Online Cricket wetten in der Schweiz: der ehrliche Blick auf zwei Bewilligungen
Wer Cricket wetten will und dabei nach Wahlmöglichkeiten sucht, stösst in der Schweiz auf eine Zahl, die keine Auswahl ist. Es gibt zwei. Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport, mehr nicht, und diese Knappheit ist keine Marktlücke, die irgendwann gefüllt wird, sondern der Regelrahmen selbst. Was auf Suchlisten als Cricket-Anbieter erscheint, kommt fast immer aus dem Ausland und hat mit der Schweiz nichts zu tun ausser einem Publikum.

Stand: 29. Oktober 2026; die Bewilligungsangaben wurden gegen die Gespa als zuständige Aufsichtsbehörde und die Geldspielregeln der Schweiz abgeglichen.
Woran die Zulassung in der Schweiz tatsächlich hängt
Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019, Art. 3 Bst. c und e). Beaufsichtigt wird das Ganze von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat, das seit dem 1. Januar 2021 in Kraft ist. Die eidgenössische Spielbankenkommission prüft ausschliesslich Casinos und hat mit Sportwetten nichts zu tun. Eine Bewilligung fällt zweifach an, als Veranstalterbewilligung und als Bewilligung pro Spiel (Art. 21 bis 25 BGS), und sie gilt nach Art. 4 BGS nur in der Schweiz. Ein ausländisches Papier, ob aus Curaçao, Malta oder Deutschland, verliert hier jede Kraft.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen und Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos bedient die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein; die Loterie Romande die sechs Westschweizer Kantone. Ein Spielerkonto setzt Wohnsitz in der Schweiz und faktisch im jeweiligen Servicegebiet voraus, das folgt aus Art. 47 Abs. 3 VGS in Verbindung mit den eigenen Bedingungen. Wer in Zürich wohnt, kommt nicht zu Jouez Sport, und wer in Genf wohnt, nicht zu Sporttip. Diese Zuteilung ist die erste Tatsache, an der jede Cricket-Suche in der Schweiz hängen bleibt.
Eine Bewilligung sagt übrigens noch nicht, dass die Sportart dabei ist. Die zugelassene Offerte ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, Fassung vom 10. September 2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS. Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie dort stehen, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet. Trainingsläufe sind ausgeschlossen, Corner- und Kartenmärkte ebenso, eine Esports-Sektion existiert in der Liste nicht. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind nach Art. 25 Abs. 2 BGS gesperrt.
Die Liste ist die eigentliche Hürde für Cricket, und sie ist keine Formalie. Was nicht auf ihr steht, kann auch der bewilligte Veranstalter nicht anbieten, und keine Werbezeile hebt das auf. Wer wissen will, ob heute ein T20-Länderspiel wettbar ist, liest nicht die Startseite, sondern diese Liste.
Ein Sammelbegriff aus Basel und seine Herkunft
Swisslos, formell die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Zwei Organisationen, zwei Sprachregionen, ein gemeinsames Aufsichtsregime.
Was die Steuerrechnung mit der Sportart zu tun hat
Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig. Der Bund setzt diesen Betrag ab dem 1. Januar 2026 auf CHF 1’071’000 fest, 2025 lag er bei CHF 1’070’400; der kantonale Betrag weicht ab, deshalb bleibt es bei «je nach Kanton» und nicht bei einer einzelnen Kantonszahl. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die der Wettende über die Deklaration in der Steuererklärung zurückholt. Der typische Cricket-Wettende gewinnt weit darunter und zahlt auf den Gewinn weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer.
Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, sind aber nicht steuerfrei: die kantonale Praxis kann sie voll erfassen, und der Kanton Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Eine Steuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Wer seine Situation klären will, fragt die kantonale Steuerverwaltung oder eine Steuerberatung — die Faustregel «je nach Kanton» trägt hier weiter als jede Zahl.
Sperrliste, Domain-Hopping und was daneben liegt
Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS sperren (Art. 86 bis 93 BGS); die erste Liste datierte auf den 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Gesperrte Domains werden innert Stunden ersetzt, die Gespa nennt in diesem Zusammenhang Interwetten und bet-at-home und führt bet365 als auf der Liste stehend. Was auf der Liste landet, wechselt also schneller als manche Vergleichstabelle.
Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat; möglich sind bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe, gewerbsmässiges Handeln bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nach Auffassung des Bundesamts für Justiz nicht bestraft. Er hat allerdings nichts in der Hand: keine Schweizer Aufsicht, keine Anbindung an das Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg, und in Verfahren gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne eingezogen werden. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und nach Art. 131 BGS mit einer Busse bis CHF 500’000 bedroht. Beschreiben ist erlaubt, anpreisen nicht.
Die ehrliche Zusammenfassung dieser Rechtslage kennt keinen bequemen Sieger: die bewilligte Seite bringt vollen Schweizer Schutz, aber nur zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, Wohnsitzpflicht und Identitätsprüfung. Die ausländische Seite bringt keine Schweizer Bewilligung, kein Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg und eine kantonale Steuerpflicht, die den Gewinn voll erfassen kann.
Weshalb der Schweizer Spielerschutz beim Bettenden selbst beginnt
Es gibt in der Schweiz keine gesetzliche Einzahlungsobergrenze für Sportwetten. Das überrascht fast jeden, der von aussen auf den regulierten Markt schaut. Stattdessen verlangt Art. 87 VGS von der Veranstalterin, dass sie einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze beziehungsweise Verluste fordert. Die Zahl kommt von der Person, die wettet.
Bei Swisslos heisst das konkret: vor der ersten Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Nach dem Statut wären es 24 Stunden; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 an. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen.
Diese 72 Stunden sind die wichtigste Zahl des Abschnitts. Wer nachts um zwei eine Verlustlimite nach oben schrauben will, weil ein Test-Match am fünften Tag kippt, sitzt drei Tage davor. Genau dafür ist die Frist gebaut. Ein Format, das fünf Tage dauert, ist für unauffällige Verluste wie geschaffen: die Partie läuft, das Konto läuft mit, und die Grenze rutscht nicht.
Was die Sperre wirklich umfasst
Der Zugang bei Swisslos lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird dagegen in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Nach Art. 80 bis 82 BGS werden überschuldete oder spielsuchtkranke Personen und Selbstsperren in einem gemeinsamen Register ausgeschlossener Personen erfasst; eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS) und eine Fachstelle ist daran beteiligt (Art. 81 BGS). Ein selbst gewählter Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss nach Art. 89 VGS angeboten werden. Ausgesperrte und Minderjährige haben nach Art. 45 BGS keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.
Der Unterschied zwischen den beiden Sperrarten ist der praktisch bedeutsamste Punkt: die kurze, produktbezogene Sperre ist eine Pause, die befristete unbefristete Sperre ist ein Registereintrag mit Folgen bis ins Casino. Wer sich für ein halbes Jahr aus dem Cricket nehmen will, sollte wissen, welche der beiden er zieht.
Mindestalter, Identität und ein Testkauf-Ergebnis
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, unter 18 ist die Teilnahme ausgeschlossen; wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Nach Art. 47 bis 52 VGS gilt ein Konto pro Person mit verifizierter Identität, nach Art. 72 BGS sind Minderjährige online nicht zugelassen.
Und dann die Zahl, die keine Broschüre druckt: bei Gespa-Testkäufen 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Das ist knapp die Hälfte. Wer die Verkaufsstellenkontrolle als streng beschreibt, beschreibt sie falsch.
Zahlungen, die es nur auf den eigenen Namen gibt
Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausbezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme Auszahlungen und Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Sportwetten nicht, eine Kreditvergabe an Spielende ist nach Art. 75 Abs. 1 BGS untersagt. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, steht in seinen eigenen Bedingungen. Ein Werkzeug, mit dem Schweizer Banken oder Kartensysteme Zahlungen an nicht bewilligte Wettseiten blockieren, gibt es nicht — die Sperre läuft über die DNS-Sperrliste, nicht über den Zahlungsverkehr.
