Afrika-Cup-Wetten in der Schweiz: zwei Veranstalter, ein geschlossener Katalog

Updated Oktober 2026
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Stand: 29. Oktober 2026 · Bewilligungsangaben geprüft gegen die Veranstalterbewilligungen nach Geldspielgesetz und die Aufsicht der Gespa.

Wer in der Schweiz auf den Afrika-Cup wetten will, hat keine zehn Anbieter zur Auswahl. Er hat zwei. Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport — mehr Veranstalter lässt das Geldspielgesetz für Sportwetten nicht zu, und wer auf dem Schweizer Markt danach sucht, findet eine Handvoll fremder Marken, die hier nichts dürfen und trotzdem sichtbar sind. Damit fällt die übliche Frage «Wo ist die Quote am besten?» in eine andere: Sie lautet hier, ob eine Wette auf dieses Turnier überhaupt freigegeben ist und ob die ausgewählte Wettart auf der Liste der Aufsicht steht. Diese Frage entscheidet vor jedem Quotenvergleich, und sie entscheidet schneller, als den meisten bewusst ist.

Ein ausgetrockneter Fussballplatz mit Rasenstreifen im warmen Nachmittagslicht, im Hintergrund Palmen und ein flaches Stadiondach.
Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden.

Der Afrika-Cup selbst ist kein Turnier, das alle vier Jahre im Sommer läuft. Die letzte Ausgabe, der Afrika-Cup 2025, wurde vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko gespielt, mit 24 Nationen und einer Verschiebung, die kein Zufall war. Die nächste, der Afrika-Cup 2027, ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda angesetzt. Wer heute eine Wette vorbereitet, plant also nicht für ein Wochenende, sondern für ein Fenster von mehreren Wochen — und über einem Turnier, das zum ersten Mal in seiner Geschichte von drei Gastgebern gleichzeitig ausgerichtet wird.

Spielplan und Runden des Afrika-Cups: wann welche Wette überhaupt möglich wird

Zuerst der Kalender, denn er bestimmt alles andere. Ein Turnier, das im Juni beginnt und im Juli endet, fällt in einen anderen Teil des Wettjahres als eines, das über Weihnachten läuft. 2025 war genau das der Fall: Das Turnier wurde wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 vom Sommer 2025 auf den Jahreswechsel verschoben. Aus einem Sommerfest wurde eine Weihnachts- und Januarveranstaltung. Für den Wettenden heisst das, dass sich die interessanteste Phase der Gruppenphase zwischen den Feiertagen abspielte, während ein grosser Teil der europäischen Ligen pausierte — und damit ein Wettprogramm auf sich zog, das sonst dünner aussieht.

Die nächste Ausgabe kehrt in den Sommer zurück, und das verschiebt die Frage, wann man überhaupt hinschauen muss, wieder an ihren gewohnten Platz. Für den Afrika-Cup 2027 haben sich 54 Mannschaften für die Qualifikation angemeldet. Aus diesen 54 werden 24 Teilnehmer, denn seit 2019 tritt das Turnier mit 24 Mannschaften an. Damit steht schon vor dem ersten Anpfiff fest, wie viel Vorfeld es zu bewetten gibt: zwei Jahre Qualifikationsspiele mit einem sehr grossen Teilnehmerfeld, verteilt über mehrere Kontinentalblöcke, und anschliessend die vier Wochen der Endrunde.

Gruppenphase: sechs Vierergruppen und ein Umweg, der Wetten verändert

Der Afrika-Cup 2025 wurde in sechs Vierergruppen gespielt. Die Gruppenersten und -zweiten kamen weiter, dazu die besten vier Gruppendritten. Das ist eine Feinheit mit Folgen für jeden, der auf das Weiterkommen setzt: Ein Team kann in der Gruppenphase ohne einen einzigen Sieg weiterkommen, wenn es die richtige Punktzahl und das richtige Torverhältnis erwischte. Wer «Weiterkommen» als Quasi-Siegbedingung liest, bewertet den Markt falsch.

Danach folgte ein K.-o.-System mit Verlängerung und Elfmeterschiessen bei Gleichstand. Diese Zeile aus den Regeln des Turniers ist der wichtigste Satz auf dieser Seite für alle, die auf den Spielausgang setzen, und sie bekommt im Abschnitt zu den Wettarten noch ihren eigenen Platz, weil sie dort über Gewinn und Nichtgewinn entscheidet.

Sechs Vierergruppen bedeuten 36 Spiele in der Gruppenphase. Zusammen mit Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale und den beiden Platzierungsspielen kommt eine Endrunde auf 52 Partien. Für den Spielenden heisst das: Mit jeder Runde verengt sich das Feld der Mannschaften, und mit jeder Runde verengt sich das Wettangebot in der Breite, während es in der Tiefe zunimmt — auf das Finale gibt es mehr Märkte als auf ein Gruppenspiel zwischen zwei Aussenseitern, weil mehr Leute zusehen.

Die entscheidende Abfolge geht so: Qualifikation, Auslosung der Gruppen, Gruppenphase, K.-o.-Runden, Finale. Erst mit der Auslosung stehen Paarungen fest, für die ein Vorabmarkt sinnvoll ist. Bis dahin sind Wetten auf den Turniersieg die einzige Möglichkeit, eine Meinung abzugeben — und sie binden Geld über Monate. Wer im Frühjahr 2027 auf einen Turniersieger setzt, setzt auf ein Team, dessen Kader sich bis zum Anpfiff mehrfach verändert, dessen Gruppengegner noch unbekannt sind und dessen Weg durch das Tableau vom Losglück abhängt. Das ist keine Kleinigkeit, sondern der Preis, den jede Vorabwette auf ein Turnier trägt.

K.-o.-Runden und Finale: was die Runde mit der Wette macht

Die Viertelfinals sind der Punkt, an dem aus einem breiten Angebot ein enges wird. Vier Spiele, acht Mannschaften, und nach dieser Runde sind die Kurse so gestellt, dass die Favoriten kaum mehr Geld wert sind. Der Afrika-Cup 2025 endete in einem Finale, das die Geschichte dieses Turniers kennt: Am 18. Januar 2026 gewann Senegal gegen Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung. Torschützenkönig des Turniers war Brahim Díaz aus Marokko mit fünf Toren, und im Spiel um Platz 3 gewann Nigeria gegen Ägypten im Elfmeterschiessen mit 4:2.

