schweizer Gericht bietet, ist damit nicht der Weg, den ein Streit über eine Wette bei WirWetten nimmt.
Ein deutscher Name ist kein Schweizer Sitz. Gerade bei diesem Anbieter lohnt sich der Blick in die eigenen Bedingungen, wenn man wissen will, an welchem Ort eine Streitigkeit geführt würde. Die Antwort ist nicht Zürich.
Wettigo schliesst die Reihe mit demselben Status ab: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Verbindung zum Sperrregister, ohne hiesigen Rechtsweg, gemeldete ausländische Bewilligung ohne Kraft in der Schweiz. Auffällig ist bei dieser Gruppe nicht ein einzelner Anbieter, sondern die Ähnlichkeit: Der Status kommt nicht aus dem Charakter der Marke, sondern aus der Auswahl der Domains.
Von den drei Anbietern dieses Abschnitts gilt für keinen, dass mit ihm etwas nicht stimmt; es gilt für alle drei, dass die Schweiz für sein Geschäft nicht zuständig ist. Damit ist die Entscheidung, die ein Wettender hier trifft, keine Geschmacksfrage, sondern die Wahl einer Rechtsordnung mit anderem Beistand.
AmunRa und 20Bet: zwei Namen und eine offene Rechnung
AmunRa führt in dieser Gruppe einen Namen aus der ägyptischen Götterwelt und ein erstes Argument, das mit Wettmärkten wenig zu tun hat: kein Schweizer Bewilligungsstatus, keine Verbindung zum Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, keine Klagemöglichkeit vor einem Schweizer Gericht. Wer sich für diesen Anbieter entscheidet, entscheidet sich für ein Konto, das an anderer Stelle beurteilt wird.
Man kann den Blick auf die Quote richten, solange gewonnen wird. Der Moment, in dem die Aufsicht zählt, ist der Moment, in dem etwas schiefgeht: eine nicht anerkannte Wette, eine Auszahlung, die auf sich warten lässt, ein Konto, das plötzlich eingeschränkt ist. Für diesen Moment sieht der Bewilligungsrahmen eine Stelle vor, die eine Beschwerde entgegennimmt. Ohne den Rahmen ist die Stelle ein Support-Ticket.
20Bet gehört zum gleichen Status: keine Schweizer Bewilligung, eine gemeldete ausländische Bewilligung ohne Kraft in der Schweiz, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Sperrung durch DNS. Auch hier gibt es nichts zu bemängeln, was das Produkt betrifft, und nichts zu erwarten, was die Aufsicht betrifft.
Damit schliesst sich der Auslandsteil der Reihe. Was von ihm bleibt, ist keine Liste mit Fingerzeigen, sondern eine Feststellung über den Aufwand: Auf der einen Seite ein Wettschein mit Bibliothek an Regeln und Schutzmechanismen, auf der anderen ein schnellerer Weg ohne Bibliothek. Wer diese acht Namen als gleichwertige Alternative zu den beiden Schweizer Veranstaltern liest, hat die Unterscheidung vor der Auswahl getroffen, nicht während.
Übrigens sind nicht alle acht permanent unerreichbar. Die Sperrliste umfasst Ende 2025 671 Domains, und geblockte Adressen werden innert Stunden ersetzt. Der Wechsel der Domain ist für den Betreiber Minutenarbeit, für den Sperrmechanismus ein Lauf im Hintergrund; der wirksamste Schutz bleibt damit die Entscheidung, die man selbst trifft, und nicht die Liste, die für einen geführt wird.
Eredivisie-Wetten in der Schweiz: Grundlagen, Quoten und was es zu lesen gibt
Nach den Bedingungen die Grundlagen des Wettgegenstands selbst. Die Eredivisie ist die höchste Spielklasse der Niederlande, ein Wettbewerb von 18 Vereinen, dessen Ergebnis sich über 34 Spieltage ergibt. Für den Schweizer Markt ist die Liga ein ausländischer Wettbewerb auf einer geschlossenen Liste: spielbar, aber nur im bewilligten Angebot, und nur mit den Wettarten, die dort zugelassen sind.

Wer die Liga zum ersten Mal über ein Wettprogramm kennenlernt, wird von der Fülle der Angebote verleitet, den Markt für die eigentliche Information zu halten. In Wahrheit ist der Markt die Umverteilung: Jede Quote enthält einen Abschlag, und dieser Abschlag ist der einzige Bestandteil, der sicher ist. Alles andere hängt am Ergebnis.
Deshalb ist der Vergleich von Anbietern nach Bewilligung die erste und wichtigste Sortierung – nicht nach Quote. Die Marge, die ein Anbieter auf einen Markt legt, lässt sich aus den angebotenen Zahlen ablesen, wenn man alle Ausgänge eines Marktes nebeneinanderstellt. Beim Beispiel von 2.10, 3.40 und 3.60 ergibt der Kehrwert jedes Preises in der Summe rund 1,030 und die Marge damit etwa 3,0 %. Solche Werte beschreiben einen ruhigen 1X2-Markt; sie sind keine Zusage für Nebenmärkte.