Warum die Marge das eigentliche Thema dieses Marktes ist
Ein Markt ohne Wettbewerb hat einen Preis, und dieser Preis heisst Marge. Sie steckt in jeder Quote und wird nur sichtbar, wenn man sie ausrechnet. Ich nehme ein illustratives Zwei-Weg-Szenario mit zwei Quoten von je 1.90 — ein Beispiel, keine zitierte Zahl irgendeines Anbieters. Die Summe der reziproken Quoten ergibt 1,0526; der Quotenschlüssel ist der Kehrwert davon und liegt bei rund 95 %, die Marge ist der Rest von etwa 5 %. Ein Buchmacher, der T20-Länderspiele auf dem Niveau einer scharfen Fussball-1X2 führt, arbeitet mit 4 bis 6 % Aufschlag. Ich rechne mit 5 % und behaupte damit keine Zahl für Swisslos.
Die Leserichtung dieses Ergebnisses: wiederholt jemand seinen Einsatz auf einen solchen Zwei-Weg-Markt und trifft im statistischen Mittel die Hälfte der Ausgänge, kommen von jedem eingesetzten Franken rund 95 Rappen zurück, fünf Rappen bleiben als Struktur. Das ist kein Pech und kein schlechter Tag — es ist der Preis des Marktes, und er verschiebt sich nicht, weil man den richtigen Moment abwartet. Als grobe Faustregel gilt: in jedem Einsatz steckt eine Marge, und diese Marge ist kein Unfall, sondern die Einnahmequelle des Anbieters.
Was den Preis in der Schweiz höher treibt als in Ländern mit zwanzig konkurrierenden Buchmachern: bei geschlossenem Markt kann der Aufschlag stehen, wie er will. Es gibt hier keinen Anbieter, dem ein Cricket-Fan ausweichen könnte, weil er zwei Prozent billiger ist. Der gedämpfte Quotenschlüssel ist also kein Missmanagement, sondern die Folge der Struktur, die ganz oben beschrieben ist. Wer glaubt, anderswo günstiger zu fahren, zahlt dort üblicherweise denselben Aufschlag und verzichtet gleichzeitig auf die Schweizer Aufsicht.
Ein zweiter Punkt, den die Marge nicht abbildet: die Marge bemisst einen Markt, nicht eine Wette. Sie sagt nichts darüber, wie wahrscheinlich ein bestimmter Ausgang ist, und sie schützt niemanden vor einem Regenabbruch. Ein 1.90 auf einem Favoriten kann bei einer Quote mit 5 % Aufschlag noch immer schlecht sein, wenn der Anbieter die Wahrscheinlichkeit falsch einschätzt. Der Quotenschlüssel misst die Fairness des Rahmens, nicht die Klugheit einer Wette. Genau diese Unterscheidung geht in Werbetexten verloren, die von «fairen Quoten» sprechen. Fair ist ausschliesslich die Aufteilung, und 95 % von etwas sind nie 100 %.
Ein Anhaltspunkt zur Einordnung, mit Bedingung
Der Wert 95 % gehört zu dem Zwei-Weg-Beispiel mit zwei gleichen Quoten von 1.90. Er ist kein Naturgesetz und keine Aussage über einen konkreten Anbieter. In einem Markt mit drei Ausgängen, etwa einem Test-Match mit Sieg, Draw und Niederlage, verteilt sich derselbe Aufschlag auf drei Quoten, und das Rechenverfahren bleibt identisch. Wer es selbst nachvollziehen will, addiert drei Kehrwerte und zieht das Ergebnis von eins ab. Das dauert eine Minute und sagt mehr über einen Buchmacher als jede Startseite.
Was Cricket als Sportart für eine Wette bedeutet
Cricket in der Schweiz findet nicht auf dem Rasen statt, sondern in der Quotenliste, und dort ist die erste Frage nicht «wer gewinnt», sondern «welches Format». Je nach Antwort verhält sich die Wette wie ein anderes Instrument.
Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber; ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen. Ein Test-Match dauert bis zu fünf Tage mit täglich drei Sessions von etwa zwei Stunden; ein One-Day International (ODI) umfasst in der Regel 50 Overs pro Innings, ein Twenty20 (T20) 20 Overs pro Innings mit höchstens 75 Minuten je Innings. Diese Zahlen sind kein Regelwerk zum Selbstzweck, sondern die Erklärung für die Preisunterschiede.