Dann kam, zwei Monate nach dem Finale, der Teil, den kein Wettmarkt eingepreist hatte: Die CAF wertete das Endspiel mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Spieler nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit vorübergehend den Platz verlassen hatten. Der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Für jeden, der auf dieses Finale gesetzt hatte, ist das eine Handfeste Lehre über den Unterschied zwischen dem, was auf dem Platz passiert, und dem, was der Veranstalter am Ende als Ergebnis führt. Ein Veranstalter wertet nach seinen eigenen Wettregeln ab, nicht nach dem Gefühl, dass das Ergebnis «eigentlich» anders war. Diese Abgrenzung steht im Abschnitt zu den Wettarten ausführlich.

Der Zeitplan für die nächste Ausgabe lässt sich damit in eine Reihe von Entscheidungszeitpunkten übersetzen. Wer auf einzelne Gruppenspiele setzen will, braucht die Auslosung. Wer auf das Weiterkommen setzen will, muss die Drittplatzierten-Regel kennen. Wer auf den Titelgewinner setzen will, kann das sehr früh tun und bezahlt dafür mit einem langen Zeitraum, in dem sein Geld gebunden ist und sich Verletzungen, Formkrisen und Kaderänderungen ereignen, die keine Quote vorwegnimmt — bei Sporttip gibt es Cash-Out unter anderem für Langzeitwetten, worauf an passender Stelle zurückzukommen ist. Wer auf das Finale setzen will, wartet am längsten und hat dann die engste Auswahl an Mannschaften.

Veranstalter im Vergleich: zwei Bewilligungen, acht fremde Marken ohne

Die folgende Übersicht ordnet die Marken nach dem, was in der Schweiz zählt: ob eine Bewilligung besteht und welcher Veranstalter dahintersteht. Sie ist keine Empfehlungsliste, sondern eine Einordnung — die zwei Schweizer Veranstalter zuerst, danach die Marken, die ohne Schweizer Bewilligung auftreten.

Marke Bewilligungsstatus in der Schweiz Veranstalter oder angegebene Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS, Aufsicht Gespa Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande)
Bruce Bet ohne Schweizer Bewilligung angegebene Bewilligung nicht etabliert, ohne Wirkung in der Schweiz
1xBet ohne Schweizer Bewilligung angegebene Bewilligung nicht etabliert, ohne Wirkung in der Schweiz
Funbet ohne Schweizer Bewilligung angegebene Bewilligung nicht etabliert, ohne Wirkung in der Schweiz
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung angegebene Bewilligung nicht etabliert, ohne Wirkung in der Schweiz
BetLabel ohne Schweizer Bewilligung angegebene Bewilligung nicht etabliert, ohne Wirkung in der Schweiz
Gamdom ohne Schweizer Bewilligung angegebene Bewilligung nicht etabliert, ohne Wirkung in der Schweiz
Pribet ohne Schweizer Bewilligung angegebene Bewilligung nicht etabliert, ohne Wirkung in der Schweiz
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung angegebene Bewilligung nicht etabliert, ohne Wirkung in der Schweiz

Die Spanne in dieser Übersicht ist keine Marktbeobachtung, sondern eine Rechtsfolge. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Es gibt keine dritte Bewilligung, keine Bewilligung in Aussicht und keine ausländische Bewilligung, die hier etwas gälte: Eine Bewilligung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder irgendeinem anderen Land hat in der Schweiz keine Wirkung. Wer in der Spalte der letzten Zeilen nach einem Namen sucht, der irgendwo eine Aufsicht trägt, findet einen — nur ist er hier ohne Kraft. Das ist der teuerste Irrtum auf diesem Gebiet, weil er sich nicht als Irrtum anfühlt: Die Seite ist professionell gebaut, die Quoten stehen, die Registrierung funktioniert, und erst im Streitfall zeigt sich, dass niemand da ist, an den man sich wenden könnte.

Was verlangt wird, ist auch nicht dasselbe. Bei den zwei bewilligten Veranstaltern ist der Kontozugang an ein Wohnsitzkriterium gebunden: Swisslos mit Sporttip bedient das Gebiet der Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande mit Jouez Sport veranstaltet für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer im Wallis wohnt, kann sich bei Sporttip nicht registrieren, und wer in Zürich wohnt, nicht bei Jouez Sport. Diese Aufteilung zerlegt die Schweiz in zwei Wettgebiete, und für einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung heisst das schlicht: Es gibt genau einen bewilligten Anbieter zur Auswahl. Von einem Vergleich der zwei Veranstalter zu sprechen klingt nach Wahlfreiheit, die für die meisten hier nicht besteht.

Die Zahl der Marken in dieser Liste sagt also nichts über die Zahl der Optionen. Sie sagt etwas über die Zahl der Namen, die einem begegnen.

Grundlagen des Afrika-Cups: Ausrichter, Modus und die letzte Ausgabe

Der Afrika-Cup wird von der CAF organisiert und wurde erstmals 1957 ausgetragen. Ägypten ist mit sieben Titeln Rekordsieger, Rekordtorschütze ist Samuel Eto’o mit 18 Toren. Seit 2019 treten 24 Mannschaften an. Nach der Austragung 2027 soll das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden — eine Änderung, die den Turnierrhythmus der letzten Jahre beendet und für den Wettenden bedeutet, dass der nächste Afrika-Cup nach 2027 nicht mehr so nah am gerade gespielten liegt wie bisher.

Ein Fussball liegt auf rotbraunem Sand am Rand eines Dorfes, die Abendsonne wirft lange Schatten.
Der Afrika-Cup 2025 fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko mit 24 Nationen statt.

Der Afrika-Cup 2025 fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko mit 24 Nationen statt. Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden; zur Qualifikation meldeten sich 54 Mannschaften an. Dazwischen liegen rund achtzehn Monate ohne Afrika-Cup, und danach eine Pause von mehreren Jahren. Wer sein Wettbudget über das Turnier streckt, plant über ein Fenster mit harten Rändern und nicht über einen Dauerzustand.

Diese Einordnung hat eine praktische Konsequenz, die man nicht hoch genug hängen kann: Ein Turnier ohne Schweizer Beteiligung verändert das Wettverhalten nicht. Der Kalender macht keine Ausnahme, die Limiten machen keine Ausnahme. Wer sonst in der Bundesliga eine Wette platziert, platziert sie hier auf ein Turnier, zu dem er womöglich keine Mannschaft je live gesehen hat — und genau dort liegt eine Falle, weil Namen bekannter sind als Form. Wer den Afrika-Cup 2025 verfolgt hat, kennt den Namen Brahim Díaz; wer den Afrika-Cup 2027 bewettet, kennt die Kader von 54 Qualifikationsteilnehmern nicht. Die Endrunde komprimiert in vier Wochen, was eine Liga über Monate verteilt, und sie tut das zu einem Zeitpunkt, an dem die Mehrheit der Wettenden das erste Mal in diesem Jahr ein afrikanisches Team spielen sieht.