Ein weiterer Grundsatz verbindet beide Seiten des Marktes. Wer nur auf den Favoriten sieht, sieht zwei Drittel des Angebots nicht – die Quote auf ein Unentschieden und jene auf die Niederlage sind Teil desselben Marktes, und keiner dieser Ausgänge ist gratis. Aus drei Wahrscheinlichkeiten, die zusammen mehr als eins ergeben, zieht der Veranstalter seine Marge, und die Nachspielzeit entscheidet regelmässig darüber, ob eine Wette auf ein Unentschieden noch aufgeht.
Was nicht auf dem Wettschein steht, entscheidet ebenfalls mit. Eine Wette gilt für die reguläre Spielzeit samt Nachspielzeit, nicht für Verlängerung und Penaltyschiessen, sofern das Programm nichts anderes sagt. Eine Livewette zählt auch dann, wenn das Ereignis nicht übertragen wird. Wer nicht gelesen hat, was ein Cash-Out wert ist, verkauft einen möglichen Gewinn zum Preis des Anbieters. Die drei Punkte kosten zusammen mehr als jede Quotendifferenz von fünf Zehnteln.
Wer den Einstieg sucht, findet ihn in der Vereinfachung. Eine Einzelwette auf den Sieger eines Spiels der Eredivisie ist überschaubar: Einsatz und Quote ergeben den möglichen Gewinn, und alles andere ist Rahmen. Erst die Kombiwette vervielfacht die Zahl der Bedingungen. Vom Ergebnis einer Kombiwette aus fünfzehn Linien hängt die volle Höhe des Kombiboosts ab – Bedingungen, die sich mit jeder Linie summieren. Wer das eine will, nimmt das andere in Kauf.
Auf der Suche nach einem Anbieter lohnt sich der umgekehrte Weg: erst die Frage, ob man in seinem Wohnkanton überhaupt teilnehmen darf, dann die Frage der Limiten, dann die der Auszahlung, dann die der Quote. Die Reihenfolge ergibt sich aus dem, was passiert, wenn etwas schiefläuft. Die Quote ist der einzige Punkt dieser Liste, der im Streitfall nichts wert ist.
Was ein Eredivisie-Wettschein rechnet: die Marge als Preis des Marktes
Jetzt zur Rechnung, die in jeder Quote steckt, und zu der Frage, was sie den Wettenden auf ein Spiel der Liga kostet. Angenommen, ein 1X2-Markt zu einem Eredivisie-Spiel steht bei 2.10 für den Sieg, 3.40 für das Unentschieden und 3.60 für die Niederlage – eine Beispielrechnung, kein Kurspreis. Die Auszahlungsquote dieses Marktes ergibt sich aus den Kehrwerten der drei Preise: 1 durch 2.10 plus 1 durch 3.40 plus 1 durch 3.60, zusammen gerundet 1,030. Die Differenz zu eins, also rund 3,0 %, ist die Marge, die der Veranstalter aus diesem Markt behält.
Was heisst das für den einzelnen Wettschein? Wer CHF 100 auf alle drei Ausgänge verteilt, bekommt zwischen CHF 210 und CHF 360 zurück, je nach Ausgang – mehr als der Einsatz, aber immer aus einem Topf, dem vorher 100 gezahlt wurden. Die Marge ist keine Gebühr auf dem Wettschein; sie sitzt in jedem Preis, auch in dem, der grosszügig aussieht. Bei einem Einsatz von CHF 100 auf den Favoriten und einer Quote von 2.10 beträgt der mögliche Rückfluss CHF 210 und der mögliche Nettogewinn CHF 110; ein Teil der Differenz zwischen diesem Preis und einem Preis ohne Marge ist der Preis des Marktes.
Diese Rechnung hat eine Grenze. Die 3,0 % gelten für diesen einen Markt unter der Annahme, dass er genau so gestellt ist. Andere Märkte – Summen, Handicaps, Kombinationen – tragen eine andere Marge, und Wettbewerb drückt sie nicht überall gleich. Die Bandbreite liegt in der Grössenordnung weniger Prozentpunkte, und der Vergleich zwischen zwei Anbietern lohnt sich nur, wenn man denselben Markt und dieselbe Linie nebeneinanderlegt. Beim Beispielmarkt beträgt die Marge ungefähr 3 % des Gesamteinsatzes; ein Markt mit einer anderen Linienstruktur kann darüber oder darunter liegen. Der Wert ist eine Schätzung, kein Versprechen.
Am Beispiel eines Wettscheins für die Liga wird die Grössenordnung greifbar. Wer CHF 200 auf eine Eredivisie-Partie setzt, zahlt bei einer Marge von rund 3 % des Gesamteinsatzes rechnerisch etwa CHF 6 in den Preis dieses Marktes ein – ein Betrag, der unabhängig vom Ergebnis anfällt. Bei einer Quote von 2.10 und einem Einsatz von CHF 200 liegt der mögliche Rückfluss bei CHF 420 und der mögliche Nettogewinn bei CHF 220. Wird dieselbe Wette über zehn Partien wiederholt, ist der mögliche Gesamteinsatz CHF 2’000, und die Marge auf diesem Weg beläuft sich auf rund CHF 60 unter der Annahme, dass der Markt in allen zehn Partien so gestellt bleibt. Aus einem kleinen Prozentsatz wird eine Zahl, die man sieht.