Ein Fünf-Tage-Match bietet grob 450 Overs und lässt sich nicht auf einen Ergebnistyp verengen; Witterung, Draw-Risiko und der Verlauf über fünf Tage erzeugen viele Stufen der Unsicherheit. Eine ODI-Partie spielt an einem Tag, 100 Overs, ein Ergebnis. Ein T20 ist in rund drei Stunden vorbei. Ein Anbieter, der Cricket ernsthaft führt, muss für jedes Format eigene Märkte bauen. Wer nur ein Format anzeigt und zu den anderen schweigt, führt die Sportart nicht, sondern nennt sie nur.
Deshalb schaue ich zuerst auf die Überschrift des Marktes, nicht auf die Zahl daneben. Ein Preis ohne Angabe «50 Overs» oder «20 Overs» ist ein Preis ohne Produktbeschreibung. Bei einem Test-Match gehört zusätzlich die Frage nach dem Draw gestellt, denn der Draw ist hier kein Ausreisser, sondern ein reguläres Ergebnis, während er in einem ODI praktisch verschwindet.
Ein Tie — alle Innings beendet, Punktestand gleich — gilt als sehr selten. Ein Draw ist in der Regel ein Spiel, bei dem die Zeit vor Ende aller Innings abläuft. Zwei verschiedene Begriffe, zwei verschiedene Märkte. Wer sie gleichsetzt, hat zwei Quoten verwechselt, noch bevor der erste Ball geworfen ist.
Der Kalender, die Turniere und die Lücken dazwischen
Über das Jahr verteilen sich die Formate: Testserien laufen in mehreren Fenstern über Wochen, ODIs und T20 füllen die Räume dazwischen, und die Indian Premier League (IPL) ist das Beispiel einer nationalen Twenty20-Liga mit internationalen Spielern. Das ist die Struktur, in der ein Cricket-Wettender seinen Kalender liest.
Die Weltmeisterschaften setzen die Schwerpunkte. Der Cricket World Cup der Männer findet alle vier Jahre statt und wird mit 50 Overs pro Innings gespielt, seit 1987, zuvor mit 60. Die erste Austragung war 1975 in England, Rekordsieger ist Australien mit sechs Titeln. Das Finale 2019 hat gezeigt, wie weit so ein Spiel reicht: nach 50 Overs stand es 241:241, im Super Over 15:15, und England gewann anhand der Zahl der Boundaries. Solche Abende sind kein Wettargument, sie erklären nur, warum Cricket bis zur letzten Kugel offen bleibt und warum ein Draw selten, aber nicht absurd ist.
Den Cricket World Cup 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien. Die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert. Wer auf ein grosses Turnier setzt, sollte wissen, dass Format und Feldgrösse die Zahl der Vorrundenspiele und die Verteilung der Favoritenrollen direkt verändern. Ein erweitertes Feld bedeutet mehr Partien mit klarer Favoritenstellung und mehr Gelegenheiten, an denen eine Wette auf den Aussenseiter uninteressant wird.
Für Schweizer Verhältnisse schliesslich gilt: die Auswahl an internationalem Cricket hängt an der Liste der bewilligten Wettarten, nicht am Kalender. Ob die IPL, ob eine Testserie, ob eine WM-Qualifikation verfügbar ist, entscheidet die Zulassung. Wer ein bestimmtes Turnier sucht, prüft das im Wettprogramm, bevor er sich überlegt, wie viel er darauf setzen will.
Regen, DLS und das No Result
Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in durch Wetter unterbrochenen Limited-Overs-Spielen. Eingeführt wurde sie 1997, 1999 hat der International Cricket Council (ICC) sie offiziell übernommen, und seit November 2014 trägt sie nach Steven Stern ihren heutigen Namen.
Warum das für eine Wette zählt: bei Regen bricht nicht einfach ein Ergebnis zusammen, es wird ein neues Ziel berechnet, häufig bei reduzierter Overs-Zahl. In einem 50-Over-Spiel muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, im Twenty20 mindestens fünf, sonst wird die Partie als «No Result» gewertet — Ausnahme bleibt ein Team, das all out ist oder das Ziel früher erreicht. Eine Wette auf den Sieger kann also ersatzlos verschwinden, obwohl im Fernsehen gespielt wurde. Acht Overs Regen in einem T20, und die gesamte Ausgangsrechnung ist weg. Das ist der teuerste Blindfleck im Cricket-Wetten, und er lässt sich nicht durch bessere Quotenwahl schliessen.