Zur Organisation gehört noch ein Punkt, der in einem Quotenvergleich gern untergeht. Die CAF ist der Ausrichter, nicht der Buchhalter. Ergebnisse werden nach den Regeln des Turniers festgestellt, und die können sich auch nach dem Abpfiff noch ändern — wofür die nachträgliche Wertung des Finales 2025 mit 3:0 für Marokko das beste Beispiel liefert, das dieses Turnier zu bieten hat.

Rechtslage: was in der Schweiz erlaubt ist und wer es entscheidet

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz. Zuständig für die Aufsicht ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern; die Eidgenössische Spielbankenkommission ist es ausdrücklich nicht, sie beaufsichtigt nur Casinos. Das ist keine Spitzfindigkeit für Juristen, sondern der Grund, warum die Rechtslage so eng aussieht: Auf der einen Seite stehen zwei Veranstalter, auf der anderen eine Behörde mit einer Liste.

Ein Bergpass in den Schweizer Alpen mit leerer Strasse und Schneeresten am Rand im ersten Frühlicht.
Im Finale des Afrika-Cups 2025 am 18. Januar 2026 gewann Senegal gegen Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung.

Eine Bewilligung braucht zwei Teile — eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung je Spiel — und sie gilt nur in der Schweiz. Verlangt sind mindestens 18 Jahre, ein einziges Konto pro Person und eine geprüfte Identität. Für ein Online-Konto kommt dazu der Wohnsitz in der Schweiz und faktisch der Wohnsitz im Gebiet des jeweiligen Veranstalters. Ein weiteres Konto bei einem anderen bewilligten Anbieter lässt sich nicht einfach eröffnen, wenn der Wohnkanton nicht in dessen Gebiet liegt.

Was gewettet werden darf und was nicht

Das Angebot ist eine geschlossene Liste. Die Gespa führt ein Verzeichnis der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, und was nicht darauf steht, darf nicht angeboten werden. Die Einzelheiten dieser Liste sind so gebaut, dass sie den Markt an einer Stelle schmaler machen, als man erwartet: Qualifikationsrunden sind nur erlaubt, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe ebenfalls nur, wenn sie aufgeführt sind, und Rangierungswetten nur dann, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen, Eckball- und Kartenmärkte erscheinen auf der Liste nicht, und einen Esport-Bereich gibt es dort nicht. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.

Wer beim Afrika-Cup auf ein Detail setzen will — die meisten Eckbälle, die erste gelbe Karte — sollte also nicht erwarten, dass es das Angebot gibt. Die Wetten, die zur Verfügung stehen, liegen auf den Ergebnissen, nicht auf dem Randgeschehen.

Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, wo der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hält. Das Gesetz zieht dabei keine Grenze auf bestimmte Live-Märkte; die Grenze liegt in der Liste, nicht in der Spielminute. Und weil dieser Punkt ständig verwechselt wird: Wettscheine lassen sich weder auf Kredit noch auf Rechnung kaufen. Einzahlungen und Auszahlungen laufen nur über ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers. Anonyme Auszahlungen und Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwetten-Angebot nicht — nicht als schlechte Sitte, sondern weil es sie nicht gibt.

Wenn die Marke keine Schweizer Bewilligung hat

Acht der zehn oben gelisteten Marken dürfen hier nichts. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten veranstaltet, macht sich strafbar: Das Gesetz sieht dafür bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe vor, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spielende selbst wird nach der Praxis des Bundesamts für Justiz nicht bestraft. Das ist ein schwacher Trost, denn Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden, und wer sein Geld zurückholt, hat nichts, wovon er es zurückholen kann.

Der praktische Weg, auf dem die Schweiz solche Marken aus dem Blick nimmt, ist technisch. Die Gespa führt eine Sperrliste mit ausländischen Domains, die Telecom-Anbieter über DNS sperren; die Liste wurde am 3. September 2019 erstmals veröffentlicht und umfasste Ende 2025 insgesamt 671 Domains. Dort aufgeführte Marken tauchen im Netz des Schweizer Anschlusses nicht mehr auf. Die Wirkung ist zeitlich begrenzt: Gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, ein Vorgang, den die Gespa selbst Domain-Hopping nennt und für den sie unter anderem Interwetten und Bet-at-Home aufführt; auch bet365 ist auf der Liste. Wer glaubt, eine einzelne gesperrte Adresse sei das Ende eines Angebots, hat die Mechanik nicht verstanden.

Dazu drei Dinge, die gleichzeitig gelten, und die weder die Veranstalterwerbung noch die Gegenwerbung sauber auseinanderhält. Erstens: Ausländische Gewinne sind nicht von der Verrechnungssteuer betroffen, aber die kantonale Steuerpraxis kann sie anders behandeln — die Praxis des Kantons Thurgau etwa führt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen. Zweitens: Es gibt in der Schweiz kein Instrument, mit dem Banken oder Kartennetzwerke Zahlungen an unerlaubte Wettseiten blockieren. Diese Vorstellung hält sich hartnäckig und ist falsch. Drittens: Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung nicht im Sperrregister geführt wird, den treffen auch die Schutzmechanismen nicht, die dieses Register sonst auslöst — Einzahlungsstopp, Kontosperre, Zugangsverbot. Was harmlos klingt, ist der eigentliche Punkt: Die ganze Maschinerie, die einen Spielenden bremsen soll, ist an eine Bewilligung gekoppelt, die nicht vorhanden ist.

Werbung macht die Sache nicht besser. Unaufdringliche, wahre Werbung ist Vorschrift, und Werbung für Spiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist verboten; darauf steht eine Busse von bis zu CHF 500 000. Ein Banner für eine Marke ohne Bewilligung ist damit ein Rechtsverstoss und keine Geschmacksfrage.

Zwei Systeme in einem Satz gegenübergestellt

Vollständiger Schweizer Schutz gegen zwei Veranstalter, einen geschlossenen Wettkatalog, Wohnsitzbindung und Identitätsprüfung. Oder ein weiteres Angebot ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anschluss an das Sperrregister, ohne Schweizer Rechtsweg und mit kantonal unterschiedlich behandelten Gewinnen. Keines der beiden ist per se «die sichere Wahl», und dieser Satz ist kein Ausweichen: Die zwei Veranstalter bieten weniger Auswahl, und das ist der Preis für die Aufsicht über sie.