Die Marge ist der stille Dritte am Tisch jeder Wette. Ein Anbieter, der mit der besten Quote der Schweiz wirbt, meint in der Regel den Preis, der nach der eigenen Marge zustande kommt; ohne die drei Ausgänge nebeneinander zu legen, ist der Werbespruch nicht überprüfbar. Das ist der Grund, warum auf dieser Seite zuerst die Bewilligung steht und erst danach die Quote: Der Zugang zum Markt ändert sich, die Rechnung im Markt nicht.
Auf den Punkt: wer die Liga in der Schweiz spielen kann und zu welchem Preis
Die Antwort auf die Ausgangsfrage ist kurz und unbequem. Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, kann über Sporttip auf Spiele der Eredivisie setzen; wer in Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf oder Jura wohnt, über Jouez Sport der Loterie Romande. Wer in einem anderen Kanton wohnt, ist von beiden ausgeschlossen, und ein drittes bewilligtes Angebot gibt es nicht. Die acht ausländischen Anbieter, die dieser Seite als Kandidaten begegnen, ändern die Rechnung nicht: Sie haben keine Schweizer Bewilligung, stehen ausserhalb des Sperrregisters und ausserhalb des Schweizer Rechtswegs.
Der Preis dieser Klarheit ist die Enge. Verlustlimiten sind selbst gesetzt, Senkungen wirken sofort, Erhöhungen erst nach 72 Stunden, eine Sperre gilt im Extremfall bis zu 180 Tage oder unbefristet und dann schweizweit. Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 bei einer Systemwette. Die Marge in einem ruhigen 1X2-Markt bewegt sich in der Grössenordnung von rund 3 % des Gesamteinsatzes. Wer rechnet, kommt nicht umhin, diese drei Grössen zusammen zu sehen: Ein Einsatz von CHF 1’000 auf eine Eredivisie-Partie trägt rechnerisch etwa CHF 30 Marge, und das ist der Betrag, den der Markt kostet, bevor die erste Minute gespielt ist.
Für Leserinnen und Leser, die nur eine einzige Entscheidung treffen wollen, lautet die Empfehlung nicht «der beste Anbieter», sondern der klarere Vertrag. Wer Schweizer Spielerschutz, Schweizer Rechtsweg und eine Auszahlung auf das eigene Konto sucht, landet bei Sporttip oder Jouez Sport und akzeptiert dafür Register, Gebiet und Obergrenzen. Wer den schnelleren Weg sucht, findet ihn ausserhalb, mit anderer Aufsicht und anderem Gerichtsstand – und mit Gewinnen, die je nach Kanton voll steuerbar sein können, weil die Verrechnungssteuer dort nicht greift. Wer sich diese Wahl bewusst macht, hat den eigentlichen Nutzen dieser Seite schon gezogen; alles Weitere steht in den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters.
Fragen und Antworten zu Eredivisie-Wetten in der Schweiz
Kann man in der Schweiz auf die Eredivisie wetten, und bei welchen Veranstaltern?
Ja, sofern der Wettbewerb auf der Liste der zugelassenen Sportarten und Wettbewerbe steht. Sportwetten dürfen in der Schweiz nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport anbieten. Beide Kontoangebote sind an das eigene Gebiet gebunden, und ein dritter bewilligter Veranstalter existiert nicht.
Steht die niederländische Liga auf der Gespa-Liste der zugelassenen Wettbewerbe?
Das entscheidet die Gespa-Liste in ihrer jeweils gültigen Fassung, und diese Liste ist der alleinige Massstab: Nur Wettbewerbe, Wettarten und Sportarten, die dort aufgeführt sind, dürfen in der Schweiz angeboten werden. Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe etwa sind nur spielbar, wenn sie ausdrücklich auf der Liste stehen.
Wie wird ein Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?
Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird das Ergebnis zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf fünf Rappen genau abgerundet. Aus CHF 100 Einsatz bei einer Quote von 2.10 werden damit CHF 210 vor der Rundung.
Welche Marge steckt in Eredivisie-Quoten, und warum unterscheiden sich Anbieter?
Die Marge ergibt sich aus den Kehrwerten aller Ausgänge eines Marktes. Bei einem Beispielmarkt mit 2.10, 3.40 und 3.60 liegt die Auszahlungsquote bei rund 97,0 % und die Marge bei etwa 3,0 % des Gesamteinsatzes, mit Schwankungen zwischen 2,5 % und 4,5 % je nach Markt. Nebenmärkte wie Summen, Handicaps oder Kombinationen tragen regelmässig eine andere Marge als der 1X2-Markt.
Was zählt bei Sporttip als reguläre Spielzeit einer Fussballwette?
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer – im Fussball rund 90 Minuten – plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie selbst Gegenstand der Wette sind. Eine Wette auf den Sieger gilt damit nicht für die Verlängerung.
Fussball – freiwettench.com
Inhalt erstellt vom Team «freiwettench.com»