Was Cricket in der Schweiz nicht ist
Ein ovales Feld, ein gepflegter Streifen, ein roter Lederball auf der Rasenkante und ein Holzbchläger daneben — das Bild gehört einer Sportart, die in Schweizer Dörfern keinen Platz hat. Cricket ist hier keine Breitensportart. Es gibt keine nationale Profiliga, und es gibt folglich keine Buchmacher, die sich um diesen Markt streiten. Der Sport erreicht die Schweiz über internationale Übertragungen, und die Wette entsteht im Wohnzimmer.
Wer das einmal begriffen hat, sortiert seine Fragen neu. Die Frage nach dem besten Quotenschlüssel für die IPL ist interessant, aber sie wird von der Frage überholt, ob überhaupt ein Zugang zu Märkten existiert und ob das Konto im Streitfall unter Schweizer Aufsicht steht. Genau dort verschiebt sich der Schwerpunkt: nicht beim Preis, sondern beim Zugang und beim Durchgriff.
Was im Gespräch über Cricket-Wetten in der Schweiz regelmässig übersehen wird
Die Berichterstattung über Cricket fällt hier sporadisch aus, sie konzentriert sich auf WM-Jahre und grosse Serien. Für Wettende ist daran nur eines nützlich: die Quotenliste kennt diese Lücken nicht. Sie richtet sich nach der Liste der bewilligten Wettarten, nicht nach der Nachrichtenlage. Wer sich ausschliesslich über Zeitungsartikel informiert, verwechselt Aufmerksamkeit mit Angebot.
Zehn Namen im Vergleich
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalterin oder berichtete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa | Swisslos, Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande |
| Betscore | keine Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz |
| 22Bet | keine Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz |
| bet-at-home | keine Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz; von der Gespa im Zusammenhang mit Domain-Hopping genannt |
| Betify | keine Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz |
| ZotaBet | keine Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz |
| BetAlright | keine Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz |
| N1 Bet | keine Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz |
| BetFury | keine Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz |
Die Übersicht zeigt in der zweiten Spalte nur zwei Einträge mit Inhalt, und genau darin liegt die ganze Geschichte dieses Themas. Die acht ausländischen Marken teilen sich denselben Eintrag, weil ihre Bewilligungslage für einen Schweizer Bettenden identisch ist: das Papier, das sie vorzeigt, wird hier nicht anerkannt (Art. 4 BGS). Die Spalte wiederholt sich, und die Wiederholung ist die Information.
Zwei Details, die in einer Tabelle keinen Platz finden. Erstens sind die beiden bewilligten Veranstalter nicht austauschbar, sondern geografisch getrennt; wer die Zeile «Swisslos Sporttip» liest, muss seinen Wohnkanton mitdenken. Zweitens ist die Liste eine Momentaufnahme: die Gespa veröffentlicht gesperrte Domains und tauscht sie innert Stunden, wenn Anbieter ihre Adressen verschieben. Eine Zeile wie die von bet-at-home kann in einem halben Jahr anders lauten.
Ab hier folgt, was an jedem der zehn Namen dranhängt, in der Reihenfolge der Übersicht.
Swisslos Sporttip — die einzige Bewilligung mit einer Chance auf Cricket-Märkte
Swisslos sitzt in Basel und betreibt Sporttip als Sportwette der Interkantonalen Landeslotterie Genossenschaft. Die Bewilligung ist eine Schweizer Bewilligung für ein Grossspiel, als Veranstalter- und als Spielbewilligung nach BGS, SR 935.51, unter der Aufsicht der Gespa. Das Konto ist ausschliesslich Personen vorbehalten, die im Servicegebiet wohnen: den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dem Tessin und dem Fürstentum Liechtenstein.
Was das Konto konkret kostet, steht in den Bedingungen. Vor der ersten Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für unter 21-Jährige; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Ein Mindesteinsatz von CHF 1 steht einem Höchsteinsatz von CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette gegenüber. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Begründung ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. In der Praxis heisst das: eine sehr grosse Wette auf einen Cricket-Final in einem Zug ist nicht möglich.