Verlustlimiten, Spielsperre und der eigene Rahmen

Wer bei Swisslos zum ersten Mal an einer Sporttip-Teilnahme mitwirkt, muss Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9 999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1 000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Diese Frist ist der wichtigste Satz in diesem Abschnitt, und sie ist keine Bürokratie, sondern der einzige Mechanismus, der eine Entscheidung im Affekt tatsächlich bremst. Eine Limite, die man in derselben Minute erhöhen könnte, in der man sie überschreiten will, ist keine Limite. Die 72 Stunden setzen genau dort an, wo die Selbstkontrolle am schwächsten ist — nach einer verlorenen Wette, gegen Ende eines Turnierabends. Wer seine 30-Tage-Limite ausschöpft, muss drei Tage warten, bis er es wieder kann; wer seine Limite senkt, merkt davon nichts, weil die Senkung sofort greift. Darin liegt die ganze Logik des Instruments: Langsam nach oben, sofort nach unten.

Ein Punkt für alle, die bei einer ausländischen Marke wetten: Diese Limiten gelten, weil Swisslos sie in seinen Bedingungen festhält, und sie gelten für das Sporttip-Konto. Auf das Sperrregister und die Einzahlungsstopps, die daran hängen, hat nur Zugriff, wer dort geführt wird, und geführt wird nur, wer bei einem bewilligten Veranstalter spielt. Wer dort nicht spielt, führt seinen eigenen Rahmen — allein.

Auf Verlangen bietet Swisslos dafür eine Werkzeugkiste, die über die Limite hinausgeht. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine Sperre, die aufhören könnte, sobald die Lust zurückkommt, hätte ihren Zweck verfehlt; eine Sperre im Register pausiert dagegen nicht wie ein sportliches Halbzeitpfiff.

Einmal im Jahr gemessen wird, wie gut das an der Verkaufsstelle funktioniert. Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 200 Fällen in 47,5 Prozent ein Sportwettangebot an eine minderjährige Person verkauft. Wer den Schutz an der Verkaufsstelle als streng voraussetzt, liest diese Zahl und korrigiert sein Bild. Undenkbar wäre es in der Online-Teilnahme auch nicht, denn dort ist der Ausweis hochgeladen und die Adresse gegen Datenbanken geprüft — aber die Verkaufsstelle ist und bleibt der schwächste Punkt der Kette.

Die Spielsperre ist Teil des Gesetzes und nicht eine freiwillige Zusatzleistung. Die Aufsicht schreibt vor, dass Spielende nicht wettet — auch nicht als Ersatz für Abwesenheit.

Eine einfache Regel hält diesen Abschnitt am Leben: Wer sein Budget für den Afrika-Cup aus dem Geld setzt, das er auch bezahlt, braucht um den Rest dieser Seite keinen Gedanken mehr zu machen. Wer bereit wäre, für die Endrunde eines Turniers über seinen Rahmen hinauszugehen, kann das tun — drei Tage später, nicht jetzt. Und die Erkennbarkeit der eigenen Zahlen ist eine Frage, die man am ersten Abend beantwortet und nicht in der Halbzeit eines Halbfinals.

Wo der Afrika-Cup am meisten Interesse erzeugt

Ein Turnier mit 54 gemeldeten Mannschaften und einer auf 24 begrenzten Endrunde bietet über die Qualifikationsphase eine Angebotsbreite, die kein Liga-Wochenende erreicht. Diese Breite ist der Grund, warum auch in der Schweiz über das Turnier gesprochen wird, und sie erklärt, warum das Gespräch nicht nur von Sportfans geführt wird.

Für den Spielenden heisst das: eine Phase, in der sich Favoriten herausbilden und Kader durch Verletzungen und Formkrisen wandeln.

Umgekehrt gilt: Wer auf ein Turnier mit drei Gastgebern setzt, setzt auf Reise und Hitze.

Wettarten, Quoten und was die Marge aussen vorlässt

Siegerwetten, Spielausgang, Kombinationen: was welches Angebot wert ist

Eine Quote ist eine Zahl, die zwei Dinge gleichzeitig tut: Sie schätzt die Wahrscheinlichkeit ein und legt zugleich den Preis fest, den der Veranstalter für diese Schätzung nimmt. Das erste kann man wenigstens diskutieren, das zweite steht fest.

Das wichtigste Missverständnis dieses Abschnitts betrifft den Spielausgang. Die reguläre Spielzeit ist die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Bei einem K.-o.-Spiel ist das der Unterschied zwischen einer Wette, die auf 90 Minuten entschieden wird, und einer, die auf den Weiterkommenden geht. Wer im Viertelfinal auf «Sieg Mannschaft X» setzt und das Spiel nach 120 Minuten entschieden sieht, hat genau das gewettet, was die Wette nicht abdeckt, wenn das Programm nicht darauf hinweist. Undenkbar unspannend wird dieser Punkt, wenn man an das Endspiel von 2025 denkt: Senegal gewann am 18. Januar 2026 nach Verlängerung gegen Marokko 1:0. Ein Spiel, das nach 90 Minuten unentschieden stand, mit einem Sieger nach 120 Minuten — zwei Ereignisse, die je nach Wette in dieselbe oder in verschiedene Ausgänge fallen.

Das trifft nicht nur das Finale. Jedes K.-o.-Spiel im Turnier kann in die Verlängerung gehen, und jede Wette auf den Spielausgang muss den Hinweis im Programm lesen, um zu wissen, welchen Ausgang sie versichert. Der Unterschied kostet kein Geld, wenn man ihn vorher kennt, und den ganzen Einsatz, wenn man ihn falsch annimmt.

Bei den Kombinationen kommt noch ein Punkt dazu. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren; nimmt der Veranstalter eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann er die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Das ist kein Trick, sondern die Konsequenz daraus, dass zwei abhängige Ereignisse keine zwei unabhängigen Zufallsereignisse sind. Wer «Siege im Spiel» und «Tor in der zweiten Hälfte» kombiniert, hat die Quote zweimal berechnet und zahlt für das zweite Ereignis keinem zusätzlichen Risiko entsprechend.

Bei Livewetten gilt: Die Wette ist gültig, unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die erst nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann der Veranstalter Wetten mit Quote 1.00 werten. Das klingt lapidar und bedeutet: Geld zurück, Gewinn null. Wer während einer Video-Überprüfung eine Wette abschickt, hat nicht gewettet, sondern gewartet. Die Einheit ist die Wette, die vor der entscheidenden Szene steht, nicht die, die danach kommt.

Bei Kombiboosts und Quotenboosts ist die Bedingung die halbe Rechnung. Ein Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit je einer Quote von mindestens 1.50 und steigert den Nettogewinn umso stärker, je mehr solcher Voraussagen zusammenkommen. Ein Quotenboost gilt nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; beide sind nur einmal nutzbar, keine Zahl erhöht die Quote über die angegebene Limite hinaus, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer eine Kombination mit zehn Quoten über 1,50 zusammenstellt, um einen satten Bonus abzuräumen, hat zehn Ereignisse, die schiefgehen können. Der Boost zahlt mehr, wenn man sowieso gewinnt — das ist der Punkt.

Zur Marge hat jeder Veranstalter ein Preisniveau, und es ist nicht bei jedem Markt gleich. Nur wenige Zahlen dieser Art sind öffentlich fassbar, deshalb hier eine illustrative Rechnung an einem Beispielmarkt statt einer behaupteten Zahl: Bei einem fiktiven 1X2-Markt mit den Quoten 2.10 für den Heimsieg, 3.40 für das Unentschieden und 3.60 für den Auswärtssieg aus allen drei Quoten fällt die Marge je nach Markt und je nachdem, wie breit das Angebot in dieser Kategorie ist, unterschiedlich hoch aus. Die Quoten bilden eine Einschätzung und einen Anteil ab, den der Veranstalter für sich behält. Die Zahl der möglichen Ausgänge und die Höhe der Quoten stehen in einem direkten Verhältnis zueinander: Je breiter das Feld möglicher Ergebnisse, desto stärker die Marge im Verhältnis zur Quote.

Wie Gewinn, Verlängerung und Steuer zusammenspielen

Was ein Gewinn ist, lässt sich in einem Satz sagen: Einsatz mal Quote. Bei einer Einzelwette mit CHF 20 und Quote 2.10 ergibt das einen Rückzahlungsbetrag von CHF 42 und einen Nettogewinn von CHF 22. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Voraussagen zu einer einzigen Quote — und damit auch die Schwierigkeit. Aus zwei Quoten von je 2.00 wird eine Quote von 4.00, aber aus zwei Ereignissen, von denen jedes eintreten muss.

Ein Systemwette schliesslich ist keine Kette, sondern ein Bündel: Man wählt mehr Voraussagen, als für eine einzelne Kombination nötig wären, und der Veranstalter setzt daraus alle möglichen Kombinationen zusammen. Der Höchsteinsatz ist entsprechend höher angesetzt als bei einer Einzelwette.

Auf der Steuerseite ist die Nachricht für fast alle gut und für die meisten uninteressant. Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag je Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig. Der eidgenössische Freibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1 071 000 und lag 2025 bei CHF 1 070 400. Der kantonale Freibetrag weicht ab, deshalb gilt «je nach Kanton» und nicht eine einzelne kantonale Zahl. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die man durch die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückholt.

Wer mit CHF 20 auf eine Quote von 2.10 setzt, liegt von dieser Schwelle so weit entfernt, wie man von einer Million Franken entfernt liegen kann. Für den typischen Wettenden heisst das: kein Steuerbetrag auf dem Gewinn. Eine Wette bleibt eine Wette und wird nicht durch eine Steuererklärung kompliziert. Informiert euch im Zweifelsfall bei einem Steuerberater oder einer kantonalen Steuerverwaltung, denn die kantonale Praxis, besonders bei ausländischen Anbietern, ist von Kanton zu Kanton verschieden.

Wie wir geprüft haben: Auswahl- und Beurteilungskriterien

Die Reihenfolge dieser zehn Marken folgt keinem Werbebudget. Sie folgt dem Status, und der ist in der Schweiz binär: bewilligt oder nicht. Innerhalb der zwei bewilligten Veranstalter ist die Reihenfolge ohne Belang, weil die Wahl ohnehin nicht über eine Plattformpreferenz läuft, sondern über den Wohnkanton. Bei den acht Marken ohne Bewilligung ist die Reihenfolge ebenfalls kein Qualitätsurteil — es gibt einfach keine Grundlage dafür, eine von ihnen über die andere zu stellen, und nichts auf dieser Seite soll das nahelegen.

Die Kriterien, nach denen hier unterschieden wird, sind die, die man überprüfen kann: ob eine Veranstalterbewilligung nach Geldspielgesetz besteht; ob die Marke am schweizweiten Sperrregister teilnimmt und damit Spielende aufnehmen oder abweisen muss, die dort geführt werden; ob die Bedingungen, die das Angebot begrenzen, in einer für den Leser auffindbaren Form festgehalten sind; ob zu Auszahlungen und Konten Angaben vorliegen, die überprüfbar sind; und ob sich die Plattform überhaupt an ein Publikum richtet, das hier wohnt und hier versteuert wird. Was nicht in diese Liste gehört und hier auch nicht vorkommt: Bonusbeträge und Marketingversprechen. Die kurze Version: Eine Marke ohne Bewilligung kann die schönste Benutzeroberfläche der Welt haben und in diesem Vergleich trotzdem nichts gewinnen, weil die Kriterien, um die es geht, hier an einer Bewilligung hängen.

Ein Hinweis zum Umgang mit den Zahlen auf dieser Seite: Wo kein Bewilligungsstatus angeführt ist, ist auch keiner zu unterstellen. Und wo in einer Bewertung ein Merkmal fehlt, heisst das nicht, dass es nicht existiert — es heisst, dass es hier nicht steht und deshalb nicht in einen Vergleich gedrängt wird.

Bewilligte Veranstalter in der Schweiz

Swisslos Sporttip: der einzige Online-Zugang für neunzehn Kantone und Liechtenstein

Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Es ist eine von zwei Marken, die in der Schweiz überhaupt Sportwetten anbieten dürfen, und die Bewilligungsangaben stammen aus der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen und der Aufsicht durch die Gespa.

Sporttip wird im Gebiet von neunzehn Kantonen sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Für einen grossen Teil der Deutschschweiz ist das die einzige Plattform, auf der eine Afrika-Cup-Wette mit Schweizer Bewilligung überhaupt möglich ist.