Beim Cash-Out gibt es Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiger Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden. Wer glaubt, «Cash-Out» sei eine Rückfahrkarte zum halben Preis, hat die Richtung des Geschäfts missverstanden: der Anbieter kauft die Wette zurück, und er kauft sie billig.
Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie einem Penaltyschuss, einer Roten Karte oder einem Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Eine Cricket-Wette auf ein laufendes Over fällt in genau dieses Fenster. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Veranstaltung lassen sich nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombinieren; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die gesamte Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer den Boost nutzt und dann vorzeitig aussteigt, hat ihn nicht genutzt.
Das Urteil über diesen Anbieter fällt nicht über das Programm, sondern über die Auszahlungslogik: Gewinne und Guthaben gehen nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers (Art. 50 Abs. 2 VGS), und anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren hier nicht. Für Cricket ist das der entscheidende Vorteil, nicht die Quotenhöhe.
Loterie Romande Jouez Sport — dieselbe Bewilligung, andere Sprachregion
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne als Kontaktadresse, 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Bewilligungslage ist dieselbe wie bei Swisslos: eine Schweizer Bewilligung für ein Grossspiel nach BGS, SR 935.51, mit Gespa-Aufsicht, und ein Onlinekonto nur für Personen mit Wohnsitz im Servicegebiet, das heisst in einem der sechs Kantone.
Für einen Cricket-Fan in Genf ist das keine zweite Wahl, sondern die einzige bewilligte Tür. Die Alternative wäre eine Marke ohne Schweizer Bewilligung — und damit der Verzicht auf Schweizer Aufsicht, Sperrregister und Rechtsweg. Diese Wahl ist kein Geschmacksurteil, sie ist eine Wohnsitzfrage, und sie wird oft genug in Empfehlungslisten verschwiegen.
Was die Westschweizer Lösung von der Deutschschweizer unterscheidet, liegt im Netz der Verkaufsstellen und in der Sprache. Wer in Freiburg oder Neuenburg bereits Kundin oder Kunde der Loterie Romande ist, hat ein Konto, das er nicht neu aufsetzen muss. Wer in Zürich sitzt, kann die Bewilligung nicht mitnehmen. Beides ist Folge der kantonalen Zuteilung, nicht einer freiwilligen Beschränkung.
Betscore — ein Name ohne Schweizer Bewilligung
Betscore gehört zur Gruppe der Marken, die in der Schweiz ohne Bewilligung auftreten. Das bedeutet: keine Schweizer Aufsicht, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden.
Für Cricket lässt sich über Betscore nichts prüfen, was in der Schweiz Gültigkeit hätte. Wer dort ein Konto eröffnet, entscheidet sich nicht zwischen zwei Quotenschlüsseln, sondern zwischen zwei Rechtsordnungen.
22Bet — dieselbe Bewilligungslage, dieselben Grenzen
Bei 22Bet liegt nichts anders. Es fehlt die Schweizer Bewilligung, es fehlt die Anbindung an das Sperrregister, es fehlt die Schweizer Durchsetzbarkeit. Eine ausländische Bewilligung, wie auch immer sie lauten mag, entfaltet nach Art. 4 BGS keine Wirkung in der Schweiz.
Die Marke wird hier genannt, weil Schweizer Wettende sie antreffen, nicht weil sie eine Option für Cricket darstellt. Der Unterschied zu Sporttip ist nicht das Programm, sondern der Umstand, dass im Streitfall keine Schweizer Stelle zuständig ist.
bet-at-home — ein Name, den die Aufsicht selbst führt
bet-at-home ist eine der Marken, die die Gespa im Zusammenhang mit Domain-Hopping ausdrücklich nennt, ebenso Interwetten; bet365 wird als auf der Liste stehend geführt. Das ist eine ungewöhnlich gute Nachricht für den Leser: hier ist nicht eine Vergleichsseite am Werk, sondern die Aufsichtsbehörde dokumentiert selbst, dass gesperrte Domains innert Stunden ersetzt werden. Die Liste umfasste Ende 2025 insgesamt 671 Domains, die erste Fassung stammte vom 3. September 2019.