Über das Angebot für dieses Turnier ist der Rahmen bekannt, der überall gilt. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1 000 und für eine Systemwette CHF 10 000. Wer eine Wette über der Limite platziert, bekommt sie nicht angenommen. Teilnehmen dürfen Personen ab 18 Jahren; wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Für das Turnier sind zwei Funktionen relevant, die über den reinen Einsatz hinausgehen. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, eine Garantie für jeden Markt besteht nicht, und der Betrag liegt unter dem möglichen nicht vorzeitigen Wettgewinn. Ausserdem hängt er vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden. Wer bei einem Langzeitmarkt auf den Turniersieger Geld gebunden hat, kann es damit früher herausziehen — und zahlt den Abschlag für den Ausstieg. Der zweite Punkt ist der Kombiboost, der mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 verlangt und den Nettogewinn laut den Regeln ab vier solchen Voraussagen einer Staffelung folgt, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind und ein Cash-Out den Boost verfallen lässt.

Zum Schutzapparat gehört, was den Abschnitt zu den Limiten trägt: Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage mit einer Oberlimite von CHF 9 999 und CHF 1 000 für Personen unter 21 Jahren, wobei eine Erhöhung erst nach 72 Stunden greift, eine Senkung sofort; dazu die freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage und der produktbezogene Selbstausschluss für 1 bis 180 Tage.

Und dann ist da noch der Teil, der nicht in eine Wettregel passt. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, aus der Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und die Sporthilfe unterstützt werden. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Wer bei Swisslos verliert, verliert also nicht an einen Konzern ohne Adresse, sondern an eine Genossenschaft mit Basler Sitz, deren Überschuss in Sportförderung und kantonale Fonds fliesst.

Fazit: Dieses Angebot gewinnt den Vergleich nicht, weil es besonders grosszügig wäre. Es gewinnt ihn, weil ein Verlust bei einheimischem Veranstalter über die Jahresrechnung in die Sportförderung zurückfliesst — und weil die CHF 9 999 als oberste Verlustlimite und die 72 Stunden Wartefrist auf eine Erhöhung die engste Bremse sind, die auf dieser Seite irgendwo vorkommt.

Loterie Romande Jouez Sport: das Angebot für die sechs Westschweizer Kantone

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne, und sie zählt 2 350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Auch sie ist eine von zwei Marken mit Sportwettenbewilligung in der Schweiz; ihre Bewilligungsangaben stützen sich auf dieselbe interkantonale Grundlage und dieselbe Aufsicht wie die des anderen Veranstalters.

Für einen Spielenden in Genf oder im Wallis ist Jouez Sport nicht eine Option unter vielen, sondern die einzige mit Schweizer Bewilligung. Wer in Freiburg wohnt, kommt bei Sporttip nicht hinein, und wer sich das Konto bei einem ausländischen Anbieter holt, verliert genau die Anbindung an das Sperrregister, die den hiesigen Schutz ausmacht. Diese Kantonsgrenze entscheidet für einen beträchtlichen Teil der Schweiz über die ganze Auswahl, bevor Quote oder Wettprogramm überhaupt ins Spiel kommen.

Der Rahmen, den die Bewilligung setzt, gilt in beiden Gebieten gleich. Nur bewilligte Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten dürfen angeboten werden, Qualifikationsrunden nur, wenn sie auf der Liste stehen, Karten und Eckbälle nicht, und Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen überhaupt nicht. Wer bei Jouez Sport nach einem Afrika-Cup-Markt auf Karten sucht, sucht etwas, das der Schweizer Katalog nicht führt, unabhängig davon, wie ausführlich das Wettprogramm im Übrigen ausfällt. Die Unterschiede zwischen den zwei Veranstaltern liegen damit nicht in der Bewilligung, sondern in der Grösse und der Kontokultur ihrer Gebiete: Dem einen stehen neunzehn Kantone und Liechtenstein gegenüber, dem anderen sechs Kantone mit 2 350 Verkaufsstellen. Aus der Grösse des Vertragsgebiets folgt, wer sich überhaupt registrieren kann, und daraus folgt die tatsächliche Wahlfreiheit.

Fazit: Der eng bemessene Katalog schlägt hier voll durch: Wer einen Markt auf Karten, Ecken oder eine Qualifikationsrunde sucht, findet ihn beim Westschweizer Veranstalter so wenig wie beim Deutschschweizer — die Aufsicht gibt das Angebot vor, nicht das Marketing. Wer innerhalb der sechs Kantone wohnt, hat damit immerhin eine bewilligte Plattform, die er mit jeder ausländischen Marke der folgenden Abschnitte vergleichen kann, ohne auf den vollen Schweizer Schutz zu verzichten.

Fremde Marken ohne Schweizer Bewilligung

Zu den folgenden acht Marken ist eines vorweg festzuhalten: Keine von ihnen hat eine Schweizer Bewilligung. In der Schweiz dürfen nur die zwei Veranstalter des Abschnitts darüber Sportwetten anbieten, und eine Bewilligung aus einem anderen Land hat hier keine Wirkung. Wer bei einer dieser Marken ein Konto unterhält, spielt ohne Anbindung an das schweizerische Sperrregister, ohne Schweizer Rechtsweg und mit kantonal unterschiedlich behandelten Gewinnen. Sie werden hier beschrieben und eingeordnet, ausdrücklich nicht empfohlen — Werbung für Spiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist strafbar.

Bruce Bet: Marke ohne Schweizer Bewilligung mit ungeklärter Aufsicht

Bruce Bet tritt ohne Schweizer Bewilligung auf. Eine bewilligte Aufsicht besteht für dieses Angebot in der Schweiz nicht: Nur die zwei Schweizer Veranstalter dürfen hier Sportwetten anbieten, und eine Bewilligung aus einem anderen Land ist in der Schweiz ohne Kraft. Ein Konto bei Bruce Bet nimmt am schweizerischen Sperrregister nicht teil, ein Schweizer Rechtsweg steht nicht offen, und eine gesperrte Domain lässt sich über die Sperrliste der Aufsicht blockieren.

Wer sich für diese Marke entscheidet, entscheidet sich für eine Plattform, bei der die Schutzmechanismen, die in der Schweiz über das Register laufen, nicht ankommen. Ob das für einen persönlich eine Rolle spielt, hängt davon ab, ob man sich jemals sperren lassen will; denkbar ist auch, dass jemand diese Anbindung gerade nicht sucht. Beides ist eine Entscheidung, keine Zufallsfolge.