Wer auf solchen Seiten spielt, spielt auf einer Adresse, die in ihrer Eigenschaft als gesperrte Domain bereits aktenkundig ist. Die Schweizer Bewilligung fehlt weiterhin, unabhängig davon, wie oft die Domain wechselt.
Betify — ohne Bewilligung, ohne Register, ohne Schweizer Weg
Betify erscheint hier wie die anderen ausländischen Marken und mit derselben Bewilligungslücke: keine Schweizer Bewilligung, keine Sperrregister-Anbindung, kein Schweizer Rechtsweg. Was ein Regenabbruch in einem T20 dort bedeutet, entscheidet sich nach den Bedingungen des Anbieters, und niemand in der Schweiz kann eine Regel durchsetzen, die zu Ungunsten des Anbieters ausfällt.
Ein Konto dort ist deshalb keine Cricket-Entscheidung, sondern eine Rechtswahl mit Cricket als Anlass.
ZotaBet — ohne Bewilligung, mit Domain-Risiko
ZotaBet tritt ohne Schweizer Bewilligung auf. Bei dieser Marke rückt das Domain-Risiko in den Vordergrund: eine gesperrte Adresse wird kurzfristig ersetzt, und wer sein Konto an eine Adresse bindet, die verschwinden kann, bindet es an nichts Dauerhaftes. Für ein Überformat wie ein Test-Match über fünf Tage ist das kein nebensächliches Detail.
Über die Ausgestaltung eines Cricket-Marktes bei ZotaBet lässt sich in der Schweiz nichts Belastbares sagen, und das ist kein Versäumnis der Berichterstattung, sondern die unmittelbare Folge der Bewilligungslage.
BetAlright — ohne Bewilligung, ohne Schweizer Verlustschutz
Bei BetAlright fehlt die Schweizer Bewilligung. Der Unterschied zu den bewilligten Veranstaltern ist hier nicht in erster Linie der Quotenschlüssel, sondern der Verlustschutz: die Limiten nach Art. 87 VGS und das Sperrregister nach Art. 80 bis 82 BGS gelten für einen Anbieter, der keine Schweizer Bewilligung hat, nicht.
Wer Cricket über mehrere Tage verfolgt und dabei die Kontrolle verlieren kann, verliert sie bei einer Marke ohne Schweizer Bewilligung ohne Netz. Das ist der Punkt, an dem die Bewilligungsfrage aufhört, eine Formalie zu sein.
N1 Bet — ohne Bewilligung, und die Steuer hängt nicht an der Domain
N1 Bet tritt ohne Schweizer Bewilligung auf, mit denselben Folgen für Aufsicht, Register und Rechtsweg. Anders verhält es sich bei der Steuer: Gewinne bei ausländischen Anbietern sind nicht der Verrechnungssteuer unterworfen, was nicht Steuerfreiheit bedeutet. Die kantonale Praxis kann sie voll erfassen — der Kanton Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Betragshöhe.
Der Schweizer Veranstalter dagegen zieht bei Überschreiten des Freibetrags 35 % Verrechnungssteuer ein, und der Freibetrag von CHF 1’071’000 ab dem 1. Januar 2026 (2025: CHF 1’070’400) liegt so hoch, dass ein typischer Cricket-Gewinn ihn nicht erreicht. Die Steuer ist damit der zweite Unterschied, den eine ausländische Domain nicht auflöst.
BetFury — ohne Bewilligung, keine Schweizer Struktur
BetFury steht für die Gruppe der Marken, die ohne Schweizer Bewilligung auftreten und deren Rechtsstellung in der Schweiz unverändert bleibt, unabhängig davon, wie die Seite sich präsentiert. Keine Gespa-Aufsicht, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Möglichkeit einer DNS-Sperre besteht jederzeit.
Ob Cricket dort ein breites Programm hat, lässt sich von der Schweiz aus nicht überprüfen, und für einen Wettenden, der Schweizer Schutz sucht, ist die Frage ohnehin nachrangig.