Fazit: Bei Bruce Bet bleibt die Aufsicht eine offene Frage, und offen heisst hier nicht «in Prüfung», sondern: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Ansprechpartner, wenn es streitig wird. Für Spielende, die eine bewilligte Plattform suchen, ist damit alles gesagt.

1xBet: international sichtbare Marke ohne Schweizer Bewilligung

1xBet gehört zu den Namen, die Wettenden hier am häufigsten begegnen — ob über Sponsoring, Werbung oder Empfehlung. Eine Schweizer Bewilligung hat die Marke nicht; Bewilligungen aus dem Ausland haben hier keine Wirkung, da lediglich die zwei Schweizer Veranstalter Sportwetten anbieten dürfen. Ein Konto bei 1xBet ist nicht an das schweizerische Sperrregister angebunden, es besteht kein Schweizer Rechtsweg, und die Adresse ist auf der Sperrliste der Aufsicht zu finden. Die Sichtbarkeit einer Marke ist kein Bewilligungsmerkmal, und eine in der Schweiz mit bis zu CHF 500 000 Bussgeld bedrohte Werbung sagt nichts über die Rechtslage des Angebots — nur über die Reichweite des Marketings.

Undenkbar ist es nicht, dass genau diese Reichweite den Ausschlag gibt: Wer eine vertraute Marke sucht, wird bei einem grossen internationalen Namen fündig. Nur ersetzt Bekanntheit hier keine Aufsicht. Wer in der Schweiz gewinnt und ausgezahlt bekommen will, ist auf das angewiesen, was das Unternehmen freiwillig tut.

Fazit: Wenn eine Marke so präsent ist, dass man ihre Bewilligung als selbstverständlich annimmt, ist die Prüfung am wichtigsten — 1xBet hat keine Schweizer Bewilligung. Der Name auf dem Trikot sagt über den Rechtsweg nichts.

Funbet: Plattform ohne Schweizer Bewilligung

Funbet tritt ohne Schweizer Bewilligung auf. Eine Bewilligung aus einem anderen Land hat in der Schweiz keine Wirkung, und nur die zwei Schweizer Veranstalter dürfen Sportwetten anbieten. Damit besteht für ein Konto bei Funbet keine Anbindung an das schweizerische Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und eine Domain lässt sich über die Sperrliste der Aufsicht blockieren. Wer diese Marke prüft, prüft zuerst den Bewilligungsstatus — und der lautet hier: keine Schweizer Bewilligung.

Denkbar ist, dass jemand genau die schlanke Abwicklung sucht, die eine kleine Plattform verspricht. Verlockend ist auch die Vorstellung, dort weniger geprüft zu werden. Genau das ist der Handel: weniger Formalität gegen weniger Schutzmechanismus, und die Formalität, auf die man verzichtet, ist der Wohnsitznachweis und die Kontobindung, die den hiesigen Schutz tragen. Für Spielende, die ihr Konto ohnehin nicht sperren lassen wollen, mag das nach einem Nullsummengeschäft aussehen — bis der Fall eintritt, für den das Register existiert.

Fazit: Funbet ist eine Marke ohne Schweizer Bewilligung, und daraus folgt der Rest: kein Sperrregister, kein Rechtsweg, keine gesicherte Auszahlung. Wer ein bewilligtes Angebot will, hat hier keine Option.

Boomerang Bet: Angebot ausserhalb des bewilligten Schweizer Marktes

Boomerang Bet gehört zu den Marken, die ohne Schweizer Bewilligung auftreten. Nur die zwei Schweizer Veranstalter dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten, und eine ausländische Bewilligung ist hier ohne Kraft. Ein Konto bei Boomerang Bet hängt damit nicht am schweizerischen Sperrregister, ein Schweizer Rechtsweg steht nicht offen, und die Web-Adresse wird über die Sperrliste der Aufsicht gefiltert. Wer hier wettet, wettet nach den Bedingungen eines Unternehmens, dessen Aufsicht ausserhalb der Schweiz liegt und in der Schweiz nicht durchgesetzt werden kann.

Wie bei jeder Marke dieses Abschnitts entscheidet sich die Frage nicht an der Qualität der Plattform, sondern daran, was davon im Streitfall noch übrig ist. Undenkbar ist es nicht, dass jemand mit einer solchen Plattform gute Erfahrungen macht, über Jahre, ohne einen einzigen Anlass zur Beschwerde. Es handelt sich dann um Glück, nicht um Schutz.

Fazit: Bei Boomerang Bet trägt das Schweizer Recht nicht bis zur Auszahlung. Wer das Angebot trotzdem prüft, sollte es als genau das behandeln: eine Präferenz ohne Rückhalt, und nicht als Alternative zu einer bewilligten Plattform.

BetLabel: Marke mit ungeklärter Bewilligungslage

BetLabel tritt ohne Schweizer Bewilligung auf. Eine bewilligte Aufsicht besteht für dieses Angebot in der Schweiz nicht: Nur die zwei Schweizer Veranstalter dürfen hier Sportwetten anbieten, und eine Bewilligung aus einem anderen Land hat hier keine Wirkung. Für ein Konto bei BetLabel bedeutet das, dass es am schweizerischen Sperrregister nicht teilnimmt, kein Schweizer Rechtsweg offensteht und eine Domain über die Sperrliste blockierbar bleibt. Wer wissen will, worauf er sich einlässt, muss in die Bedingungen des Anbieters selbst schauen; die schweizerische Aufsicht liefert dazu keine Angaben.

Das ist der ganze Unterschied zu den zwei Veranstaltern im Abschnitt «Veranstalter im Vergleich», und er lässt sich in einer Frage zusammenfassen: An wen wende ich mich, wenn die Auszahlung ausbleibt? Bei einem bewilligten Veranstalter ist die Antwort eine Behörde mit Sitz in Bern. Bei BetLabel ist sie der Support.

Fazit: BetLabel bleibt eine Marke, deren Aufsicht den hiesigen Spielenden nicht bindet. Wo Regress und Sperrregister fehlen, bleibt nur die Sorgfalt des Einzelnen, und die ist der schwächste Mechanismus auf dieser Liste.

Gamdom: Marke mit Bezug zu Casino und Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung

Gamdom tritt ohne Schweizer Bewilligung auf. Nur die zwei Schweizer Veranstalter dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten, und eine ausländische Bewilligung ist hier ohne Kraft. Ein Konto bei Gamdom hängt damit nicht am schweizerischen Sperrregister, ein Schweizer Rechtsweg steht nicht offen, und der Zugang wird durch die Sperrliste der Aufsicht unterbunden. Für Spielende, die ein bewilligtes Sportwetten-Angebot suchen, endet die Prüfung hier; für alle anderen bleibt die Frage, ob eine Marke mit internationalem Profil für sie passt.

Eine Sperre auf dem Schweizer Register wirkt über die Aufsicht eines bewilligten Veranstalters — bei einer Marke ohne Bewilligung greift sie nicht, auch wenn die Marke selbst ein eigenes Sperrwerkzeug führt. Wer sich bei Gamdom selbst einschränken will, verlässt sich dabei auf die Regeln des Anbieters, nicht auf eine schweizerische Instanz.

Fazit: Gamdom bewegt sich ausserhalb des Schweizer Bewilligungsrahmens; die Aufsicht, die hier zählt, fehlt. Wer über eine Sperrliste beim Anbieter nachdenkt, verlässt sich damit auf dessen Versprechen und nicht auf eine Stelle, die es durchsetzen könnte.

Pribet: Buchmacher ohne Schweizer Bewilligung

Pribet tritt ohne Schweizer Bewilligung auf. Eine Bewilligung aus einem anderen Land hat in der Schweiz keine Wirkung, und nur die zwei Schweizer Veranstalter dürfen hier Sportwetten anbieten. Ein Konto bei Pribet nimmt am schweizerischen Sperrregister daher nicht teil, ein Schweizer Rechtsweg steht nicht offen, und eine Domain lässt sich über die Sperrliste der Aufsicht blockieren. Über das Wettangebot zu einzelnen Sportarten ist hier nichts festgehalten, und nichts auf dieser Seite soll nahelegen, dass Pribet Afrika-Cup-Wetten führt — Wetten auf dieses Turnier stehen in der Schweiz ohnehin nur bewilligten Veranstaltern offen.

Das ist ein für sich stehender Punkt und nicht die gleiche Aussage wie bei den zwei bewilligten Plattformen: Dort ist der Rahmen des Angebots durch die Aufsicht definiert, hier definiert ihn der Anbieter selbst.

Fazit: Pribet bietet keine Schweizer Bewilligung, und das ist die einzige Feststellung, die den Rest trägt. Alles Weitere hängt an den Bedingungen des Anbieters.

WirWetten: deutschsprachige Marke ohne Schweizer Bewilligung

WirWetten tritt ohne Schweizer Bewilligung auf. Das Angebot unterliegt keiner Schweizer Aufsicht, da nur die zwei Schweizer Veranstalter hier Sportwetten anbieten dürfen. Ein Konto bei WirWetten hängt nicht am schweizerischen Sperrregister, ein Schweizer Rechtsweg steht nicht offen, und die Domain wird durch die Sperrliste der Aufsicht blockiert.

Ein deutschsprachiger Auftritt verändert nichts an der Bewilligungslage, macht aber die Verwechslung wahrscheinlicher: Wer die Sprache des Angebots spricht, nimmt leichter an, das Angebot sei für ihn gedacht. Für Bewilligungszwecke zählt nur, ob eine Schweizer Veranstalterbewilligung besteht, und die vergibt die Aufsicht an zwei Veranstalter. Eine Marke, die auf Deutsch und mit Schweizer Preisen auftritt, ist darum nicht in der Schweiz zugelassen.

Fazit: Bei WirWetten täuscht der deutschsprachige Auftritt über den Bewilligungsstatus hinweg. Wer eine Schweizer Bewilligung sucht, findet sie bei diesem Anbieter nicht.

Häufige Fragen zum Afrika-Cup und zu Schweizer Sportwetten

Wer organisiert den Afrika-Cup, und wann findet die nächste Ausgabe statt?

Organisiert wird der Afrika-Cup von der CAF; erstmals ausgetragen wurde er 1957. Die nächste Ausgabe, der Afrika-Cup 2027, soll vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden. Für die Qualifikation haben sich 54 Mannschaften angemeldet. Nach 2027 soll das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden.

Darf in der Schweiz auf den Afrika-Cup gewettet werden, und bei welchem Veranstalter?

Ja, aber nur bei den zwei bewilligten Veranstaltern: Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport. Entscheidend ist, ob die Aufsicht das Ereignis und die Wettart in ihrem Verzeichnis freigegeben hat. Das Online-Konto setzt Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet voraus, also im Swisslos-Gebiet samt Tessin und Liechtenstein oder in den sechs Westschweizer Kantonen.

Zählen Verlängerung und Elfmeterschiessen bei einer Wette auf den Spielausgang?

Nein, nicht automatisch. Bei Swisslos umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Bei K.-o.-Spielen eines Turniers ist dieser Hinweis der Unterschied zwischen zwei völlig verschiedenen Wetten.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?

Der Rückzahlungsbetrag ist Einsatz mal Quote, der Nettogewinn Einsatz mal Quote minus Einsatz. Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter einbehält, und sie steckt in jeder Quote. Wie hoch sie ausfällt, unterscheidet sich nach Markt und nach Auswahl; bei einem breiten Feld möglicher Ergebnisse fällt sie stärker ins Gewicht.

Wie funktionieren die Verlustlimiten, und wie wird eine Spielsperre eingetragen?

Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende bei Swisslos Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9 999 und CHF 1 000 unter 21 Jahren; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung nach 72 Stunden. Eine Spielsperre lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen und wird unbefristet in einem schweizweiten Register geführt.

Ab welchem Betrag fällt auf Wettgewinne Verrechnungssteuer an, und was bedeutet «je nach Kanton»?

Der eidgenössische Steuerfreibetrag je Einzelgewinn liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1 071 000 und lag 2025 bei CHF 1 070 400; darüber behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt. Der kantonale Freibetrag weicht ab, deshalb «je nach Kanton» statt einer einzelnen Zahl.

Wie diese Seite zu den Zahlen kommt

Alle Angaben zu Quoten, Limiten, Steuern, Bewilligungen und Turnierdaten stammen aus den Bedingungen und Geschäftsberichten der beiden Veranstalter, aus dem Geldspielgesetz samt den Vorschriften der Aufsicht und aus öffentlich zugänglichen Turnierdaten des Afrika-Cups. Die dargestellten Beispielquoten sind ausdrücklich illustrativ und nicht als reale Preise zu verstehen. Wer eine Wette vorbereitet, prüft den aktuellen Stand im Wettprogramm des Veranstalters — dort stehen die Quoten, die zählen, und dort steht auch jeder Hinweis zur regulären Spielzeit, der eine Wette erst zu dem macht, was man zu setzen glaubt.

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