Welche Wahl am Ende bleibt
Die Cricket-Wahl in der Schweiz ist eine Zweiteilung, und sie verläuft nicht zwischen gut und schlecht, sondern zwischen zwei Paketen. Auf der einen Seite zwei Veranstalter mit Bewilligung, die einander geografisch ausschliessen und deren Programm an eine geschlossene Liste gebunden ist. Auf der anderen Seite Marken ohne Bewilligung, bei denen der Spielende nach Auffassung des Bundesamts für Justiz nicht bestraft wird, aber ohne Schweizer Aufsicht, ohne Sperrregister-Anbindung und ohne Schweizer Rechtsweg dasteht — während die Aufsichtsbehörde die Domains selbst sperrt.
Wer in der Deutschschweiz wohnt, prüft zuerst, ob die Gespa-Liste das gewünschte Turnier und die Wettart führt, und setzt dann bei Sporttip mit den eigenen Verlustlimiten im Hinterkopf. Wer in der Westschweiz wohnt, tut dasselbe bei Jouez Sport. Für alle, die sich von einem ausländischen Programm mehr Cricket-Auswahl versprechen: der Preis ist die Schweizer Aufsicht, die Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen und der Zugang zu einem Sperrregister, das im Notfall die Reissleine zieht. Und die Marge zahlt man hier wie dort.
Häufige Fragen zu Cricket-Wetten in der Schweiz
Kann man in der Schweiz bei Swisslos oder Loterie Romande auf Cricket wetten?
Cricket ist in der Schweiz wettbar, wenn die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten die Sportart, den Wettbewerb und die Wettart führt. Beide Veranstalter arbeiten mit dieser Liste. Wer eine bestimmte Partie sucht, prüft das Wettprogramm, bevor er setzt.
Was bedeuten Test-Match, ODI und Twenty20 für die Wahl der Wette?
Das Format bestimmt die Unsicherheit. Ein Test-Match läuft bis zu fünf Tage mit täglich drei Sessions; ein ODI hat 50 Overs pro Innings, ein T20 nur 20 mit höchstens 75 Minuten je Innings. Mehr Overs heissen mehr Ergebniswege und einen Draw, der beim ODI praktisch nicht vorkommt.
Wie wirkt sich Duckworth-Lewis-Stern bei Regen auf eine Wette aus?
Die Methode berechnet bei Wetterunterbrüchen ein neues Ziel für die zweite schlagende Mannschaft. Unter 20 Overs im ODI und unter fünf im T20 gilt das Spiel als «No Result», sofern kein Team all out ist oder das Ziel bereits erreicht hat. Eine Siegwette kann damit ersatzlos entfallen, obwohl gespielt wurde.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote?
Ein Gewinn ist Einsatz mal Quote. CHF 100 auf 1.90 ergeben CHF 190 Rückfluss, davon CHF 90 netto; kombiniert man zwei Siege zu 2.10 und 1.90, ergibt die Multiplikation 3.99 und bei CHF 100 Einsatz einen Rückfluss von CHF 399. Die Quote enthält die Marge des Anbieters bereits.
Wie lässt sich die Marge in Cricket-Quoten abschätzen?
Man addiert die Kehrwerte aller Quoten eines Marktes. Bei 1.90 und 1.90 ergibt das 1,0526, der Quotenschlüssel liegt bei rund 95 % und die Marge bei etwa 5 %. Je nach Markt bewegt sich der Aufschlag zwischen rund 4 und 6 %. Je höher er liegt, desto teurer wird derselbe Markt auf Dauer.
Wie werden Gewinne bei ausländischen Seiten gegenüber Sporttip besteuert?
Bei Schweizer Grossspielen gilt ein Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn, ab dem 1. Januar 2026 CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400), kantonal abweichend; darüber behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein. Ausländische Gewinne sind nicht verrechnungssteuerpflichtig, kantonal aber unter Umständen voll steuerbar — im Thurgau unabhängig von der Höhe.
Wie schützt man sich bei einer Partie über mehrere Tage?
Über die eigenen Limiten: bei Swisslos Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage ab der ersten Teilnahme, Oberlimite CHF 9’999, für unter 21-Jährige CHF 1’000, Senkung sofort, Erhöhung nach 72 Stunden. Dazu eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage und eine Zugangssperre von 1 bis 180 Tagen.
Sportarten – freiwettench.com
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